ZEISS beteiligt sich an Dresdener Startup Sensorics

ZEISS New Venture
Ziel der Kooperation ist die weitere gemeinsame Entwicklung von besonders kleinen und kosteneffizienten Sensoren für den industriellen Einsatz in der Qualitätskontrolle und im Prozessmonitoring. (Quelle: Sensorics)

Das Optic Unternehmen ZEISS investiert in die Dresdener TU-Ausgründung Sensorics. Das haben beide Unternehmen Anfang des Monats bekannt gegeben. Sensorics entwickelt Mini-Spektrometer aus organischer Elektronik. Das Investment sichert die Wachstumsfinanzierung des jungen Unternehmens und soll die Produktion der Sensoren für den industriellen Einsatz optimieren. 

Die gemeinsame Optimierung der Mini-Spektrometer

Per Pressemitteilung haben beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Über die Summe des Investments haben sie sich nicht geäußert. Es soll sich aber um einen einstelligen Millionenbetrag handeln (Quelle: Dresden Neuste Nachrichten).

Das Ziel der Kooperation ist die weitere gemeinsame Entwicklung von besonders kleinen und kosteneffizienten Sensoren für den industriellen Einsatz in der Qualitätskontrolle und im Prozessmonitoring. Dies werden beispielsweise in Herstellungslinien für Lebensmittel, Agrarprodukte, Kunststoffe oder Arzneimittel eingesetzt. ZEISS verfügt über langjähriges, umfassendes Know-how in der Entwicklung, Fertigung und Vermarktung optischer und photonischer Systeme sowie der dazugehörigen digitalen Lösungen – insbesondere auch in der Qualitätsmesstechnik.

„Wir wollen zunächst gemeinsame Anwendungsfälle untersuchen. Die innovative Technologie von Senorics hat das Potential, kompakte und kostengünstige Sensoren z.B. für die Inhaltsstoffanalyse zu ermöglichen. Das Investment stellt eine konsequente Umsetzung unserer Strategie im Bereich ‚Advanced Sensor and Data Solutions‘ dar.“, sagt Dr. Philipp Strack, Leiter von ZEISS Ventures.

Gleichzeitig gestaltet das Unternehmen globale Märkte in diesem Bereich aktiv mit. Davon soll Senorics durch die Kooperation profitieren. ZEISS wiederum erhält durch den Einsatz der Senorics-Technologie die Möglichkeit, neue Anwendungen zu erschließen, die mit bisher im eignen Portfolio vorhandenen Technologien weniger gut zu realisieren sind.

„Dass ZEISS unsere Technologie für gut befunden hat und zukünftig nutzen möchte, trägt wesentlich dazu bei, das Vertrauen bei unseren Kunden zu stärken.“, so Dr. Ronny Timmreck, Geschäftsführer der Senorics GmbH. „Zudem ermöglicht uns die Zusammenarbeit mit ZEISS nicht nur Unterstützung bei der Entwicklung, sondern auch bei der Vermarktung unserer Technologie. Darüber hinaus ist die Kooperation mit ZEISS nach dem Closing unserer Seed-Finanzierungsrunde Ende 2018 ein weiterer zentraler Meilenstein für die langfristige Weiterentwicklung von Senorics.“

Über Sensorics:

Senorics ist eine Ausgründung der TU Dresden. Sie entwickelt die Technologien mit dem Ziel, spektroskopische Anwendungen zu miniaturisieren und Massenmarkt tauglich zu machen. Die neuartige Sensortechnologie von Senorics hat das Potential, die Messung von Inhaltsstoffen in einer Vielzahl von Feststoffen und Flüssigkeiten künftig mit Hilfe kleiner und kostengünstiger Geräte zu ermöglichen. Dabei könnte es sich zum Beispiel im Lebensmittel, Agrarprodukte, Kunststoffe oder Arzneimittel handeln. Spektroskopie ist eine zerstörungsfreie, optische Messmethode, mit der sich aus Strahlung – hier insbesondere von einem Gegenstand reflektiertes Licht – bestimmte Eigenschaften identifizieren lassen. Für den Einsatz dieser Technologie im industriellen Umfeld sind bisher technisch aufwendige und entsprechend kostenintensive Systeme nötig.

Über ZEISS:

ZEISS ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen der optischen und optoelektronischen Industrie. In den vier Sparten Industrial Quality & Research, Medical Technology, Consumer Markets und Semiconductor Manufacturing Technology erwirtschaftete die ZEISS Gruppe zuletzt einen Jahresumsatz von über 5,8 Milliarden Euro (Stand: 30.9.2018).

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