UniNow – dein ganzes Studium in nur einer App

Uninow

Mit UniNow hast du Zugriff auf alle wichtigen Infos rund ums Studium – und das in nur einer App! Egal ob Stundenplan, Mensa-Menü oder Prüfungsergebnisse. Wir haben mit einem der Gründer gesprochen um mehr über die App Entwicklung und dessen Gründergeschichte zu erfahren.

Hallo Tobias, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst für ein Interview. Bitte stell dich doch unseren Lesern kurz vor.

Ich bin, gemeinsam mit Stefan Wegener, Gründer von UniNow und wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit unserer App die Organisation des Studiums und die Karriereplanung für Studierende zu vereinfachen. Stefan und ich haben uns während unseres Studiums an der Universität Magdeburg kennengelernt und waren frustriert von den Serviceangeboten, die nicht nur auf vielen unterschiedlichen Plattformen verstreut waren, sondern auch sehr unübersichtlich. Außerdem hatten wir uns eine mobile Anwendung gewünscht. Da es so etwas damals noch nicht gab, haben wir eine App entwickelt, die alle Funktionen, die wir täglich brauchten, in einer App übersichtlich bündelte. Das kam so gut an, dass wir uns entschlossen haben, diesen Service allen Studenten anzubieten.

Worum geht es genau bei UniNow? Was sind die Vorteile für Studenten und Universitäten?

Die App UniNow vereint alle wichtigen Funktionalitäten, die Studierende täglich für ihr Studium brauchen in einer App. Wir legen dabei einen großen Wert auf Einfachheit und Nutzerfreundlichkeit. Um einige Möglichkeiten zu nennen: es kann ein überschneidungsfreier Stundenplan erstellt werden, Prüfungsergebnisse können abgerufen und der Mensaspeiseplan kann geprüft werden oder auch Uni-Mails können gelesen werden. Zudem bieten wir neuerdings interessante Jobs wie Werkstudentenstellen, Praktika und sogar Festanstellungen. Für die Studierende ist dies der perfekte und einfachste Zugang zu allen wichtigen Informationen im Studium. Für Hochschulen ist UniNow eine tolle Möglichkeit ihr Service-Angebot für Studierende zu erweitern. Wir arbeiten gerade ein Hochschulkooperationsprogramm aus, in dem wir gemeinsam mit den teilnehmenden Hochschulpartnern den Funktionsumfang erweitern.

Wie reagieren Hochschulen und Unis auf die App? Waren sie anfangs skeptisch?

Die meisten reagieren erst einmal neutral auf unsere App, einige sind eher verhalten und einige finden unseren Service innovativ und toll. Wir haben inzwischen über 190 Hochschulen angebunden, an denen wir den Studenten im Alltag mit der App UniNow helfen. Anfangs haben wir einige Hochschulen mit unserer Geschwindigkeit überrascht und verunsichert, wodurch in einzelnen Fällen vor der Nutzung der App gewarnt wurde. Es ging inhaltlich darum, dass die Zugangsdaten über unseren Server gesendet wurden und dieser Vorgang gegen die hochschuleigenen Benutzerordnungen verstoßen würde. Wir haben uns daraufhin mit einigen Hochschulvertretern getroffen und eine Lösung vorgestellt, mit der keine Zugangsdaten mehr über unsere Server gesendet werden müssen. Diese Lösung wurde von fast allen Hochschulen akzeptiert. Einige Hochschulen haben daraufhin die Warnungen zurückgenommen. Vereinzelt haben Hochschulen die Warnungen immer noch im Netz, interessanterweise werben diese dann häufig zeitgleich für ihre eigene App. Uns freut es aber, dass wir trotzdem viele Nutzer an diesen Hochschulen haben. Wir sind gerade mitten in einem Prüfverfahren für die Zertifizierung durch den TÜV, der uns die IT-Sicherheit und die Einhaltung des Datenschutzes bescheinigt. Wir hoffen, die Bedenken gegenüber unserer App damit endgültig zu beseitigen. Die Mehrheit allerdings, betrachtet UniNow inzwischen sehr positiv und wir freuen uns darauf, mit den Hochschulen zusammenzuarbeiten.

Wie sieht die Zukunft von uninow aus?

Hoffentlich sehr rosig, zumindest arbeiten wir hart daran. Letztes Jahr haben wir mit 10 Hochschulen begonnen, heute unterstützen wir Studierende an über 190 Hochschulen und werden dieses Jahr UniNow in weiteren Ländern anbieten. Zudem arbeiten wir gerade an einem großen Update, das wir schon sehr bald veröffentlichen werden. Das wird sehr spannend!

Welche Vorteile seht ihr im Standort Magdeburg für Startups?

Der Standort Magdeburg entwickelt sich noch, das macht es jungen Startups nicht unbedingt einfach. Es gibt gegenüber den Gründermetropolen wie Hamburg, München oder Berlin noch keine groß etablierte Startup-Szene, in der man sich untereinander austauschen und voneinander lernen kann. Dennoch gibt es aber auch einige Vorteile, wie z.B. eine größere regionale Sichtbarkeit, die besonders für die Rekrutierung neuer MitarbeiterInnen hilfreich ist. Vor allem immer mehr junge Leute entscheiden sich dafür in einem Startup zu arbeiten. Für diejenigen, die gezielt nach einem Job in einem Startup in der Region suchen, sind wir dann häufig automatisch die erste Anlaufstelle. Ein weiteres Plus sind die Mietpreise, die im Vergleich zu den Gründermetropolen günstiger sind. So kann man sich schon recht früh ein cooles Office leisten, das dem Team mehr Freiraum bietet und den Arbeitsplatz für zukünftige MitarbeiterInnen attraktiver macht.

Gab es besonders große Herausforderungen, die ihr als Team überwinden musstet und wie habt ihr diese gelöst?

Es gibt ständig große Herausforderungen – das ist wohl einer der zentralsten Punkte beim Gründen. Das anfängliche Akzeptanzproblem der Hochschulen war sicherlich so eine Situation. Es gibt aber immer wieder Phasen, in denen gefühlt etwas Unmögliches gemeistert werden muss. Wichtig ist es gerade dann nicht aufzugeben, sondern mit Ruhe nach einer Lösung zu suchen und diese dann auch sehr schnell umzusetzen. Heute gehen wir mit schwierigen Situationen gelassener um, da wir bereits einige erfolgreich überwunden und so eine Menge Selbstvertrauen gewonnen haben.

Welche Ratschläge könnt ihr anderen jungen Gründern aus eigenen Erfahrungen mit auf den Weg geben?

Unser erster Ratschlag ist: Nicht alleine gründen! Der Weg ist nicht immer einfach, im Gegenteil, und daher ist es unheimlich hilfreich sich mit jemanden austauschen zu können, der alle Facetten des Startups kennt. Dabei geht es nicht nur um strategische Entscheidungen, sondern auch darum sich in Zeiten, in denen es nicht nach Plan läuft gegenseitig Halt zu geben. Außerdem ist es super wichtig möglichst viel Feedback zur Geschäftsidee einzuholen und viele Dinge frühzeitig auszuprobieren, Ergebnisse zu hinterfragen und ständig dazuzulernen. Grundsätzlich denken wir, je früher man Fehler macht, desto einfacher ist es diese zu korrigieren.

Lieben Dank Tobias für deine offenen Worte und das hilfreiche Feedback! Wir sind gespannt und wünschen euch weiterhin viel Erfolg!