Energiekoppler GmbH: Erstes erfolgreiches Investment für Dresdner Energie-Startup

Das Team hinter der Energiekoppler GmbH: Gründer:in Tobias Heß, Irina Weis (v.l.n.r.) und Jens Werner (rechts).

Mit einem Investment beteiligen sich fortan der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) und die LEAG zu 15 Prozent am Energie-Startup Die Energiekoppler GmbH. Mit der LEAG als größter Energiedienstleister Ostdeutschlands steht dem TGFS somit auch ein Co-Investor mit langjähriger Fachexpertise zur Seite. Für das Dresdner Startup ist es nach ihrem Markteintritt im Januar 2021 die erste erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunde.

Auf dem Weg zur Profitabilität

Mit dem Investment durch den TGFS und die LEAG setzt die Dresdner Energiekoppler GmbH ihren Fokus nun auf den personellen Ressourcenaufbau, um das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln und in die Profitabilität zu überführen. Für das junge Energie-Unternehmen ist es die erste erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunde. Die zuvor aus Eigenmitteln gewachsenen Energiekoppler brachten bereits im Januar 2021 erfolgreich ihre Technologie auf den Markt.

Für den größten Energiedienstleister Ostdeutschlands und nun Co-Investor, die LEAG, wurde durch die Beteiligung nun ein weiterer Meilenstein für die bereits seit zwei Jahren bestehende strategische Zusammenarbeit gelegt.  

„Die Beteiligung ist ein gelungenes Beispiel, wie wir mit gezielten M&A-Transaktionen und der Hilfe innovativer Startups das Wachstum unserer neuen Geschäftsfelder zusätzlich unterstützen können. Neben den neuen Geschäftsfeldern können natürlich auch unsere Fachbereiche des Kerngeschäfts von einer Kooperation mit Startups profitieren. Egal, ob Produkt- oder Prozessinnovation, viele Lösungen entstehen erst durch einen veränderten Blickwinkel.“ – Robert Klimpke, Innovationsmanagement der LEAG

Mehr Beteiligung am Energiemarkt

Hinter dem Dresdner Startup Die Energiekoppler GmbH stecken die drei Gründer:innen Irina Weiß, Tobias Heß und Jens Werner. Seit Juli 2018 arbeitet das Trio bereits an der wirtschaftlichen Einbindung kleiner Energieanlagen in ein sogenanntes virtuelles Kraftwerk zur Flexibilitätsvermarktung.

Ziel ist es, mit ihrer Technologie künftig Endverbraucher:innen stärker durch Eigenerzeugung am Energiemarkt zu beteiligen und durch standardisierte und automatisierte Flexibilitätswerke nachhaltige Energieerzeugung profitabel zu gestalten. Ermöglicht werden soll dies durch die Ferndiagnose und Steuerung dezentraler Energieerzeuger, Speicher und Verbraucher kleiner Leistungsklassen.

Die erste von zwei Hauptkomponenten ihrer Technologie, die “swarmBOX”, verarbeitet hierfür Strom-, Wärme- und Mobilitätsbedarfe im Gebäude für alle angebundenen Anlagen und prognostiziert gleichzeitig die Flexibilität des Anlagenbetriebs bereits vor Ort in der Box. Die Weiterverarbeitung erfolgt schließlich über die zweite Komponente, den “swarmHUB”. Er erfasst weitere Informationen wie zum Beispiel Energiehandels- oder Wetterdaten und nimmt eine Einsatzplanung der vernetzten Energieanlagen vor, um zur Stabilisierung der Energieversorgung beizutragen oder die Vermarktung überschüssiger Leistung zu realisieren.

Die „swarmBOX“ stellt eine der zwei wichtigen technologischen Hauptkomponenten des Flexibilitätswerks des Dresdner Startups dar.

Erfolgreicher Transfer aus der Wissenschaft

Bis es schließlich zur Gründung ihres Startups und der erfolgreichen Vermarktung ihres „Flexibilitätswerks“ kommen konnte, forschten die beiden Co-Gründer Jens und Tobias ganze sieben Jahre an der Technischen Universität Dresden an ihrer Technologie. Die Ausgründung wurde schließlich durch den „Exist Forschungstransfer“ ermöglicht, wo sich das Trio erfolgreich gegen 80 andere Teams durchsetzte und einen Finanzierungsanschub von insgesamt 600.000 Euro sicherte. Dadurch sollte eine erfolgreiche Überführung des Forschungsergebnisses in ein marktfähiges Produkt ermöglicht werden.

Im Januar 2021 brachten die Energiekoppler das Produkt bereits vorfristig erfolgreich auf den Markt, nachdem bereits eine zweijährige Zusammenarbeit zwischen der LEAG und dem Startup aus der sächsischen Landeshauptstadt bestand. Die LEAG, direkt von der Geschäftsidee und der Technologie der Energiekoppler begeistert, initiierte erste gemeinsame Projekte, in denen ein Zusammenwirken ihrer virtuellen Kraftwerke mit dem Flexbilitätswerk der Energiekoppler erprobt werden sollte. Weitere Praxistests folgten kurze Zeit später. Inzwischen sei die Technologie bei rund 250 Anlagen erfolgreich im Einsatz.

Kapitalkraft trifft auf Fachexpertise

Der TGFS zeigt sich nach dem erfolgreichen Investment mit der LEAG in die Energiekoppler GmbH zufrieden. So sei mit dem Marktführer im ostdeutschen Energiesektor ebenfalls ein Investment-Partner mit langjähriger fachlicher Expertise an dem Dresdner Startup mit beteiligt.

„Wir vom TGFS Technologiegründerfonds Sachsen freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der LEAG, mit der wir einen ebenso erfahrenen, wie fortschrittlichen Energiedienstleister als Co-Investor an unserer Seite wissen. Unsere Kombination aus Kapitalkraft und Fachexpertise erlaubt es den Energiekopplern, ihren Wachstumskurs weiter fortzusetzen und die Energiewende von Dresden aus aktiv mit voranzutreiben. Damit leisten wir zugleich einen wertvollen Beitrag zum Strukturwandel in den vom Kohlebergbau geprägten Regionen Sachsens und darüber hinaus.“ Martin Liebsch, Investmentmanager TGFS Technologiegründerfonds Sachsen

Mehr Informationen zur ersten erfolgreichen Finanzierungsrunde des Energie-Startups DieEnergiekoppler GmbH findet ihr hier

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