Scrum – Wie agil ist die Projektmanagement Methode?

Agiles Projektmanagement ohne Scrum? Kaum mehr vorzustellen. Doch wie genau funktioniert die Scrum Methode und für wen ist sie wirklich relevant? 

Was bedeutet Scrum? 

Aus dem englischen übersetzt bedeutet Scrum „das Gedränge“. Der Begriff stammt ursprünglich von der Sportart Rugby. So genannte Scrum-Projekte werden bereits seit den 90er Jahren durchgeführt. Durch die hohe Erfolgsquote der Methodik, hat diese in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen und findet in den unterschiedlichsten Bereichen Anwendung. Ursprünglich entwickelt in der Softwaretechnik, findet Scrum heute vor allem Anwendung im Projektmanagement des Lean Development. Die offizielle Definition durch Ken Schwaber und Jeff Sutherland, welche sie 2001 in ihrem Scrum-Guide aufgestellt haben lautet wie folgt:
„Scrum: Ein Rahmenwerk, innerhalb dessen Menschen komplexe adaptive Aufgabenstellungen angehen können und durch das sie in die Lage versetzt werden, produktiv und kreativ Produkte mit dem höchstmöglichen Wert auszuliefern.“

Wie funktioniert die Methode?

Die Scrum Methode ist empirisch und iterativ, was bedeutet, dass sich die Prozesse wiederholen.  Der Scrum Prozess besteht aus drei Elementen, welche den Rahmen bilden: Die Rollen, die Artefakte und die Ergebnisse.
Die einzelnen Elemente funktionieren nur in der Kombination miteinander als agiler Scrum Prozess. 

1. Die Rollen

  • Product Owner: Verantwortung und Priorisierung der Anforderungen. Nimmt am Ende eines jeden Sprints die Umsetzung der Anforderungen ab.
  • Scrum Master: Verantwortlich für die Sicherstellung, dass das Tam die Möglichkeit hat operativ   und produktiv zu arbeiten.
  • Entwicklungsteam: organisiert sich selbst und ist verantwortlich für die Erreichung der   Sprintziele.

2. Die Artefakte 

  • Product Backlog:  Eine Liste der Kundenanforderungen, diese ist nach Relevanz sortiert.
  • Sprint Backlog enthält die Aktivitäten, die durchgeführt werden müssen, um die Kundenanforderungen des Sprints umzusetzen.
  • Produktinkrement ist ein Bestandteil, welches am Ende eines Sprints erstellt wird.

3. Die Ergeignisse 

  • Sprint Planning werden für den Sprint die Anforderungen bestimmt, die im Sprint umgesetzt werden, und eine detaillierte Planung durchgeführt.
  • Daily Scrum wird der Status des Sprints kurz besprochen. Jedes Teammitglied beantwortet die Fragen: „Was habe ich gestern getan?“, „Was tue ich heute?“ und „Was hindert mich?“
  • Sprint: Die Sprints teilen sich in zwei Phasen auf. Die erste Phase dauert max. 30 Tage und unterteilt sich in kleinere Abschnitte von jeweils 24 Stunden.
  • Sprint Review geht es um die Vorstellung des „potentially shippable products“ und um das Feedback der Anwender, um das Produkt besser zu machen.
  • Sprint Retrospektive: Hier  geht es um die Betrachtung der Arbeitsweise vom letzten Sprint und um Maßnahmen, um die Arbeit im kommenden Sprint zu verbessern.

 

Warum jedes Team Scrum nutzen sollte?

Scrum ermöglicht dem gesamten Projektteam eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Überprüfung der eigenen Arbeit.
Die einzelnen Fortschritte werden Sichtbarer. Durch die gemeinsamen Sprints und die Priorisierung der Teilaufgaben, entstehen klar definierte Aufgaben und Ergebnisse. Durch die Selbstorganisation und Bestimmtheit des einzelnen Teams entsteht im bestenfalls eine hohe Motivation. Der Gesamtaufbau trägt zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse und Produkte bei.

Es gibt von verschiedenen Anbietern die Möglichkeit, sich in einem mehrtägigen Workshop als Scrum Master ausbilden zu lassen.

 

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