Mit ihren polymerbasierten Additiven zählt die Polytives GmbH aus Rudolstadt zu den innovativen Impulsgebern einer nachhaltigeren Kunststoffindustrie. Das junge Unternehmen entwickelt seit 2020 maßgeschneiderte Zusatzstoffe, die Verarbeitungsprozesse optimieren, Ressourcen schonen und gleichzeitig die Materialqualität erhöhen. Ein Ansatz, der zeigt: Nachhaltigkeit beginnt bereits in der Molekularstruktur.
Additive mit Zukunftspotenzial
Im Zentrum der Polytives-Technologie stehen polymere Additive, die gezielt Viskositäten senken, die Effizienz von Produktionsanlagen steigern und Qualitätsunterschiede minimieren. Diese Innovation eröffnet der Kunststoffverarbeitung neue Spielräume – technisch wie ökologisch.
„Für uns ist Nachhaltigkeit nicht nur ein wirtschaftliches Konzept, sondern Ausdruck einer kulturellen Verantwortung, die tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist“, erklärt Oliver Guntner, Qualitätsmanager bei Polytives.
Polytives GmbH
Nachhaltigkeit als Unternehmensprinzip
Als produzierendes Industrieunternehmen nimmt Polytives seine ökologische Verantwortung ernst. Die CO₂-Bilanz wird systematisch erfasst, kompensiert und perspektivisch weiter reduziert. Neben dem Fokus auf Energie- und Ressourceneffizienz setzt das Unternehmen konsequent auf regionale Wertschöpfung – mit kurzen Lieferwegen, enger Vernetzung in Thüringen und der aktiven Einbindung lokaler Dienstleister.
„Thüringen bietet uns ein starkes Netzwerk und verlässliche Partner – ideale Bedingungen für unsere Entwicklung“, so Guntner. Unterstützungsinitiativen wie das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) und das Thüringer Zentrum für Existenzgründung und Unternehmertum (ThEx) spielen dabei eine zentrale Rolle.
Work-Life-Balance als Erfolgsfaktor
Auch die soziale Nachhaltigkeit steht im Fokus. Trotz hoher Anforderungen achtet das Unternehmen auf eine gesunde Work-Life-Balance – ein Aspekt, der gerade in wachsenden Teams essenziell ist. Die gelebte Unternehmenskultur wird zur Grundlage für gemeinsames Wachstum.
Vom Workshop zur Strategie
Um die eigene Nachhaltigkeitsstrategie weiter zu entwickeln, nahm Polytives im Frühjahr 2025 am Workshop „Von der Idee zum Nachhaltigkeitskonzept“ von ThEx Zukunftswirtschaft teil.
„Für Einsteiger wirkt Nachhaltigkeit schnell wie ein undurchdringlicher Dschungel. Der Workshop hat uns geholfen, mit dem richtigen Kompass durch das Thema zu navigieren – statt mit der Machete“, resümiert Guntner. Die praxisnahe Wissensqualifizierung bot Orientierung, Austausch und konkrete Werkzeuge – ein wichtiger Schritt für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.
Ausblick: Standards statt Überregulierung
Mit Blick auf die Zukunft der Branche sieht Polytives in intelligenten, unternehmerisch gedachten Standards den Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit – statt in überbordender Regulierung. Themen wie Stoffstrommanagement, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft werden weiterhin an Bedeutung gewinnen.
Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – und jetzt
Für Unternehmen, die ihren Weg in Richtung Nachhaltigkeit beginnen wollen, hat Guntner einen klaren Rat: „Einfach anfangen. Oft wird mehr getan, als man denkt – wichtig ist, das bewusst zu machen und weiterzuentwickeln.“
ThEx Zukunftswirtschaft unterstützt genau dabei – mit kostenlosen Workshops und Tools wie dem Nachhaltigkeits-Check, der gemeinsam mit Unternehmen erste Potenziale sichtbar macht.
