Der Sauberkasten für den Haushalt

Sauberkasten
Foto: Sauberkasten (Schmidt Grewling GbR)

Es wird langsam wieder Frühling und mit dem Vogelgezwitscher, den Blüten und den wärmer werdenden Temperaturen rückt für viele Haushalte auch der alljährliche Frühjahrsputz näher. Die umweltbewussten Putzteufelchen unter uns werden bereits so einige Etiketten mit Inhaltsstoffen studiert haben und trotzdem noch nicht ganz sicher sein, ob bei den vielen verschiedenen Marken, Mittelchen und Düften tatsächlich nur unbedenkliche Stoffe drin sind. In den meisten Fällen ist das nämlich nicht so. Ein Gründerinnen-Team aus Leipzig hat deshalb den Sauberkasten entwickelt. Aus verschiedenen Substanzen, die für die Umwelt unbedenklich sind kann man damit sein eigenes Putzmittel zusammenbrauen. Aus sechs Zutaten kann man dabei bis zu 10 unterschiedliche Rezepte herstellen. Das bringt nicht nur für die heimlichen Hexen und Zauberer unter uns Freude. Inzwischen bietet Sauberkasten auch die Möglichkeit, dass man sein eigenes Wasch- und Spülmittel herstellen kann.

Mensch und Umwelt

Der Sauberkasten ist damit nicht nur umweltfreundlich, sondern auch für den Menschen gesünder. Denn die Dämpfe herkömmlicher Putzmittel können für Lunge und Haut schädlich sein und fördern sogar Allergien. Häufig sprühen wir Putzmittel auf die Stellen, die wir putzen wollen. Dabei gelangt auch immer etwas Sprühnebel in die Luft, die wir beim Putzen einatmen. Das irritiert die Atemwege und kann sie dauerhaft schädigen.

Die Gründerinnen Jeanette und Jette. Foto: Sauberkasten (Schmidt Grewling GbR)

Das hat auch Jeanette Schmidt während ihres Bachelor Studiums herausgefunden und das Konzept zum Sauberkasten entwickelt. Sie wollte ihren Alltag umweltfreundlicher gestalten und merkte, dass vor allem ihr Putzschrank jede Menge schädlicher Stoffe enthielt. Ihre Oma gab mit ihren Hausmitteln den ersten Impuls und das Internet bot natürlich einen riesigen Fundus an Alternativen, Ideen und Rezepten. Soviele, dass es schon mühsam war, etwas auszuwählen. Darum hat Jeanette Schmidt für den Sauberkasten 10 Rezepte entwickelt und ausgewählt. Gerade die Personen, die sich noch nicht so sehr mit der Thematik auseinander gesetzt haben, sind sonst auch schnell überfordert. Mit ihrer Idee bewarb sie sich beim Social Impact Lab in Leipzig und bekam eines der Sozial & Gründer Stipendien. Dort entwickelte sie mit einem Team die Idee und vor allem die Putzmittel weiter. So konnte mit Hilfe der Bio-Chemikerin Nora Hermes die Wirkung der Reiniger noch verbessert werden.

Der DIY Sauberkasten

Der Sauberkasten besteht aus 6 einfachen Hausmitteln, wie Kerneife, Natron und Essig. Daraus können 10 verschiedene Reiniger hergestellt werden. Die Stoffe sind vegan, umwelt- und gesundheitsfreundlicher und die Nutzer können so selbst entscheiden, was in ihren Putzmitteln steckt. Es gibt den Sauberkasten in den Größen Basis, Klassik und Premium mit unterschiedlichen Umfang an Utensilien und Hausmitteln. Die Vision von Sauberkasten ist es zu zeigen, dass es nicht viele Inhaltsstoffe für ein sauberes Ergebnis braucht und dass mit einer kleinen Veränderung im Alltag schon viel für die Umwelt gemacht werden kann.

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