Wir stellen vor: Das erste Life-Science-Accelerator-Programm in Sachsen-Anhalt

Daniel Worch, Geschäftsführer der Univations GmbH, und Dr. Ulf-Marten Schmieder, Geschäftsführer der TGZ Halle GmbH und Bio-Zentrum Halle GmbH (Quelle: Univations)

Der erste „Life-Science-Accelerator“ in Halle ist erfolgreich gestratet. Bereits am 11. Juni 2019 ist der Pilot des ersten Accelerator-Programms in Sachsen-Anhalt mit dem Schwerpunkt auf Gründungsprojekte und Startups aus dem Life-Science-Bereich angelaufen.

Ein gemeinsames Programm, dass Startups aus Sachsen-Anhalt zum Erfolg verhilft

Wer ein Startup gründen möchte, der steht vor einem Berg an Herausforderungen. Oft fehlt das nötige Wissen und vor allem die Erfahrung, um sich allen Hürden zu stellen. Doch wenn die Zeit für den Markteintritt der Geschäftsidee reif ist, muss schnell Unterstützung her. In Halle ist jetzt das erste Accelerator-Programm gestartet.

Die Teilnehmer des Life-Science-Accelerator-Programms erwartet ein intensives Coaching. Über einen Zeitraum von vier Monaten wird die Entwicklung der Startups in allen Bereichen vorangetrieben, sodass diese fit sind um Kapital für ihr Vorhaben einzusammeln. Die Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt ermöglichen die Umsetzung des Projekts, das aus Mitteln der Europäischen Union gefördert wird.

Das Accelerator-Programm findet in Kooperation des Technologieparks Weinberg Campus, der Univations GmbH, dem Investforum Startup-Service und dem Projekt AIMS „Accelerate Innovation in Material- & Life-Science“ statt.

„Mit dem Life-Science-Accelerator wollen wir die Startups im Land gezielter unterstützen. Die Erfahrung dieses Pilot-Programmes wird in die Verstetigung des Angebotes fließen. Ziel ist es, ein gemeinsames etabliertes, branchenübergreifendes Programm zu entwickeln, das allen Startups in Sachsen-Anhalt zum Erfolg verhilft“, sagen Daniel Worch, Geschäftsführer der Univations GmbH, und Dr. Ulf-Marten Schmieder, Geschäftsführer der TGZ Halle GmbH und Bio-Zentrum Halle GmbH.

Der Life-Science-Accelerator besteht aus Präsenzzeiten am Technologiepark Weinberg Campus und individuellen Coachings. In Workshops bekommen die Teilnehmer das notwendige Know-how in den Bereichen Finanzierung, Personalführung, Unternehmensgründung, Vertrieb, Marketing, Internationalisierung und Kapitalakquise vermittelt. Das Programm ergänzt diese Inhalte um spezifisches Fachwissen, welches im Life-Science-Umfeld benötigt wird. Darin geht es vor allem um die Einstufung und Genehmigung von Medizin- und Pharmaprodukten und den Umgang mit Patientendaten.

Bis zum Investforum Pitch-Day, der am 19. September 2019 in Halle stattfindet, werden die Startups „Investor Ready“ sein. Das bedeutet, die benötigten Unterlagen wie Business- und Finanzplan liegen dann vor, mit der Kapitalakquise kann dann also sofort begonnen werden. Auf dem Investforum Pitch-Day präsentieren die Startups ihre Geschäftsidee vor über 70 Investoren.

Diese vier Startups sind bei dem Accelerator-Programm dabei:

In-Line ist ein Magdeburger Startup, welches sich mit der Entwicklung von Assistenzsystemen für die interventionelle Radiologie beschäftigt. Diese Systeme unterstützen Radiologen, indem sie nadelbasierte Prozeduren wie Biopsien zur Krebsdiagnose, Radiofrequenzablationen zur Krebsbehandlung und lokale Schmerztherapie mittels Medikamenteninjektion beschleunigen und sicherer machen.

Das Ausgründungsprojekt “neomento” des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen  e. V. an den Standorten Magdeburg und Berlin entwickelt hochinnovative Softwarelösungen für die Therapie einer Vielzahl psychischer Störungen, insbesondere Angst- und Suchtstörungen. Hierfür kombiniert neomento fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse aus der klinischen Psychologie mit den aktuellsten technologischen Entwicklungen im Bereich der virtuellen Realität und deren Erweiterungstechnologien (z. B. Eye-/Motion-Tracking) und schafft mit seinen Therapielösungen eine effizienzsteigernde Ergänzung zu traditioneller, kognitiver Verhaltenstherapie.

Die PerioTrap Pharmaceuticals GmbH aus Halle entwickelt eine selektive und kurative Therapie gegen Parodontitis. Die Behandlung der Krankheit erfolgt gezielt im Mundraum, sodass der Einsatz von Breitbandantibiotika nicht nötig ist.

Das Gründungsprojekt Trypco hat eine Plattformtechnologie entwickelt, die Antikörper für die Behandlung von Krebs in puncto Wirksamkeit und Stabilität verbessert.

Weitere Informationen gibt es hier.

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