pinkwhy macht Kunst jederzeit und überall zugänglich

Responsive design mockup for website. Items placed on table top

Für alle Kunstliebhaber mit einer ausgeprägten digitalen Affinität stellt das Dessauer Startup pinkwhy den Online-Kunstmarkt auf den Kopf. Der 38-jährige Gründer Joerg Schnurre bietet Kunst zum Download auf digitalen Endgeräten an, quasi wie Spotify oder Netflix, nur für Kunstwerke. Ab 99 Cent kann man sich seine Lieblingsbilder auf das Smartphone, Notebook oder den TV-Screenladen. Das soll den Kunstmarkt, der oftmals mit willkürlichen Preisen handelt, öffnen und Kunst für alle jederzeit und überall zugänglich machen.

Displays als digitale Leinwand im öffentlichen Raum

Vor allem im B2B-Bereich kann das Konzept des Kunststreamings besonders interessant werden. Wer sich genau umsieht, erkennt, dass unser Stadtbild zunehmend von digitalen Bildschirmen dominiert wird. Diese sogenannten „Smart Cities“ tragen leider auch das Risiko einer Werbeüberfrachtung und der Reizüberflutung. Was tun? Eine visuelle Entschleunigung im öffentlichen Raum muss erreicht werden – beispielsweise durch das Darstellen von digitalisierter Kunst sein. Schnurre erklärt:

„Jedes Display ist eine Leinwand und braucht Content – hier entsteht eine riesige Nachfrage, die bisher nicht mal im Ansatz bedient werden kann. pinkwhy hat genau dafür die Angebote.“

 Kunst für den digitalen Bilderrahmen im Wohnzimmer

So wie gefühlt alles, was in der heutigen Zeit für die junge Generation relevant ist, spielt sich auch das Kunstinteresse heutzutage primär online ab. Viele Inspirationen werden über Instagram, Tumblr, Pinterest gesucht. Viele digitale Fotos setzen Trends und geben bei der Zielgruppe den entscheidenden Ton an. Auch der Kunsthandel wird langsam aber sicher digital, viele entscheiden sich für den Online-Kauf der Kunstwerke. Parallel dazu werden auch die technischen Darstellungsmöglichkeiten von Kunst immer feiner und detaillierter. Vor Kurzem wurde „The Frame“ von Samsung entwickelt, das ist ein Flachbildschirm, der mit seiner gestochenen Schärfe und seiner unschlagbaren Dünne überzeugt und auch ausgeschaltet als digitaler Bilderrahmen die eigene Wohnung aufwertet. Millionen von Bildschirmen werden jährlich hergestellt, verbaut, von Endkonsumenten genutzt. Für alle kunstliebhabenden Bildschirmbesitzer arbeitet Schnurre daran, Kunst herunterzuladenund sie sich ins eigene Wohnzimmer zu holen.

„Für mich würde ein Traum in Erfüllung gehen, wenn die Menschen in drei Jahren genauso selbstverständlich Kunst downloaden und streamen, wie sie heutzutage Musik über Spotify oder TV-Serien via Netflix online nutzen.“

Zurzeit rekrutieren die Liebhaber digitaler Kunst aus dem pinkwhy-Team noch fleißig nationale und internationale Künstler als feste Partner für die Website. Noch wird pinkwhy von „Digital Creativity“ durch das Land Sachsen-Anhalt finanziert. Neben dem schon Partner wie LOEWE gebunden wurden, sollen weitere Kooperationspartner aus dem Technikbereichhinzukommen, die auf den Zug der digitalen Kunstbewegung mit aufspringen und das zukünftige Potential des Online-Kunststreamings erkennen. Aktuell ist außerdem die Entwicklung einer pinkwhy-App geplant, die eine smarte und unkomplizierte Nutzung der Angebote sichern soll.

Street Art für den Bildschirm

Da die Gründer selbst aus der Streetart-Szene kommen, sind in der Galerie von pinkwhy bisher überwiegend hochaufgelöste Bilder von Street Art, Grafitti und Urban Lifestyle zu finden. Namhafte Künstler sind hier beispielsweise Loomit, Cantwo, Tasso, emess, Koone, Duktus oder
Eliot the Super, aus der abstrakten Malerei sind Heiko Mattausch und Oliva Seipelt oder der Fotograf Sebastian Weise vertreten. Pinkwhy legt einen großen Wert auf den persönlichen Kontakt zu den Künstlern. Für 99 Cent kann man sich auf pinkwhy ein Kunstwerk auf den Smartphone downloaden, für 2,49 Euro auf sein Notebook und für 11,99 Euro auf den TV-Screen. Für B2B-Nutzer gibt es auch monatliche Rahmenverträge.

„Kunst muss jederzeit, an jedem Ort und für jedermann zu einem erschwinglichen Preis auf diversen digitalen Displays verfügbar sein!“

 Vom Grafitti-Sprayer zum Startup-Gründer

Die Idee für den Namen kam Joerg Schnurre bei einem Afghanistan-Einsatz 2011, bei dem er auf der Suche nach Köpfhörern nur pinkfarbene bekommen hatte – Seine englischsprachigenKollegen fragten daraufhin: „Pink? Why?“

Generell kann der Gründer Joerg Schnurre einen interessanten Lebenslauf vorweisen: Graffiti-Sprayer, Diplom-Wissenschaftler, Marathon-Läufer, Bundeswehr-Hauptmann, Kneipenbesitzer und Referent des Dessauer Oberbürgermeisters hat er schon durch – Jetzt wird der Kunstmarkt in Angriff genommen. Mut und Unternehmergeist, gepaart mit Experimentierfreude und Durchhaltevermögen lassen schon einmal die wichtigsten Persönlichkeitseigenschaften durchblitzen, die es braucht, um die innovative Idee im bisher noch relativ konservativen Kunstmarkt durchzusetzen – Und außerdem starke Partner. Wer also als Kooperationspartner, Förderer oder Investor auf der Suche nach einer kreativen, frischen Idee aus dem Umfeld des Dessauer Bauhauses ist und auf den Streaming-Trend mit aufspringen will, sollte sich mit ihm in Verbindung setzen!

Mehr Infos findet ihr unter www.pinkwhy.com