Watttron im Startup Portrait

Watttron

Heute möchten wir euch Watttron etwas näher vorstellen – eine Startup Ausgründung vom Institut für Verarbeitungsmaschinen und Mobile Arbeitsmaschinen der Technischen Universität Dresden und dem Fraunhofer Institut für Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik Dresden.

Gegründet wurde das Unternehmen erst im Februar letzten Jahres, konnte aber bereits einige Preise absahnen. So zum Beispiel den deutschen Verpackungspreis und den IQ Innovationspreis 2017. Das Gründerteam setzt sich aus den drei Maschinenbauern Dr. Sascha Bach, Ronald Claus und Marcus Stein (Entwickler der Technologie) und der Volkswirtin Michaela Wachtel zusammen. Inzwischen beschäftigt Watttron sogar 6 Festangestellte und mehrere studentische Hilfskräfte bzw. Praktikanten.

Watttron

Watttron entwickelt und produziert ein Heizsystem namens cera2heat, welches 30% Material und Energie bei der Herstellung von Kunststoffverpackungen einspart. Wenn man bedenkt, das jährlich allein in Europa rund 3,5 Mio. Tonnen thermogeformte Verpackungen (vom Joghurtbecher über die Blister-Verpackung für Tabletten bis zur Umverpackung von technischen Produkten) produziert werden, ist das Einsparpotential gewaltig. „Einer unserer Pilotkunden bezeichnete unsere Innovation als technologische Revolution, auf welche die Lebensmittelindustrie und Verpackungsmaschinenhersteller seit zwanzig Jahren gewartet haben“, erklärt Marcus Stein stolz.

Finanziert wird das Unternehmen mit dem EXIST Forschungstransfer und einem weiteren Privatinvestor. Zu Watttron’s Kunden gehören größtenteils Hersteller, die ihre Produkte im Werk verpacken, beispielsweise Hersteller aus der Lebensmittel- und der Hygienemittel-Branche. Hier bietet Watttron Nachrüstlösungen für cera2heat in bestehende Maschinen an. Auch Hersteller von Verpackungsmaschinen zählen zu den Kunden. Dort möchte das Unternehmen ihr Heizsystem gleich in neue Maschinen einbringen. Im nächsten Schritt möchte Watttron aber auch andere Märkte, die bereits großes Interesse signalisiert haben, aufrollen. Hierzu gehören u.a. die Pharmaindustrie, die Mikroelektronik und die Automobilbranche.

Auf die Frage, wo das Unternehmen in 3 Jahren stehen möchte, sagte Michaela Wachtel: ,,An erster Stelle möchten wir natürlich, dass in drei Jahren cera2heat und auch das Derivat cera2seal in Serie bei vielen Kunden eingesetzt wird. Parallel dazu möchten wir den Einsatz der Technologie für andere Anwendungsfelder weiter entwickeln. Wenn wir durch stabile Umsätze die Mitarbeiterzahl kontinuierlich erhöhen können, ist dies ebenfalls ein Teilerfolg für uns, da wir helfen möchten gut ausgebildeten Arbeitskräften eine berufliche Perspektive in der Dresdner Umgebung zu bieten.’’

Watttron

Watttron ist zudem sehr um die Motivation seiner Mitarbeiter bemüht und versucht durch kleine Anreize den Arbeitsalltag interessant und angenehm zu gestalten. Mit dem Preisgeld des IQ Innovationspreises wurde beispielsweise ein schöner Kaffee-Vollautomat für die Belegschaft gekauft, der auf Wunsch nicht nur normalen Café, sondern auch Cappuccino und Latte Macchiato zubereitet. Eine kleine Geste mit einer großen Wirkung: Nämlich einem guten Start in den Tag.

Wir wünschen Watttron weiterhin viel Erfolg und sind gespannt wie die Erfolgsgeschichte weitergeht.