Lovoo Gründer öffnet neuen Startup-Campus in Dresden

Benjamin Bak, CEO und Co-Gründer Lovoo
Benjamin Bak, ehemaliger CEO und Co-Gründer von Lovoo will die Startup-Szene in Dresden voran bringen. (Quelle: Frische Fische)

Wie founderella berichtet, eröffnet morgen am Altmarkt in Dresden der neue Startup-Campus A22. Initiator ist Lovoo Mitgründer Benjamin Bak, der die Dating-App vor zwei Jahren für 70 Millionen Dollar an die amerikanische Meet-Group verkaufte. Der Fokus des Startup-Campus soll auf digitalen Innovationen liegen. 

Der Name sei zum einen gewählt worden, da sich der Campus am Altmarkt 22 befinde und zum anderen, weil es das Ziel sei, bis 2022 dynamisch wachsende Firmen zu entwickeln. 

Suche nach ersten fünf Startups bis Jahresende

„Wir teilen uns die Räume mit der Agentur ‚Ressourcenmangel‘ und haben 25 Arbeitsplätze zur Verfügung. Bis Jahresende suchen wir fünf Startups, welchen wir mit unserem Wissen und unserem Netzwerk unter die Arme greifen wollen“, erklärt Benjamin Bak.

Das einzige Kriterium für Startups soll ein digitales Geschäftsmodell sein, ansonsten soll es keine Einschränkungen geben. Denkbar seien beispielsweise Coaching-Apps, die Fachwissen vermitteln oder Gesundheits-Apps, die Menschen dabei helfen, gesünder zu leben. Mindestens sechs bis zwölf Monate sollen die Startups dann auf dem Campus verweilen. 

Unternehmer will Gründerkultur voranbringen

Benjamin Bak grenzt sich mit seinem Modell insofern von anderen Accelerator Programmen ab, dass Startups an keinen festen Zeitrahmen gebunden sind. Beteiligungen seien nicht zwangsläufig geplant, statdessen will der Unternehmer den Startups zum Erfolg verhelfen in dem beispielsweise Kontakte zu Investoren hergestellt werden.

„Ich möchte einen Beitrag zur Gründerkultur in Dresden leisten. Ich bin gern hier und will etwas bewegen“, so der Seriengründer.

Langfristig sei auch ein Standort in Berlin plant. Inspiration habe Bak sich unter anderem in Asien und den USA viele Firmen geholt und dort auch mit Investoren gesprochen. 

Die Lovoo Geschichte – zwischen Himmel und Hölle

Spätestens ab 2013/14 wuchs Lovoo rasant und hatte 2017 beim Verkauf 200 Mitarbeiter. Allerdings lagen Himmel und Hölle dicht beieinander. Ein Jahr vor dem großen Verkauf, dem Exit, stürmte die Polizei im Juni 2016 die Firmenbüros in Dresden und Berlin. Benjamin Bak und Mitgeschäftsführer Alexander Friede mussten in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft Dresden warf der Firma vor, die Nutzer durch vom Computer erzeugte sogenannte Fake-Profile getäuscht und zum Abschluss eines Abonnements bewegt zu haben. Da die Schäden pro Nutzer im Bereich zwischen 20 Cent und 20 Euro lagen, die Lovoo-Gründer nicht vorbestraft waren und sich um Aufklärung bemühten, stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen die Zahlung von 1,2 Millionen Euro im September desselben Jahres ein. 

Weitere Infos:

  • Am 1. Oktober steigt ab 18 Uhr die Eröffnungsfeier für den Startup-Campus am Altmarkt 22 in Dresden
  • Startups können sich bereits jetzt unter [email protected] bewerben
  • Die Homepage a22.io geht in den nächsten Tagen an den Start

Dieser Artikel von Stephan Hönigschmid erschien zuerst hier

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