Vom Notizbuch zum Gesichtsvisier – Wie JUNGHOLZ aus Dresden sich gegen Corona wehrt

JUNGHOLZ Team
Das JUNGHOLZ Team rund um die Gründer Yves Mattern und Phillipp Strobel aus Dresden produzierten über 5.000 Gesichtsvisiere während der Corona Krise. (Foto: Martin Stier)

Eigentlich designen und produzieren Yves Mattern und Phillipp Strobel aus Dresden Notizbücher, Tablethüllen und Laptoptische aus nachhaltigem Edelholzfurnier. Während der Corona-Krise haben die beiden JUNGHOLZ Gründer und ihr Team über Nacht ihre Produktion umgestellt – auf Gesichtsvisiere.

Nachhaltiges Design aus Holz

Mit Holz zu arbeiten gehört für die beiden JUNGHOLZ Gründer Yves Mattern und Philipp Strobel zum Alltag. JUNGHOLZ ist ein Startup aus Dresden, das nachhaltige Design Produkte aus einem Edelholzfurnier fertigt. Ihre Produktpalette reicht von Notizbüchern und Tablethüllen über Laptoptische. Dabei versuchen sie, so wenig Material wie möglich wegzuschmeißen und produzieren aus ihren Restbeständen beispielsweise Schmuck. Die Corona-Krise hat auch sie getroffen – doch das junge Unternehmen hat schnell erkannt, wie es einen solidarischen Beitrag für die Gesellschaft und deren Wohlbefinden leisten kann.

Produktion von Gesichtsvisieren über Nacht

JUNGHOLZ Gesichtsvisier
Das Gesichtsvisier des Dresdener Startups kommt u.a. bei ÄrztInnen, Pflegekräften und VerkäuferInnen zum Einsatz. (Foto: Martin Stier)

Ihr neues Produkt, ein Gesichtsvisier, entstand innerhalb von nur einem Tag.

„Meine Mutter ist Ärztin. Sie brauchte damals dringend Material, um sich und ihr Praxis-Team zu schützen. Da habe ich gehandelt“ verrät Philipp.
Für beide war die plötzliche Umstellung ihrer Produktion nur möglich, weil sie auf ihre 15 MitarbeiterInnen zählen konnten. Innerhalb von neun Wochen realisierten die Junghölzer knapp 5.000 Visiere.
„Wir entschieden uns, es zu einem Selbstkostenpreis anzubieten. Das waren damals vor allem Ärzte, Verkäufer und Pflegekräfte. Später kamen dann noch Lehrer und auch Friseure dazu“ sagt Yves, der in seiner Werkstatt in Nürnberg rund um die Uhr am Laser stand.

JUNGHOLZ rief gleichzeitig eine Spendenaktion ins Leben, bei der Gesichtsvisiere direkt an die Tafel und Lebenshilfe in Dresden gespendet werden konnten. Regelmäßig treffen auch jetzt noch Spenden ein, diese leitet Philipp direkt an die lokalen Stellen in Dresden weiter. Noch immer werden Gesichtsvisiere produziert, langsam aber Sicher kehrt aber auch die Normalität zurück. Das nächste Produkt – eine Designer-Speisekarte für Restaurants – steht bereits in den Startlöchern.

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