Lean Manufacturing – durch Prozessoptimierung Verschwendung vermeiden

Lean Manufacturing ist in der Unternehmenswelt mittlerweile präsent, dennoch liegt die Herausforderung dauerhaft darin die Prozesse weiter zu optimieren und individuell anzupassen. Der ursprünglich aus Tokyo stammende Ansatz, beschriebt wie durch die Verschlankung von Prozessen innerhalb des Unternehmens, Verschwendung vermieden werden kann.

Was genau versteht sich unter Lean Manufacturing? 

Ursprünglich wurde der Ansatz Lean Manufacturing von dem japanischen Autohersteller Toyota entwickelt. James P. Womack, Daniel T. Jones und Daniel Roos führten Ende der 1900er Jahre die „The Machine that Changed the World“ Studie durch und formulierten in diesem Zusammenhang erstmals die Methode.

Lean Manufacturing beschreibt eine besondere Form der Produktionsorganisation, bei der es grundlegend um die Optimierung dieser geht. Übersetzt bedeutet Lean Manufacturing so viel wie „schlanke Produktion“ und bezieht sich auf ganzheitliche Produktionssysteme. Nach der Entstehung des Begriffs wurde dieser immer weiter geformt und einzelne Unterkategorien entstanden. Dazu zählen: Lean Management, Lean Thinking und Lean Enterprise. 

Wie funktioniert die Methode? 

Das Lean Manufacturing ist nicht nur auf die eigentliche Produktion begrenzt, sondern beschreibt Abläufe weit über diesen Bereich hinaus. Im Ansatz stecken Kern-, Führungs -, und Unterstützungsprozesse. Die Wertschöpfungskette wird so weit runtergebrochen, dass nur die wirklich wichtigen Produktionsschritte durchgeführt werden. Es geht darum, die Produktionskette immer weiter zu optimieren und mögliche Fehlerquellen dabei zu identifizieren und zu vermeiden. Kommt es doch zu Fehlern, hilft die Methode, diese möglichst schnell und nachhaltig zu beheben. In unterschiedlichen Branchen werden diverse Schwerpunkte thematisiert. 

Ebenfalls zu beachten gilt, dass einige notwendige Schritte, wie beispielsweise die Forschung, Entwicklung und Planung der Produktion – welche dem eigentlichen Prozess vorgelagert sind – nicht zur direkten Wertschöpfungskette zählen, aber dennoch unverzichtbar sind. 

Warum die Methode verwenden? 

Durch die Anwendung des Lean Manufacturing Ansatzes soll eine Optimierung der Produktivität, der Qualität der Produkte und der Flexibilität in der Produktion entstehen. Im zentralen Mittelpunkt steht die Vermeidung von Verschwendung von Ressourcen jeglicher Art wie: Materialien, Arbeitszeit sowie Arbeitskraft oder finanzielle und räumliche Ressourcen. Die Kosten werden so gering wie möglich gehalten, der zeitliche und qualitative Faktor bleiben dabei weiterhin auf gleich bleibendem Niveau. Wichtig ist: Bei der „Verschlankung“ der Produktionskette geht es nicht um den Abbau von personellen Ressourcen. Im Gegenteil soll die Optimierung viel mehr zum weiteren Wachstum des Unternehmens beitragen. 

Nicht nur große Konzerne wenden den Lean Manufacturing Ansatz an. Auch das Startup Urwahn Bikes aus Magdeburg arbeitet beispielsweise mit der Methode und minimiert ihre Arbeitsprozesse sehr erfolgreich. 

Lean Management oder agile Managementmethoden?

Auf den ersten Blick gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen der beschrieben Lean Methode und den unterschiedlichen Managementansätzen wie  Canban, dem MVP, etc.  Alle Methoden beruhen auf sehr ähnlichen Lösungsansätzen und fokussieren Themenschwerpunkte wie: Verantwortung und Autonomie der Managementebene und der Teams, Kunden- und Qualitätsorientierung und die Unterteilung in kleinere, schnellere Arbeitsschritte.

Ein bedeutender Unterschied liegt jedoch in der Aufgabenstellung und Zielsetzungen der unterschiedlichen Methoden. Lean Manufacturing fokussiert sich primär auf die Optimierung von Massen- bzw. Serienfertigung, wohingegen agile Methoden sich mehr auf die Optimierung einzelner Produkte fokussieren.

Arbeitet dein Startup auch mit dieser Methode? Erzähle uns von deinen Erfahrungen mit Lean Manufacturing in den Kommentaren!

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