Wie ist es eigentlich einen Startup Job zu haben?

Du bist auf der Suche nach einem Job und fragst dich, wie es ist bei einem Startup zu arbeiten? Wir haben bei Wundercurves nachgefragt. Du kannst sie und viele andere Startups auf der digitalen Job Fair der Startup SAFARI Leipzig treffen! (Quelle: Relax Commerce GmbH)

Am Anfang steht immer eine Idee. Es folgt die Gründung eines Unternehmens, um diese umzusetzen, und erfolgreich auf den Markt zu bringen. Doch das schaffen GründerInnen nicht alleine. Was sie brauchen ist ein Team das hinter ihnen und vor allem hinter dem Produkt steht. Auf der diesjährigen Job Fair der Startup SAFARI Leipzig könnt ihr Leipziger Startups treffen, die auf der Suche nach deiner Expertise sind. Mit dabei ist Wundercurves. Wir haben Recruiterin Verena gefragt, was es heißt für ein erfolgreiches Startup zu arbeiten. 

Verena, erzähl uns doch mal wie du selbst bei Wundercurves im Team gelandet bist. 

Startup Job Interview VerenaHey, ich bin Verena, und ich bin Werkstudentin bei dem große Größen Startup Wundercurves in Leipzig. Ich habe bevor ich hier angefangen habe, schon ein Praktikum im Personalbereich in Barcelona absolviert und gemerkt, dass mir die Aufgaben sehr viel Spaß machen. Zurück in Deutschland habe ich dann nach einer Werkstudenten-Stelle gesucht, und bin auf Wundercurves gestoßen. Das Konzept und die Themen Diversity und Fashion für alle Größen fand ich persönlich super spannend! Im Gegensatz zu den meisten konventionellen Unternehmen hatte ich in dem Startup von Anfang an die Möglichkeit meine Stunden flexibel einzuteilen, was als Studentin natürlich eine wichtige Rolle spielt. Außerdem erwarten größere Unternehmen häufig auch mehr Erfahrung. Die Arbeit in einem Startup gibt dir die Möglichkeit dich selbst auszuprobieren, und genau diese Erfahrungen zum Einstieg in den Beruf zu sammeln. 

Was sind deine Aufgaben als Recruiterin? 

Als Recruiterin bin ich neben der Organisation von Job-Messen und der Erstellung von Stellenausschreibungen vor allem für den reibungslosen Ablauf der Bewerbungsverfahren mit verantwortlich. Bei mir landen alle Bewerbungen die wir bekommen, und ich treffe dann zunächst eine Vorauswahl. Dazu gehört natürlich für eine gute User Experience Eingangsbestätigungen zu versenden. Wir bemühen uns sehr darum, den Bewerberinnen und Bewerbern innerhalb von zwei Wochen Rückmeldung zu geben. 

Wenn dieser Schritt getan ist, erstelle ich Zusammenfassungen für unsere jeweiligen Team-Leads. Unsere Teams sind in die Bereiche 

  • Business Administration,
  • Marketing (Online-Marketing, SEA, Google & Web Analytics), 
  • Social Media & Content, 
  • Shopmanagement, 
  • Daten & Qualitätsmanagement und 
  • Sales & Business Development

unterteilt. Von den jeweiligen Team-Leads bekomme ich dann das erste Feedback, wen wir zum Vorstellungsgespräch einladen. Ich melde mich dann bei den Bewerberinnen und Bewerbern zurück, und beginne damit die Vorstellungsgespräche vorzubereiten. Die sind bei uns immer so aufgebaut, dass die Bewerberinnen und Bewerber im ersten Teil schon einmal alles über das Startup erfahren, was für die ausgeschriebene Stelle wichtig ist. Im zweiten Teil geht es dann darum, die Bewerberinnen und Bewerber besser kennenzulernen.  

Im Anschluss an das Vorstellungsgespräch gibt es eine Feedback-Runde, es folgen je nachdem weiter Fragen die ich den Bewerberinnen und Bewerbern schicke und bald darauf auch im besten Fall die Zu- oder wenn es nicht so gut läuft leider auch Absagen. Danach übernimmt dann meine Kollegin Alina das Onboarding der brandneuen Teammitglieder. 

Startup Job Fair - Wundercurves Team
Das Wundercurves Team sucht Verstärkung! Ihr könnt sie auf der digitalen Job Fair im Rahmen der Startup SAFARI Leipzig treffen und eure Fragen stellen! (Quelle: Osthof Studio, Nick Putzmann)

Wie genau geht es dann für die neuen Teammitglieder weiter? 

Um das Onboarding kümmert sich zu Beginn immer das Business Administration Team. Am ersten Tag setzen wir uns dafür zusammen und das neue Teammitglied bekommt alle Zugänge die er oder sie für die zukünftige Arbeit benötigt. In den ersten Wochen gibt es dann regelmäßig Feedback Gespräche, dort können die Neuankömmlinge dann auch Wünsche äußern zu Arbeitsabläufen oder ähnlichem. Nach einem Monat gibt es dann ein Abschluss-Einstellungs-Gespräch, das bedeutet, dass die neuen TeammitgliederInnen alles mit an die Hand bekommen haben, was sie brauchen und selbstständig Aufgaben erledigen zu können. Natürlich sind sie vom ersten Tag an vollwertige TeammitgliederInnen, wie in einem Startup üblich gibt es bei uns nur sehr flache Hierarchien.

Damit die Teams zusammenwachsen finden bei uns auch regelmäßig gemeinsame Events statt, manche eher klassisch wie die Weihnachtsfeier oder ein Sommerfest. Wir essen fast täglich gemeinsam, zuletzt haben wir auch das Format “Brunch & Learn” eingeführt. Dabei vermitteln die Festangestellten beim gemeinsamen Brunchen den anderen TeammitgliederInnen Erfahrungen und Skills aus ihrem Aufgabenbereich. Das kann auch über die eigenen Aufgaben hinaus, oder für die Zukunft relevant sein.

Wir finden es super wichtig uns auch auf einer persönlichen Ebene kennenzulernen, und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Das stärkt den Zusammenhalt ungemein. 

Das klingt auf jeden Fall sehr stark nach dem, was man so über Startups hört! Wo unterscheidet ihr euch noch zu großen Unternehmen? 

Da muss ich als Erstes an das Thema Duzen denken. Wir setzen von Anfang an auf Persönlichkeit, und sprechen uns nur mit Vornamen an, stellen uns aber auch so vor. Bei uns kennt jeder jenen, und dadurch dass wir in einem großen Coworking Space eingemietet sind, entstehen auch über unser Team hinaus wertvolle Kontakte. Das ist auf jeden Fall ein großer Vorteil gegenüber einem traditionellen Unternehmen. 

Ich denke, dass sich der Bewerbungsprozess selbst aber gar nicht so sehr von denen in großen oder traditionellen Unternehmen unterscheidet. Was vermutlich anders ist, ist dass die Bewerberinnen und Bewerber nicht nur von flexiblen Arbeitszeiten profitieren, sondern auch von einer gewissen Flexibilität der Aufgabenbereiche im ganzen Team. 

Uns ist es besonders wichtig Leute einzustellen, die sowohl persönlich als auch fachlich zu unserem Startup passen. So achten wir darauf, dass auch Bewerberinnen und Bewerber die sich auf eine momentan besetzte Stelle bewerben die Chance bekommen, in einem anderen Bereich eingesetzt zu werden, wenn wir das Gefühl haben diese Person passt zu uns. 

Gibt es bei euch auch die berühmt-berüchtigten Benefits? 

Na klar! Unsere MitarbeiterInnen haben zum Beispiel immer die Möglichkeit auch Firmenlaptops zu bekommen. Und am “Meeting-Free-Wednesday”, aber auch sonst, wenn keine Termine anstehen, steht es allen frei von Zuhause aus zu arbeiten, das war auch schon vor der Corona-Krise so. 

In unsicheren Situationen wie jetzt haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kids zum Beispiel die Möglichkeit, wenn sie sonst an drei Tagen in der Woche gearbeitet haben, diese auf fünf Tage zu verteilen, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Das ist für uns selbstverständlich. Und auch niemanden werden Urlaubstage abgezogen oder sowas, wenn die Kid’s mal krank sind.   

Was nehmen Leute für die Zukunft mit, die in einem Startup arbeiten? 

Auf jeden Fall eine Steile Lernkurve. Das mag nach Klischee klingen, stimmt aber! Ich beobachte jeden Tag wie sich neue und alte TeammitgliederInnen entwickeln, aufgrund der Verantwortung die ihnen überlassen wird. Das gilt auch für die Werkstudierenden, ich bin ja selbst eine. Wir sind auf einem Level mit den Festangestellten und übernehmen genauso eigene Projekte. Wer schonmal in einem Startup gearbeitet hat, ist auf jeden Fall super vorbereitet für alles, was noch kommen wird.

Startup Job Fair LOGO

Was müssen Bewerberinnen und Bewerber mitbringen, die in einem Startup arbeiten möchten? 

Uns ist vor allem die Motivation und die Lernbereitschaft wichtig, und ich denke das geht allen Unternehmen so, egal ob Startup oder nicht. Wir legen Wert darauf, dass sich neue TeammitgliederInnen darüber bewusst sind, dass es in einem Startup auch mal mehr zu tun gibt, als die Jobbeschreibung hergibt, und dass nicht immer pünktlich um 17 Uhr Schluss ist. Wir nennen das “die extra Meile gehen”. Dafür hat man die Möglichkeiten an anderen Tagen auch mal eher Feierabend zu machen, wenn weniger zu tun ist. Die Begeisterung für das Unternehmen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für uns und sicherlich auch für andere Startups. 

Auf der Startup SAFARI Job Fair können Bewerberinnen und Bewerber sich mit uns auch zu diesen Themen austauschen. Die Job Fair findet ja dieses Jahr digital statt, von daher wird es wohl so etwas wie “Breakout Rooms” geben, und in einem von den warten wir auf alle, die uns kennenlernen wollen und Bock auf einen coolen Startup-Job haben!

Würdest du dich nochmal für ein Startup Job entscheiden? 

Das ist eine gemeine Frage (lacht). Nur wegen der Erfahrung würde ich auch mal in einem großen Unternehmen arbeiten wollen, aber aufgrund der positiven Erfahrung würde ich mich auch immer wieder bei einem Startup bewerben! 


Danke Verena! Ihr könnt Verena und das Wundercurves Team am 28. und 29. Mai im Rahmen der Startup SAFARI Job Fair kennenlernen, und ihnen all eure Fragen stellen. Im Moment sucht Wundercurves übrigens unter anderem PraktikantInnen und WerkstudentInnen in den Bereichen Business Development und Controlling und Grafikdesign und Mediengestaltung. Schaut einfach hier vorbei!

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