Jenetric – einfache Analyse von Fingerabdrücke

Die Jenetric GmbH bezeichnet sich selbst als Spezialisten für Fingerabdruck Sensoren. Die Idee Sensor-Geräte für Fingerabdrücke zu entwickeln kam aus der täglichen Arbeit von Gründer Roberto Wolfer zustande. Schon lange war er auf dem Gebiet Biometrie aktiv und merkte schnell, dass die Geräte, die es auf dem Markt gab, für Kunden geschaffen wurden, die spezielle Trainings im Umgang mit diesen Geräten erhielten. Die allgemeine Bevölkerung kann solche Geräte nicht intuitiv bedienen. Allerdings werden immer mehr solcher Sensoren in Selbstbedienungsszenarien eingesetzt. Das Ziel der Jenetric GmbH ist es also solche Sensoren-Geräte so zu gestalten, dass man sie unabhängig von Sprache und Kultur einsetzen kann. Ohne, dass man dafür spezielle Trainings braucht.

Die Technologie von Jenetric

Die entwickelte Technologie besteht aus Dünnschichttransistoren, die auf Glassubstrat angebracht sind. Dieses Glassubstrat hat den Vorteil gegenüber üblichen Sensoren auf Silicium, dass es viel günstiger ist. Außerdem ist das Glassubstrat transparent, wodurch man darunter beispielsweise einen Bildschirm platzieren kann. Viele herkömmliche Fingerabdrucksensor-Geräte sind auch viel zu groß, unhandlich und nicht mobil, um heutigen Anforderungen auch in Behörden zu entsprechen. Die Endkunden sind bislang vor allem staatliche Behörden, wobei die direkten Kunden sogenannte Systemintegrations-Unternehmen sind, wie T-Systems oder IBM. Diese integrieren die Technologie von Jenetric in ihre Software und machen dann das Geschäft mit den Behörden. Wenn beispielsweise die Grenzkontrollen mit neuen Geräten ausgestattet werden müssen, dann geht es da nicht nur um die Geräte an sich, sondern um eine komplette Infrastruktur. Das könnte dann ein kleines Startup vom Aufwand her gar nicht leisten.

Die Technologie soll dann auch für Smartphones genutzt werden können. Die Fingerabdrucksensoren, die heute in Smartphones genutzt werden, sind nicht so sicher wie es die Technologie von Behörden ist. Smartphones machen nur eine 1 zu 1 Analyse mit dem gespeicherten Fingerabdruck. Die Sensoren von der Jenetric GmbH entsprechen ganz anderen Anforderungen was Auflösung, Signal- und Rauschverhältnisse sowie technische Parameter angeht.

Herausforderungen des Startups

Während die Entwicklung des Produkts nach Plan verlief, ist eine Herausforderung das Produkt auf einem Markt zu verkaufen, auf dem man sich mit Wettberbern messen muss, die hier schon seit 20 Jahren aktiv sind. Obwohl die Nachfrage hoch ist, steht das Startup vor der Herausforderung Behörden die Sicherheit bieten zu können, dass das Startup auch im nächsten Jahr noch existiert.

Gegenüber Konkurrenten auf dem Gebiet der Fingerabdrucksensoren sieht Gründer und Geschäftsführer Wolfer der Jenetric GmbH vor allem einen technologischen Vorsprung. Im Bereich der Smartphone Branche gibt es kaum Wettbewerber, sodass sich Wolfer hohe Chancen für die Jenetric Technologie verspricht.

2014 gründeten Roberto Wolfer und Dirk Morgeneier die Jenetric GmbH. Zwei öffentliche Investoren und ein Business Angel finanzierten das Startup zu Anfang. Es schlossen sich 2 weitere erfolgreiche Finanzierungsrunden an und wenn alles nach Plan läuft, kann die Jenetric GmbH im nächsten Jahr schwarze Zahlen schreiben. Ein weiteres Investment ist allerdings nötig, um die Technologie für das Smartphone zu optimieren.