Startup Safari Leipzig 2019 – Was wir mitgenommen haben

Marco Weicholdt und Dr. Eric Weber beim Auftakt der Startup Safari Leipzig 2019 im SpinLab (Foto: Patrick Bauer)

Am 23. und 24. Mai fand zum fünften Mal die Startup Safari Leipzig statt. An mehreren Standorten öffneten sich Türen von Leipziger Jungunternehmen, die Einblick in ihren Alltag gaben. 

Es gibt viele Gründe, warum die Menschen in Leipzig ihre Stadt so sehr schätzen. Für Jungunternehmen spielt vor allem die Kreativität der City eine ganz entscheidende Rolle. Dies ist nur eine von vielen Erkenntnissen der diesjährigen Startup Safari Leipzig. Zwei Tage lang haben sich zum fünften Mal die Türen von Leipzigs Startup-Szene geöffnet. Startups haben Einblick gewährt in ihre Strukturen und Abläufe, Ideen und Visionen und nicht zuletzt auf die Menschen hinter diesen. Mehr als 250 Besucher und über 30 junge Unternehmen haben an dem Event teilgenommen. Wir haben die wichtigsten Eindrücke zusammengefasst, und Nextbike Gründer Ralf Kalupner nach seinen Big 5 – Tipps für Gründerinnen und Gründer gefragt.

Auf der Spur von potenziellen Mitstreitern  

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht jedes Jahr die Vernetzung der wirtschaftlichen Akteurinnen und Akteure der Stadt. Im Rahmen der zahlreichen Vorträge und Workshops ging es nicht nur darum sich fachlich weiter zu bilden, sondern auch darum sich gegenseitig kennen zulernen. Auf potenzielle Businesspartner zu treffen und mit ihnen gemeinsam neue Ideen zu entwickeln, oder aber die richtigen Leute für ein bestehendes Team zu finden, das sind für die Organisatoren die Kernpunkte der Startup Safari.

Ein Teil der Veranstaltungen haben in den Hotspots der Leipziger Szene, dem Spinlab, dem Social Impact Lab und dem Basislager stattgefunden. Hier haben sich Absolventen, Jobsuchende und Gründungsinteressierte über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten informiert und sind mit den ansässigen Startups in direkten Austausch gekommen. Zusätzlich haben einige der Startups auch in ihre Büros in der ganzen Stadt eingeladen. Hier wurde vor allem über digitale Geschäftsmodelle und die Mobilisierung von jungen Unternehmen gesprochen. Am freitag Nachmittag sind schließlich Startups, die auf der Suche nach Verstärkung sind während der Job Fair von Glocal Leipzig auf motivierte Absolventen gestoßen.    

Impressionen von der Startup Safari Leipzig 2019

Foto Credits: Patrick Bauer

Frischer Wind für Stadt und Wirtschaft

Till Seifert (Basislager), der die diesjährige Startup Safari Leipzig zusammen mit vielen freiwilligen Helfern organisiert hat, findet dass Startups frischen Wind in die Wirtschaft bringen. Sie bringen nicht nur neue Ideen mit sich, sondern können diese auch erfolgreich umsetzen, da sie losgelöst von bestehenden Unternehmenskulturen und Technologien sind. So können beispielsweise Kommunikationswege neu gedacht werden und junge Unternehmen können sich komplett neu definieren.  

Das hat sich besonders Inhaltlich in den Themen der Vorträge und Workshops widergespiegelt. Während der Sessions haben die Startups Fragen wie “Brauchen wir eine neue Form des Journalismus?”, “Wie lässt sich Logistik digitalisieren?” oder “Sind wir schlauer als künstliche Intelligenz?” in den Raum geworfen und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert. 

Im Bezug auf die Stadt sind sich die Gründerinnen und Gründer einig, warum sie sich Leipzig ausgesucht haben:

“Wir haben uns für Leipzig entschieden, weil es eine extrem gute Infrastruktur hat. Man hat hier ganz viele verschiedene Unis, man hat immer Leute die gerade einen Job suchen, das ist natürlich als Startup praktisch, da man immer neue junge, helle Köpfe findet. Außerdem ist hier der Austausch viel enger, als zum Beispiel in Berlin.”, erzählt Tiffany La, Mitgründerin von Wundercurves.

Die Big 5 für alle Gründerinnen und Gründer

Zum Auftakt der Veranstaltung hat Nextbike Gründer Ralf Kalupner von seinen Erfahrungen erzählt. Das sind übrigens seine Big 5 Tipps für alle Startups und die, die es werden wollen:

Nummer 1: Es gibt nichts besseres als eine gute Idee

Besonders wichtig für angehende Gründerinnen und Gründer ist es laut Kalupner, sich die Fähigkeit zu erhalten gute Ideen zu haben. Bei allem was rund um eine Gründung und später auch dem Startup-Alltag anfällt rät er, den Fokus stets darauf zu legen.

Nummer 2: Eine gute Idee muss richtig bewertet werden

Damit eine gute Idee am Ende auch die beste Idee ist, muss sie richtig bewertet werden. Das bedeutet, eine Idee vor allem kritisch zu hinterfragen und herauszufinden, ob es nicht doch eine noch bessere Lösung gibt. Wer sich auf die erstbeste Idee versteift, der läuft Gefahr am Ende vielleicht nur die zweitbeste Idee gehabt zu haben.

v.L.: Basislager Leiter Marco Weicholdt, Nextbike Gründer Ralf Kalupner und Clemens Schülke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung (Foto: Patrick Bauer)

Nummer 3: Die richtigen Leute finden

Der Nextbike Gründer spricht aus eigener Erfahrung wenn er jedem der ein Startup Gründen möchte dazu rät, sich von Anfang an die richtigen Leute mit ins Boot zu holen. Das gilt sowohl für Mitarbeiter als auch für Partner. Sein Tipp: Sich auf das eigene Bauchgefühl verlassen. Es hilft, wenn die Persönlichkeit des Partners das Gegenstück zu der eigenen bildet. Am wichtigsten ist hierbei der Faktor Vertrauen.  

Nummer 4: Netzwerken

Wer die richtigen Leute finden will, der muss den Mut haben diese auch direkt anzusprechen. Auch im Hinblick auf Investoren rät Kalupner herauszufinden, wer Entscheidungen zu treffen hat und genau auf diese Person direkt zu zugehen. Das spart Energie und Zeit.

Nummer 5: Der Spur des Geldes folgen  

Wer in Deutschland  trotz der zahlreichen Fördermöglichkeiten keinen Investor findet, der soll laut Kalupner auch im Ausland nach potenziellen Geldgebern suchen. Dort sei die Risikobereitschaft höher und man habe erkannt, dass die Zukunft die größten Potenziale birgt. Hier sei es außerdem wichtig direkt an die Investoren mit den “tiefen Taschen” heranzutreten.  

Wer jetzt Lust bekommen hat auch mal mit Startups in ihrer natürlichen Umgebung in Kontakt zu kommen, der kann am 12. und 13. Juni an der Startup Safari in Halle teilnehmen. 

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