Rückblick: Investor Days Thüringen 2017

Investor Days Thüringen 2017

Jungunternehmer trifft Investor: Unter dem Motto „Enter the next level“ brachten die diesjährigen Investor Days Thüringen 55 Bewerber und weitere 600 Teilnehmer aus Deutschland und aus dem Ausland zusammen. In der neuen Multifunktionsarena Erfurt stellten sich die innovativen Jung- und Wachstumsunternehmen potentiellen Geldgebern vor, um diese für ihr Geschäftsmodell zu begeistern.

Auf dem Thüringer Elevator Pitch präsentierten 21 ausgewählte Start-ups ihre innovativen Geschäftskonzepte einem breit gefächertem Publikum und nutzten die Chance, sich mit Geschäftspartnern und Investoren zu vernetzen. Wie in einem Fahrstuhlgespräch, bei dem nur wenig Zeit ist, hatten die Start-ups die Möglichkeit, mit ihrem 3-Minuten-Pitch Investoren von der Einzigartigkeit ihrer Innovation zu überzeugen.

Zu den ausgewählten Pitchern zählten nicht nur Projekte aus Thüringen und ganz Deutschland, sondern zum ersten Mal auch aus Israel, Brasilien und Russland. Damit erreichen die Investor Days Thüringen ein neues Niveau und bieten grenzüberschreitende Möglichkeiten für neue Geschäfte und Kooperationen. „Der Elevator Pitch ist eine direkte und hocheffektive Art für junge Unternehmen, Risikokapital zu gewinnen“, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. „Thüringen ist ein exzellenter Standort für innovative Gründungen, nicht zuletzt weil sich hier privates und öffentliches Beteiligungskapital gegenseitig verstärken.“

Im Rahmen des Couchtalks hat die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen den Gründern der CrowdArchitects GmbH eine exklusive Einladung ins Silicon Valley überreicht. Im Anschluss an die Pitch-Präsentationen gab es einen inspirierenden Input von Keynote-Speaker Benedikt Böhm, dem Risikosportler und erfolgreichen Unternehmer. Auch in diesem Jahr nutzten Investoren und Gäste die Möglichkeit der Publikumsabstimmung und investierten ihren fiktiven Investitionsbetrag von 500.000 € in die für sie überzeugendsten Start-ups.

Am Ende des Abends wurden dann die Preise für die fünf besten Pitches vergeben:

  • Hauptpreis der STIFT und bm|t (i.H.v. 3.000 Euro)

Der Hauptpreis ging an die Pamyra UG aus Erfurt. Das Unternehmen hat die Konzepte der online-Vergleichsplattformen und Mitfahrgelegenheiten auf die Logistik übertragen und zu einer einfach zu bedienenden online-Plattform zusammengeführt. Pamyra ist der erste unabhängige Preis- und Leistungsvergleich von Transportunternehmen – „das booking.com der Logistik“.

Das Gründerteam: Steven Qual und Felix Wiegand

 

  • Preis der Ernst & Young GmbH (Sachpreis im Wert von 2.000 Euro) und

Publikumspreis von StartupCon (Early Stage Stand bei der StartupCon)

Die beiden Preise erhielt Heyfair aus Weimar. Das Projekt hat das erste kurzzeitig sichtbare Händedesinfektionsmittel entwickelt mit dem Ziel, dieses als neuen Standard für professionelle Hygieneanforderungen zu etablieren. Die Einfärbung erleichtert dem Anwender die lückenlose Benetzung und die Desinfektion wird regelmäßiger ausgeführt.

Das Gründerteam: Robert Hellmundt, Alexander Döpel und Dr. Holger Wondraczek

 

  • Preis von GRUENDELPARTNER Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer (Sachpreis im Wert von 2.000 Euro)

Der Preis ging an Forexfix aus Berlin. Das Projekt sichert Unternehmen gegen Wechselkursschwankungen ab und nimmt so die Risiken aus Geschäften in ausländischen Währungen. Diese Lösung ist das erste Angebot, das die Absicherung von Währungsrisiken vollständig online ermöglicht – und dies einfach und schnell.

Gründer: Robert Kröber

 

  • Preis von APROPRO (Sachpreis im Wert von 2.000 Euro)

Den Preis erhielt Lean Plastic Technologies (LPT) aus Ilmenau. Das Projekt beschäftigt sich mit den Kunststoffpulvern für den industriellen 3D-Druck. Das neue LPT-Verfahren ermöglicht es, erheblich kostengünstiger zu produzieren und über neue Kunststoffpulver das industrielle Potenzial des 3D-Drucks zu erschließen.

Das Gründerteam: Martin Langlotz, Matthias Düngen