Scorefab im Interview

Startup Sachsen

Das Chemnitzer Startup möchte mir ihrer App die Welt der Partituren und dessen Darstellung revolutionieren. Vor allem Profi- und Hobby Musiker sollen davon profitieren können. Wir finden das Thema sehr spannend und haben mit Mitgründerin Josephin Hartmann gesprochen, um mehr über das Unternehmen und den Gründungsbeginn zu erfahren.

1.) Hallo Josephin, schön, dass du dir für ein Gespräch mit uns Zeit nimmst. Könntest du dich unseren Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Josephin, 28 Jahre jung und betreue bei Scorefab den Marketing-Bereich. Nachdem ich meinen Masterabschluss im Bereich der Kommunikationswissenschaft absolviert habe, bin ich nach dem Studium in das Gründungsprojekt eingestiegen.

2.) Was genau kann ich mir unter Scorefab vorstellen?

Wir entwicklen gerade eine App, die einen integrierten Notenshop beinhaltet, wo unsere Nutzer jederzeit und überall auf ihrem mobilen Endgerät neue Notenstücke kaufen oder aus ihrem eigenen Notenbestand selbst hochladen können. Dieser Shop bietet keine herkömmlichen PDF-Formate an, sondern hat ein ganz neue, eigene Notendarstellung. Genau da liegt auch der Kern unserer Technologie: Wir setzen die Partituren in einem neuen, spieloptimierten Format, die für den Nutzer gut lesbar und somit praktikabel abgespielt werden können.

Mit unserer interaktiven Plattform hat man zudem die Möglichkeit Partituren zu bearbeiten um die kreative Ader unserer Nutzer optimal zu unterstützen.

3.) Welche Nutzer können besonders von eurer App profitieren?

Unsere Hauptzielgruppe sind derzeit Profi-Musiker, weil wir genau wissen wo wir sie ansprechen und welche Anlaufstellen wir im Marketing angehen müssen. Zudem haben professionelle Musiker eine genaue Vorstellung von dem was sie brauchen und hinterfragen vieles, was wir zur Optimierung unseres Produktes wunderbar nutzen können.

Im zweiten Schritt spielen Hobby-Musiker eine wichtige Rolle, denn sie lernen von den Profis und schauen zu ihnen auf.

4.) Wie war das für dich, neben dem Studium zu gründen? Gab es Hürden und wie hast du diese überwunden?

Parallel zu dem Gründungsprojekt habe ich an meiner Abschlussarbeit geschrieben und empfand es als machbar. Es ging erst so richtig los, als ich mein Studium bereits abgeschlossen hatte. Natürlich war aber die Angst, dass wir das Stipendium nicht bekommen könnten und wie es nach dem Studium weitergeht, während der Masterarbeit immer da. Gott sei Dank hat alles geklappt.

Anfangs war die größte Hürde, dass man sich erstmal aufeinander einspielen muss. Dazu gehören sämtliche Organisationsstrukturen, beispielsweise wie man miteinander kommuniziert, zusammen arbeitet, Team-Meetings aufbaut etc. Wenn man sich die Arbeitsprozesse erstmal erarbeitet hat, fällt einem das Arbeiten um einiges leichter.

5.) Gibt es besondere Organisations-Tools, die du empfehlen kannst?

Was bei uns sehr gut funktioniert ist Slack, Wunderlist und Trello. Man muss natürlich schauen, dass man sich nicht auf zu viele Tools fokussiert, dann kann es schnell unübersichtlich werden und man erreicht genau das Gegenteil.

6.) Welche Tipps kannst du aus deinen eigenen Erfahrungen anderen Gründern oder gründungsinteressierten Menschen mit auf den Weg geben?

Man sollte sich von Anfang an präzise Ziele stecken und diese nicht aus den Augen verlieren. Dabei ist es wichtig immer strukturiert an Aufgaben heranzugehen und den genauen Ablaufplan im Kopf und auf dem Papier zu haben. Gedankengänge, neue Ideen und alles was einem so in den Kopf kommt sollte man immer aufschreiben, so bleibt man stets verhandlungssicher und behält den Überblick.

6.) Welche Bücher haben dich auf deinem Weg zur Gründerin begleitet?

Ich muss sagen, ich bin eher der kreative Kopf im Team. Ich beschäftige mich weniger mit trockenen Themen sondern viel mehr mit ,,Ideengenerierung etc.’’. In diesem Zusammenhang kann ich das Buch von Florian Rustler besonders empfehlen, das nennt sich ,,Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation’’. Es ist ein kleines Handbuch, dass sich mit Kreativ-Prozessen und Denkwerkzeugen beschäftigt. Wenn man mal stockt und nicht weiß wie man weitermachen soll, erhält man hiermit eine tolle Sammlung an Ansätzen, wie man neu an Probleme herangehen kann.

Vielen Dank für das tolle Gespräch, wir wünschen euch weiterhin ganz viel Erfolg!