TGFS investiert in Leipziger App zur Pflegedokumentation

App zur Pflegedokumentation
Das Leipziger Startup sciendis kann sich über ein Investment des TGFS freuen. Die App Wundera soll die Prozesse in der Dokumentation von Pflegebedürftigen digitalisieren und somit erleichtern. (Quelle: sciendis GmbH)

Via Pressemitteilung hat das Leipziger eHealth-Startup sciendis ein Investment im sechsstelligen Bereich bekannt gegeben. Beteiligt hat sich der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS). Mit dem Investment will das Startup eine App zur Pflegedokumentation entwickeln und auf den Markt bringen. Diese soll die digitale und teilautomatisierte Dokumentation der Behandlung und Versorgung chronischer Wunden wie offenen Beinen oder Dekubitus in Pflegeheimen erleichtern.

Für eine bessere Pflegedokumentation mit weniger Fehlern

In Pflegeheimen werden heutzutage noch immer die meisten Arbeitsprozesse in der Dokumentation mit der Hand ausgeführt. Im Fall von PatientInnen bei denen Wunden versorgt werden müssen bedeutet das, handschriftliche Daten müssen in einem langwierigen Prozess in den Computer eingegeben werden. Hier passieren aus den verschiedensten Gründen oft Fehler. Wundera soll signifikant dabei helfen, solche Fehler bei der Übertragung der Daten sowie daraus folgende Fehlentscheidungen zu reduzieren. Zudem hat das Pflegepersonal durch die Nutzung der App mehr Zeit für die aktive Betreuung der Patienten.

Die Daten werden sprachgesteuert in der App erfasst und direkt in das bestehende Pflegedokumentationssystem übertragen. Dadurch entfällt eine zusätzliche Bearbeitung. Der Dokumentationsprozess ermöglicht so eine optimale und durchgängige Behandlung und Einschätzung der Wunden, wodurch das Pflegepersonal effizienter arbeiten kann.

Investment für die Produktentwicklung und den Markteintritt

Die Gründer Michael Aleithe (CEO) und Philipp Skowron (CTO) kamen auf die Idee zu der App, weil Pflegebedürftige im Familienkreis davon betroffen sind:

„Wir wollen mit unserer App das Pflegepersonal entlasten und den administrativen Aufwand minimieren, damit mehr Zeit für den Menschen bleibt. In einer zunehmend vernetzten Welt finden wir es wichtig, die unterschiedlichen Akteure im Gesundheitswesen und der Pflege in zukunftsweisende Entwicklungen aktiv einzubeziehen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19-Situation kann man das nicht genug betonen. Perspektivisch wollen wir unser System auf weitere Bereiche im Gesundheitssystem ausrollen.“

Friedemann Stier, Investment Director beim TGFS:

„Ich freue mich besonders, dass auch in der Corona-Krise junge Unternehmer bereit sind, das Wagnis einer Unternehmensgründung einzugehen. Auch wir investieren aufgrund der aktuellen Lage sehr vorsichtig. Wir sehen jedoch ein großes Potential in sciendis und haben uns daher für das Investment entschieden.“

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

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