flowplace: Seed-Investment für Talentmatching-Plattform aus Leipzig

Das Gründer-Duo hinter flowplace und der Talentmatching-Plattform: Daniel Tröger und Mitch Senf (v.l.n.r.)
Mit flowplace wollen die beiden Gründer Daniel Tröger und Mitch Senf (v.l.n.r.) über ihre Talentmatching-Plattform künftig Mensch und Beruf in Einklang bringen. (Foto: flowplace GmbH)

Das Leipziger Startup flowplace fährt für seine innovative Talentmatching-Plattform erfolgreich ein Seed-Investment durch den TGFS Technologiegründerfonds Sachsen ein. Die Plattform soll künftig Personalverantwortliche bei der Idealbesetzung von Führungspositionen unterstützen. Damit schließt flowplace erfolgreich seine erste Finanzierungsrunde.

An dem Investment beteiligte sich ebenfalls trivago-Gründer Rolf Schrömgens. Er begleitet das Startup nun als Business Angel durch die Seed-Phase. Zumindest für flowplace-Mitgründer Daniel Tröger ist Schrömgens kein Unbekannter, arbeitete er bereits mit ihm gemeinsam am Aufbau des Leipziger Innovationsstandorts der Hotelsuchmaschine trivago. Gemeinsam mit Co-Gründer Mitch Senf steuere das Duo nun auf einen erfolgreichen Produktlaunch zu. 

Eigenschaften einer guten Führungskraft

Auf der Suche nach neuen, geeigneten Mitarbeitenden setzen viele Unternehmen weiterhin auf die Eigenschaften Berufserfahrung und Wissen. Die qualifiziertesten Kandidat:innen werden eingeladen, die Entscheidung der finalen Besetzung erfolgt meist subjektiv. In der Regel stellen diese Bewertungsfaktoren jedoch keinen Erfolgsgarant für eine Idealbesetzung dar. Fehlen trotz Erfahrungsschatz gewisse Führungsqualitäten, können Überforderung und Unzufriedenheit der neuen Führungskraft die Folge sein.

„Wissen und Erfahrung allein machen keine erfolgreiche Führungskraft. Es braucht Führungspersönlichkeiten. In diesem Verständnis gilt es vor allem, geeignete Talente zu identifizieren und diese dann weiterzuentwickeln.“ – Daniel Tröger, Co-Gründer von flowplace

Die neue Arbeitswelt verlange ein Umdenken in der Organisationsentwicklung und damit auch in der Personalführung. Auch flowplace-Gründer Mitch Senf und Daniel Tröger haben das erkannt. Das Duo setzt daher beim Recruiting-Prozess auf wissenschaftliche Analysen statt auf das Bauchgefühl.

Mensch und Beruf in Einklang bringen

Flowplace unterstützt Organisationen, offene Führungspositionen mit passenden Persönlichkeiten zu besetzen. Dabei erarbeitet das Startup mit Unternehmen ein psychometrisches Rollenprofil für die zu besetzende Stelle. 

Im nächsten Schritt wird dann auf Grundlage eines fachlich fundierten Online-Fragebogens für jeden Bewerbenden automatisiert ein psychometrisches Persönlichkeitsprofil erstellt. Ein Algorithmus analysiert anschließend diese Profile und bewertet ihre Übereinstimmung mit dem zuvor definierten Stellenprofil. Die Ergebnisse werden anschließend auf der Talentmatching-Plattform anhand der arbeitsrelevanten Faktoren sichtbar gemacht.

„flowplace ersetzt die Intuition durch wissenschaftliche Analysen und objektiviert so den Auswahlprozess. Dazu übertragen wir bewährte Verfahren aus der Persönlichkeitsforschung, die verschiedene Individualmerkmale erheben, auf die Makroebene des Unternehmens mit seinen verschiedenen Rollen.“ – Mitch Senf, Co-Gründer flowplace

Das Matching-System bringe Mensch und Beruf in Einklang, in dem es die individuellen Stärken der Bewerber:innen sichtbar mache und mit den Anforderungen eines Stellenprofils, mit dem Ziel einer bestmöglichen Übereinstimmung, abgleiche. Die Vorteile dieses menschenzentrierten Recruiting-Ansatzes erkannte auch der TGFS als Investor.

„Mit dem Ansatz, offene Stellen auf Basis der Persönlichkeit der Bewerbenden zu besetzen, hebt sich flowplace von traditionellen Personalauswahlverfahren ab, die sich primär auf Qualifikationen, Fachwissen und Berufserfahrung konzentrieren. Dadurch können Unternehmen einerseits Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeitenden steigern und andererseits Opportunitätskosten sparen, die durch die Fehlbesetzung von Führungsrollen entstehen.““ – Vincent Kretzschmar, Beteiligungsmanager beim TGFS

Dass Unternehmen auch aus wirtschaftlicher Sicht gut beraten seien, wenn sie bereits bei der Personalauswahl auf die inneren Stärken des Menschen achten, gehe ebenfalls aus Erkenntnissen der Neuropsychologie hervor. Decke sich das Aufgabenprofil der Position mit den persönlichen Stärken und der intrinsischen Motivation des Mitarbeitenden, begünstige das den sogenannten „Flowzustand“. Im Flow empfindet der Mensch größere Freude bei der Tätigkeit; die Produktivität steigt.

Breakdancelehrer trifft Plattformexperten

Wohin das führen kann, wenn Potenziale ihren geeigneten Platz zur Entfaltung finden, weiß Co-Gründer Mitch Senf bestens. Der ehemalige Breakdance- und Sportlehrer gründete 2015 „hero society“ und half damit jungen Menschen, ihre Stärken, Begabungen und Talente zu erkennen und zu verwirklichen. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse verschriftlichte er gemeinsam mit dem renommierten Hinrfroscher Prof. Dr. Geral Hüther in einem Spiegel-Bestseller.

Als Digitalisierungs- und Plattformexperte komplettiert Daniel Tröger das Gründer-Duo. Er kennt die Innenperspektive dynamisch wachsender Unternehmen und stand jahrelang bei namhaften Online-Portalen wie der Hotelsuchmaschine trivago in der Führungsverantwortung. 

Der Talent Scout wird aktuell schon von mehreren Pilotkunden, ergänzend zur Personalberatung, genutzt und anhand der gewonnenen Erkenntnisse weiter optimiert. Das Seed-Investment ermögliche flowplace nun, seine Talentmatching-Plattform und die Technologie dahinter zur Marktreife zu entwickeln und erfolgreich in den Markt einzuführen.

Hier geht’s zur offiziellen Pressemitteilung.

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