MACHN22: Startup-Festival in Leipzig setzt neue Akzente für Business-Events

Business-Event mit Festivalfeeling und Sand zwischen den Zehen? MACHN22 machte es möglich.  Am 14. Juli wagten die Veranstalter:innen mit einem Startup-Festival den Versuch, Business-Veranstaltungen neu zu denken und mit dem Westgarten Leipzig eine ungewohnt lockere Begegnungsstätte zu kreieren. Auf einem ausverkauften Festival mit insgesamt 3500 Quadratmetern Fläche, vier Bühnen und weiteren Ecken zum Entdecken, Austauschen und Ausprobieren, präsentierten Akteurinnen und Akteure der Startup-Szene Mitteldeutschland sowie namhafte Keynote-Speaker:innen ihre Vision und Ideen für die Zukunft. Mit Größen wie Anna Kopp, IT Director bei Microsoft Germany, the nu company-Gründer Mathias Tholey oder Sachsens Unternehmer des Jahres 2022 Frank Wolf von Staffbase, bot das MACHN22-Festival etwa 900 Besucherinnen und Besuchern ein hochkarätiges und reichhaltiges Programm. Wir fassen für euch unsere Highlights des Festivals zusammen.

Fotos: BDX Media

Mit einer Premiere setzte das erste mitteldeutsche Startup-Festival MACHN22 im Westgarten Leipzig neue Akzente für Business-Events. Mit Sand zwischen den Zehen, Cocktails an der Bar und Liegestühlen vor der Mainstage, bemühte sich das Event-Konzept um die Kernaussage: „Business läuft heute anders. Also lasst uns einen Raum schaffen, in dem Business auf Augenhöhe stattfinden kann.“
 
Das bereits im Vorfeld ausverkaufte MACHN22-Festival kreierte einen Showroom für vielzählige Akteurinnen und Akteure aus der mitteldeutschen Startup-Landschaft, um sie und ihre Ideen sichtbar zu machen, die oft noch im Verborgenen zu liegen scheinen. Auf insgesamt vier Bühnen wurden sie bis zu 900 neugierigen Besucher:innen vorgestellt und das 3500 Quadratmeter weitläufige Gelände lud zum Entdecken, Lauschen und Kennenlernen vieler weiterer Ecken mit Workshops, Unterhaltung und spannenden Insights ein.

Das selbsternannte „Experiment“ eines mitteldeutschen Startup-Festivals, das als Knotenpunkt die wichtigsten Player von Leipzig über Jena bis nach Magdeburg vereinen sollte, trumpfte mit diesem Unterbau ordentlich auf. Und das, nachdem die Startup Safaris Leipzig als Vorläufer-Veranstaltungen in den letzten zwei Jahren pandemiebedingt nur online stattfinden durften.

Mainstage: Wo Pionierleistungen und Vorbilder aus Mitteldeutschland zusammentreffen

Das MACHN22-Festival holte Menschen auf die Bühnen, die nach vorne schauen und auch in schwierigen Zeiten etwas verbessern wollen. So stand die Mainstage ganz im Zeichen von Pionierleistungen und ermutigenden Anekdoten, die namhafte Keynote-Speaker vor dem Hintergrund ihres angesammelten Erfahrungsschatzes mit dem Publikum teilten.

Darunter Menschen und Persönlichkeiten wie Till Moldenhauer, der sich als Wegbereiter seit Tag Eins bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) radikalen Ideen und Lösungen für eine bessere Zukunft zuwendet. Inspirierende Unternehmer wie Roland Damann von der MicroBubbles GmbH, der als forschender Weltreisender für Wasserqualität unser Trinkwasser von Mikroplastik befreien möchte. Wegbereiter und Protagonisten wie Holger Köther, der mit seiner IOTA Foundation als erste deutsche Stiftung für Krypto-Token die Entwicklung der neuen Generation des Internets richtungsweisend vorantreibt. Und Macher:innen wie Britta Behrens und Benjamin Diedering, die auf der Bühne trotz kurzen Stromaussetzer das Publikum begeistern können, weil sie für ihre Themen brennen.

LinkedIn-Expertin Britta Behrens teilte in ihrer Keynote wertvolle Hacks und Tools für die optimale Sichtbarkeit auf dem Karrierenetzwerk.

Sie teilten sich den Festivaltag auf der Mainstage mit Vorbildern und Inspirationsquellen aus der mitteldeutschen Startup-Szene. Ob Sachsens Unternehmer des Jahres 2022 und Staffbase-Mitgründer Frank Wolf, Purpose-Unternehmer Mathias Tholey von the nu company oder Second-Hand-Pionier und Founder des ReCommerce-Riesen momox. Jene nutzten die Gelegenheit auf der großen Bühne, um mit Auszügen aus ihrem Unternehmeralltag und mit ihren individuellen Learnings, andere Gründer:innen und Wegbereiter:innen anzuspornen und zu ermutigen. Die Themenvielfalt erstreckte sich unter anderem von der Bedeutung des Unternehmensstandorts und Teambuilding (Staffbase), über nachhaltiges Wirtschaften mit Purpose (the nu company) bis hin zu den Schattenseiten von Fremdkapital (momox).

Co-Founder von the nu company, Mathias Tholey ist überzeugt: Ganzheitliches, nachhaltiges Wirtschaften ist alternativlos.

Zwischen Deep Dives in der Speakers Corner und regionalem Gründergeist auf der Startup Stage

Im Wissen, dass das Programm auf der Mainstage einen kompletten Festivaltag füllen würde und Verschnaufpausen dabei nicht zu kurz kommen sollten, gelang es den Organisator:innen des Startup-Festivals für die Besucher:innen ein breites und buntes Angebot zu schaffen, das Abwechslung versprach.

Expertinnen und Experten hautnah erleben: Die Speakers Corner ermöglichte tiefere Einblicke und den Austausch in kleinerer Runde mit Menschen, die für ihre Themen brennen und ihre Expertise teilen. 

In der Speakers Corner konnten Wissbegierige zu Deep Dives in Themen ansetzen, die in einer halbstündigen Keynote mit Sicherheit zu kurz gekommen sind. Erweitert um das zentrale Versprechen, mit den Speaker:innen direkt ins Gespräch zu kommen und das eigene Know-How um vorteilhafte Hacks zu erweitern.

Für Startup-Scouts, Investor:innen und Szene-Beobachter:innen pitchten Gründungsteams ihre Ideen aus den Bereichen Finance, Mobility, Health & MedTech, Sustainability, Advertising und IT auf der Startup-Stage bis zum Sonnenuntergang.

Auf der Startup-Stage pitcht payactives Co-Founder Mathias Born seine Idee einer regenerativen und nachhaltigen Payment-Plattform.

Mit payactive pitchte ein Startup, das sich selbst als einer der ersten regenerativen FinTechs Deutschlands bezeichnet. Die Dresdener helfen Unternehmen, Geld sicher zu transferieren und einen über die Transaktionsgebühren generierten „Social Cashback“ an regenerative Projekte abzugeben.

Einen nachhaltigen Impact möchte auch Hejmo Homes aus Grimma als Hersteller von Modul- und Tiny Houses schaffen, die flexibel an die individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse der Besitzer:innen gebaut und flexibel erweitert, verkleinert oder transportiert werden können.

Die Startup-Stage des MACHN22-Festivals war somit eine geeignete Sammelstelle für alle Investor:innen und Scouts. Von einem Frühwarn- und Überwachungssystem zur Erkennung von Waldschäden (nadar) über KI-gestützte, innovative Tischtennisschläger (Janova) bis hin zur smarten Notfallkarte mit allen wichtigen Informationen für eine Notfall-Behandlung (memoresa). Die Startup-Stage brachte mit der Vielfalt an branchenübergreifenden Geschäftsideen und Visionen für die Zukunft den Gründergeist der Region Mitteldeutschland zum Vorschein.

Barcamp: Mit Selbstinitiative und Spontanität zum eigenen Workshop

Wer in Eigeninitiative sein Lieblingsthema in den Fokus kollektiver Workshops rücken wollte, der konnte das Barcamp für sich nutzen und die Agenda des Tages mitgestalten. Die Programmvielfalt und abenteuerliche Umgebung des Festivals ließen keine Wünsche übrig. Strand-Feeling und Festival-Flair täuschten nicht darüber hinweg, dass das MACHN22-Festival mit seinem Line-up einiges an Aufnahmefähigkeit und Begegnungsbereitschaft abverlangte.

Für musikalische Abwechslung und einen gelungenen Übergang in das Abendprogramm sorgte die Band SurCanela.

Pünktlich zum Sonnenuntergang sorgten daher Live-Musik, ein Dokumentarfilm und die bewährte FuckUp Night fürs Herunterkommen, Zurücklehnen und Abschalten. Und von den kleinen und großen Anekdoten des Scheiterns, die die FuckUp Night als Veranstaltung in den Vordergrund stellt, lässt sich ebenfalls lernen. Erfolge feiern und sich inspirieren lassen – das ist gesetzt. Doch zur Wahrheit und einer vorbildlichen Fehlerkultur gehört auch, dass der Großteil der Ideen erst einmal scheitert – und sich auch aus anderen Fehlern und FuckUps wunderbar lernen lässt.

Was bleibt?

Unser LinkedIn-Feed zeigte deutlich: Das Experiment „MACHN22“ ist geglückt. Das ausverkaufte Startup-Festival in Leipzig setzte sich nicht nur das Ziel, an einem für Business-Events untypischen Ort, die Akteur:innen der Startup-Landschaft Mitteldeutschland sowie Gründungsinteressierte zusammenzubringen. Mit der gezielten Wahl des Leipziger Westgartens als Austragungsort und dem reichhaltigen Angebot an Themen und Formaten im Line-up konnten sich die Besucher:innen querbeet und ihren Bedürfnissen entsprechend ein individuelles Programm zusammenstellen. Ob lernen, sich inspirieren lassen, Feedback einholen, Deals einfädeln oder Gespräche mit alten und neuen Bekannten führen – MACHN22 machte es möglich. Mit diesen Eindrücken steht dann auch der Vorfreude auf eine bereits angekündigte Fortsetzung 2023 nichts mehr im Weg.

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