In Leipzig wurde am Donnerstag der Sächsische Gründerinnenpreis 2025 verliehen – eine Auszeichnung, die erfolgreiche Unternehmerinnen im Freistaat würdigt und ihr Engagement sichtbar macht. In diesem Jahr überzeugten insbesondere zwei Startups, die mit ihren Unternehmen wichtige Impulse im Gesundheitswesen und im Onlinehandel für Lebensmittel setzen. Aus insgesamt 45 Bewerbungen kürte eine neunköpfige Jury die Gewinnerinnen in den beiden Kategorien Neugründung und Wachstum.
„Wir feiern starke Frauen, die sich in Sachsen unternehmerisch engagieren“
Gleichstellungsministerin Petra Köpping würdigte die Preisträgerinnen persönlich und betonte die gesellschaftliche Bedeutung ihres Engagements:
„Wir feiern heute nicht nur den Sächsischen Gründerinnenpreis 2025 – wir feiern vor allem starke Frauen, die sich in Zeiten globaler wirtschaftlicher und weltpolitischer Veränderung mit beeindruckendem Engagement im Freistaat Sachsen unternehmerisch einsetzen.“
Kategorie Neugründung: Dr. Babett Baraniec – Krebs Campus
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Preisübergabe Dr. Babett Baraniec
In der Kategorie Neugründung wurde Dr. Babett Baraniec mit ihrem Leipziger Sozialunternehmen Gesundheitsedukation Babett Baraniec & Sebastian Miedtank GbR – Krebs Campus ausgezeichnet.
Der Krebs Campus bietet eine digitale Begleitplattform für Krebspatientinnen, -patienten und Angehörige, die mit:
- evidenzbasierten Lernmodulen
- Selbstmanagement-Tools
- einem therapiebegleitenden Tagebuch
- Checklisten für Arztgespräche
- sowie einer moderierten Online-Community
durch alle Therapiephasen führt.
Das 2023 gegründete Unternehmen vereint patientenzentrierte Aufklärung, psychosoziale Unterstützung und digitale Teilhabe – und entlastet gleichzeitig das Gesundheitssystem. Zudem schafft die Gründerin bewusst Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.
Kategorie Wachstum: Elisa Röhr – 1mal1japan GmbH
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Preisübergabe Elisa Röhr
In der Kategorie Wachstum ging der Preis an Elisa Röhr, Gründerin der Dresdner 1mal1japan GmbH. Ihr Unternehmen bietet japanische Kochboxen, Zutaten und Getränke über einen eigenen Onlineshop und Handelsplattformen an.
Was als Idee während der ersten Elternzeit begann, hat sich heute zu einer führenden Plattform für japanische Küche im deutschsprachigen Raum entwickelt:
- über 400.000 monatliche Nutzerinnen und Nutzer,
- ein stetig wachsendes Sortiment,
- saisonale Boxen, Aktionen und Geschenkideen,
sowie die eigene Marke „Fujiman“, deren Zutaten bewusst regional oder innerhalb Europas produziert werden.
Alle Bestellungen werden direkt aus Sachsen verschickt, ohne Zwischenhändler – und mit besonderem Fokus auf ökologische Verpackungen und soziale Verantwortung.
Über den Sächsischen Gründerinnenpreis
Der Sächsische Gründerinnenpreis wird seit 2008 jährlich vergeben und richtet sich an Unternehmerinnen, die ein Einzel- oder KMU führen oder kürzlich übernommen haben. In diesem Jahr wurden Auszeichnungen in zwei Kategorien vergeben:
- Neugründung (Unternehmen jünger als drei Jahre)
- Wachstum (Unternehmen länger als drei Jahre am Markt)
Beide Preise sind mit 5.000 Euro dotiert.
Mit dieser Auszeichnung zeigt die Sächsische Staatsregierung, wie wichtig die Sichtbarkeit und Förderung von Gründerinnen für die wirtschaftliche Entwicklung des Freistaats ist – und dass starke Frauen die Innovationskraft Sachsens maßgeblich mitgestalten.
