Naventik: Ein wichtiger Schritt zum autonomen Fahren

Naventik Startup

Bereits heute werden Autos entwickelt, die autonom fahren können. Das Chemnitzer Startup NAVENTIK bietet in diesem Zusammenhang eine innovative Software zur präzisen Umwelterkennung für die Navigation von autonomen Fahrzeugen im Stadtgebiet. Das junge Unternehmen überzeugte mit seiner Entwicklung auch beim „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und wurde Gesamtsieger des IQ Innovationspreises Mitteldeutschland 2017. Wir wollten genauer wissen was hinter der Erfolgsstrategie von NAVENTIK steckt.

1. Wer seid ihr und was genau macht NAVENTIK?

NAVENTIK ist ein Unternehmen, dass Anfang des Jahres durch 4 Gründer aus der Technischen Universität Chemnitz ausgegründet wurde. Wir entwickeln Softwarekomponenten, um Fahrzeuge in Zukunft automatisiert fahren zu lassen. In dem komplexen Umfeld der Automobilzuliefererkette wollen wir unsere Technologie, zur satellitengestützten Lokalisierung von Fahrzeugen, für das hochautomatisierte und autonome Fahren auf den Markt bringen. Dazu verwenden wir unsere eigene PATHFINDER Technologie zur GPS Ortung zusammen mit hochgenauen, digitalen Karten und Fahrzeuginformationen. Unser Team wird aktuell von Softwareentwicklern, Wissenschaftlern und einem kleinen Team von Studenten unterstützt.

2. Wie seid ihr auf die Idee zu NAVENTIK gestoßen?

Das Entwicklungsteam von NAVENTIK arbeitet seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Satellitennavigation. Für die Entwicklung der Geschäftsidee war es wichtig, die Stärken unserer Technologie herauszustellen und so Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln, die uns von den bereits etablierten Unternehmen in dem Segment abheben können. Daraus haben wir dann Anforderungen und Produkte abgeleitet, die wir nun kontinuierlich umsetzen werden.

3. Wie gelingt es euch als kleines Startup mit den großen Unternehmen mitzuhalten?

Moderne automobile Steuergeräte und Softwarearchitekturen werden bei der Entwicklung von automatisierten und autonomen Fahrzeugen eine immer größere Rolle spielen. Die sich auf diesem Gebiet ergebenden komplexen Anforderungen können in Zukunft durch moderne Algorithmen wie KI, Deep Learning usw. unterstützt werden. Allerdings werden die Treiber dafür in Zukunft nicht bei der konservativen, klassischen Automobilindustrie liegen, sondern bei modernen und agilen Start-ups, die innovative Lösungen aus der Informations- und Kommunikationstechnik für den Markt zur Verfügung stellen. Sie helfen so, wirtschaftliche Lösungen für moderne Mobilitätskonzepte anbieten zu können.

Naventik

4. Wie sieht es mit der Angst vor Wettbewerbern aus?

Der Wettbewerb macht das Ganze erst interessant und spannend, allerdings darf er nicht unterschätzt werden. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Innovation in der Summe allen Beteiligten in unserer Industrie einen Vorsprung verschaffen kann und wir so in Kooperationen mit unseren Mitbewerbern ein ausgeglichenes Klima schaffen können.

5. Wie schwer ist es in eurer Branche Personal zu finden? Habt ihr gute Tipps?

Wir wissen, dass es insbesondere für Fachpersonal sehr schwer ist, sich für unseren Standort zu entscheiden. Aus diesem Grund müssen wir alles tun, um unseren Mitarbeitern eine langfristige Perspektive zu bieten und unser Unternehmen so attraktiv wie möglich zu gestalten. Dazu werden wir eine Firmenkultur schaffen, die durch individuellen Gestaltungsraum und professionellen Umgang den Ton in unserem Marktsegment vorgeben möchte. Wir sind gespannt, ob dieses Konzept in Zukunft aufgehen wird.

6. Wo seht ihr euch in 3 Jahren?

In 3 Jahren wollen wir als modern strukturiertes, marktnah agierendes Unternehmen ein Bestandteil in der Lieferkette für Automotive Software sein. Unsere langfristige Vision ist es, der weltweit führende Anbieter für automobile Navigationskomponenten zu werden und unsere Technologie auch für weitere Sensoren zur Umfelderkennung von Fahrzeugen zu erweitern. Wenn wir in Zukunft von autonomen Fahren sprechen, wollen wir damit in Verbindung gebracht werden. Aber bis dahin liegt noch ein langer Weg vor uns.

Wir wünschen dem Chemnitzer Startup weiterhin viel Erfolg!