Der Weihnachtsbaum im Topf – Das ist baumkind aus Dresden

Baumkind_Gründer
Weniger Stress, und mehr Nachhaltigkeit zum Weihnachtsfest. Die Gründer Moritz Kormann und Nick Dühr liefern mit ihrem Startup baumkind Weihnachtsbäume im Topf, und nutzen sie nach dem Fest für die lokale Aufforstung. (Quelle: Baumkind)

Alle Jahre wieder – ist für die meisten Weihnachtsbäume nach dem Fest Schluss. Nach mühevoller Aufzucht und kurzem prunkvollem Aufenthalt in unseren Wohnzimmern, enden sie dann nach dem Fest meistens auf dem Holzhaufen für das Osterfeuer. Das frisch gegründete Startup baumkind aus Dresden will mit Weihnachtsbäumen im Topf diesem Brauch ein Ende setzen, und für mehr Nachhaltigkeit sorgen.

„Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, dieses Jahr lebst du weiter!“ – baumkind

Moritz Kormann und Nick Dühr haben im September diesen Jahres baumkind gegründet. Sie liefern auf Wunsch Nordmanntannen im Topf zu ihren KundInnen nach Hause, und holen diese im dann im Januar wieder ab. Danach pflanzen sie die Bäume in einem Waldgebiet in der Nähe von Dresden wieder ein. Gemeinsam mit Laubbäumen wachsen sie dort zu einer Mischwaldkultur heran und bilden so neuen Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Die beiden Gründer sind nicht die ersten, die auf die Idee gekommen sind Weihnachtsbäume im Topf anzubieten. Als sich Nick das erste Mal mit der Thematik beschäftigt hat, hat er herausgefunden, dass die wenigen Versuche die es in Deutschland bisher in dieser Nische gegeben hat daran gescheitert sind, dass die Bäume den jährlichen Wechsel aus dem warmen Wohnzimmer zurück in die Kälte nicht verkraftet haben. Deshalb haben er und Moritz sich dazu entschlossen, die Bäume nur für jeweils eine Periode in die Wohnzimmer ihrer KundInnen zu bringen, und sie danach zur Aufforstung zu nutzen. Denn auch in Deutschland ist Waldsterben ein ernstes Problem. Utopia berichtet zum Beispiel, dass die Autoren des „Waldzustandsberichts“ im Jahr 2009 zu dem Ergebnis kamen, dass mehr als 70 Prozent der Eichen und Buchen und mehr als 50 Prozent der Nadelbäume in einem schlechten Zustand waren. Außerdem ist nicht jeder Baum im Topf auch überlebensfähig. Oft werden Bäume ausgegraben und eingetopft, was sie in den seltensten Fällen überleben. Bäume hingegen, die bereits im Topf heran wachsen, können im Nachhinein wieder eingepflanzt werden.

Für mehr Nachhaltigkeit zum Weihnachtsfest

Vor den beiden Gründern steht eine spannende Zeit. Auch wenn Moritz bereits Erfahrung als Gründer mitbringt, ist ihr Geschäftsmodell für beide neu. In den kommenden zwei Wochen wird sich zeigen, ob ihr Konzept funktioniert. Ausgeliefert wird in Leipzig und Dresden an mehreren Tagen. Die Routen sind so geplant, dass so wenig Emissionen wie möglich entstehen. Bisher sind sie mit Lieferung und Abholung bei 3-4 Kilometern Pro KundIn. Im neuen Jahr sollen dann auch Halle, Erfurt, Weimar, Jena, Nürnberg, Fürth und Erlangen angefahren werden.

Gegründet haben die beiden Studierenden das Startup mit Eigenkapital. Für die Lieferung eines Baumes berechnen sie je nach Größe des Baumes (1,20 – 1,80 Meter) zwischen 75 und 95 Euro. Das klingt zunächst vielleicht viel, jedoch sind hier auch die sozialen Kosten des Businessmodells enthalten. baumkind kompensiert alle zusätzlichen Emissionen mit der Investition in weitere Aufforstungsprojekte. Und einem Baum ein langes Leben zu schenken und somit einen Beitrag zur regionalen Aufforstung zu leisten ist schließlich besonders wertvoll.

Wann wird der Baum geliefert?

Zur Lieferung bietet das Startup zwei Wochenenden im Dezember an, ein Wochenende liegt schon hinter ihnen. Am 21. und 22. Dezember werden noch Bäume ausgeliefert, für Kurzentschlossene aus Dresden auch noch am 23. Dezember. Den genauen Lieferzeitraum (3-4 Stunden) lassen euch die Gründer per E-Mail zukommen.

Damit der Baum die Feiertage auch gut übersteht, hat baumkind eine Pflegeanleitung zusammengestellt.

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