Das #1 Problem von Tech Startups – Der lokale Fachkräftemangel. Cyril Samovskiy, CEO von Mobilunity hat die Lösung

Der Konkurrenzdruck der deutschen Tech-Szene steigt jedes Jahr stark an: lokale und innovative Startups müssen mit großen, globalen Unternehmen um die Top-Talente der Branche kämpfen. Dabei geht es nicht immer fair zu. Heute sprechen wir mit Cyril Samovskiy, dem CEO des IT Nearshoring Unternehmens Mobilunity. Wir diskutieren, wie Startups beim schnellen Aufbau des passenden Tech-Teams kreativ werden können. 

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Stellen Sie sich bitte vor und erzählen Sie uns mehr über Ihr Unternehmen.

Mobilunity ist ein erfahrener Anbieter für die Vermittlung von Personal, mit einem weltweiten Angebot. Das Unternehmen wurde 2010 in Kiew, Ukraine gegründet. Nur mit diesen Hauptstärken konnten wir so lange auf dem Markt und als IT-Unternehmen bestehen: unser Management, unser Ansatz und natürlich unser Standort.

Die Ukraine verfügt über ein enormes Potenzial für Innovationen, das auf die Förderung von technikbegeisterten, kreativen und jungen IT-Fachleuten abzielt. Gleichzeit bietet das Land große Standortvorteile, da es von den meisten europäischen Städten innerhalb von nur drei Flugstunden erreicht werden kann. Unser Unternehmen hat ein klares und strategisch wichtiges Managementmodell entwickelt – wir nennen es die 3 Rs des Nearshoring: Relationships, Recruitment, und Retention

Was für ein Geschäftsmodell verfolgt Ihr Unternehmen? Welche Vorteile bietet Ihr spezielles Modell für Startups im Vergleich zu anderen Modellen?

Im Gegensatz zu einem traditionelleren Outsourcing-Modell erhält der Kunde beim Nearshoring ein dediziertes remote-Team und kann es auch tatsächlich leiten.

Wir bauen das Team von Anfang an selbst auf und stellen alle notwendigen Ressourcen bereit, damit es effektiv arbeiten kann. Zusätzlich gewährleisten wir eine geeignete und zuverlässige Kommunikation zwischen dem Team-Manager (befindet sich normalerweise in der Zentrale) und dem eigentlichen Entwicklungsteam. 

Wir fokussieren uns voll und ganz auf eine reibungslose und transparente Umsetzung im Team. Doch dieses Modell hat auch Nachteile, denn nicht jeder ist in der Position oder Willens ein remote Tech-Team selbst zu leiten. Doch die Vorteile bezüglich Geschwindigkeit, Flexibilität und Kosten überwiegen. 

Die näheren Vorteile, wenn Sie sich für das Nearshoring-Modell von Mobilunity entscheiden, umfassen: 

  • Geschwindigkeit – Die Akquisitionszeit des Teams beträgt unabhängig der Größe nur 4-6 Wochen.
  • Verfügbarkeit / Diversität – Wenn der ukrainische Markt Talente aufweist, können wir sie sicher für Ihr Unternehmen finden.
  • Kosten – Attraktive Pauschalpreise, welche die Gesamtkosten senken (Besonders, wenn alle Gemeinkosten, HR-Tätigkeiten, Personalsuche, Urlaubstage, Sozialleistungen usw. berücksichtigt werden)

Warum ist die Ukraine hinsichtlich von remote Entwicklungsteams besonders?

Zuerst muss ich mich freisprechen – Ich bin voreingenommen 😉 Als Ukrainer kann ich natürlich nicht zu 100 % objektiv sein. Andererseits habe ich – und das wäre ein weiterer Disclaimer, früher mit verschiedenen Entwicklungsteams, an verschiedenen Orten gearbeitet. Während meiner beruflichen Laufbahn im Bereich der Softwareentwicklung habe ich mit drei Ländern in Asien, beiden Ländern in Nordamerika und 4 europäischen Staaten zusammengearbeitet. 

Mit diesen Disclaimern ist die Ukraine meiner Meinung nach die beste Option, wenn eine komplexe Entwicklung notwendig ist, bei denen kritisches Denken essenziell ist und bei denen es keine “bekannten Wege gibt, denen man folgen kann” – und bei denen ein besonderes Engagement des Teams erforderlich ist. Die Ukrainer stehen der “europäischen” Denkweise sehr nah. Diese Menschen sind sehr Stolz auf das, was sie tun. Sie werden niemals ein Teil von etwas sein wollen, das Gewöhnlich, einfach oder Nutzlos ist. Die Stärke dieser Nation macht es in den Augen von potenziellen Kunden auch weniger attraktiv. Ich habe es oft erlebt, dass die Ukraine als Outsourcingziel ausgewählt wurde und die Ukrainer von Anfang an nicht beteiligt sein wollten. Einfach nur, weil es zu langweilig, teuer oder einfach ineffektiv wäre, es hier in diesem Land zu tun.   

Das Modell der remote Tech-Teams ist meiner Meinung nach eine der besten Möglichkeiten für ukrainische Techniker:

  • Es gibt direkten Zugang und Prozesse für die Zusammenarbeit mit den Hauptsitzen – Denn für Ukrainer ist es, denke ich, sehr wichtig zu wissen und zu sehen (auch täglich) mit wem sie zusammenarbeiten und warum.
  • Sie möchten mit ihren Tätigkeiten einen globalen Einfluss haben. Ehrlich gesagt ist der ukrainische IT-Binnenmarkt (was die Dienstleistungen und Bedürfnisse angeht) ziemlich klein. Ukrainer sind sehr an die Arbeit im Export gewöhnt. Mit dem Modell der remote Entwicklungsteams werden oft Dinge gemacht, die einen weltweiten Einfluss haben (Gewinn!) oder einen lokalen (noch unbekannten und daher faszinierenden) Markt eines bestimmten Landes oder Region beeinflussen. 

Natürlich ist es auch erwähnenswert, dass die Ukraine einen riesigen Tech-Talentpool mit mehr als 200.000 Entwicklern besitzt. Dadurch kann die richtige Person schnell gefunden werden, wenn der Anbieter die Entscheidungsfaktoren des Talentpools kennen. 

Können Sie Erfolgsgeschichten von Kunden in der DACH-Region mit uns teilen?

Selbstverständlich! Die DACH-Region ist traditionell unser ältester und bester Freund: 29 % all unserer Kunden kommen aus der Schweiz und 11 % aus Deutschland. Gern teile ich einige Erfahrungen, insbesondere von Startups:

Nehmen wir als Beispiel ein Schweizer Startup, welches seit 2013 im Insuretech-Bereich aktiv ist. Das Unternehmen bietet eine einfache Onlineverwaltung und fachkundige Beratung auf seinen Plattformen an. Die Aufgabe des von Mobilunity bereitgestellten Tech-Teams bestand darin, die Grenzen der Plattform zu erweitern und so eine Zusammenarbeit mit großen Schweizer Versicherungsunternehmen zu ermöglichen. In den letzten Jahren wurde das Team, so sagen sie selbst, ein integraler Bestandteil der Unternehmenskultur des Kunden. Außerdem wurde der Scrum Master zum CTO des Unternehmens befördert und geht dieser Position bereits mehrere Jahre nach. 

Ein weiteres Beispiel ist ein kleines Schweizer Startup in der Kunstbranche mit bekannten Herausforderungen: ein begrenztes Budget und große operativen Kosten in der Schweiz. Gleichzeitig hatten sie große Ambitionen, die Plattform schnell zu veröffentlichen und in der Entwicklung flexibel zu bleiben. Sie beauftragten einen Senior Entwickler von Mobilunity, welcher eng mit dem CTO des Startups zusammenarbeitet und die Aufgaben perfekt gemäß der Roadmap umsetzt. Eine einzige Neueinstellung konnte das Unternehmen enorm verbessern. 

Welchen Rat können Sie Startups geben, die ein verteiltes Tech-Team nutzen möchten? 

Zunächst müssen Sie Zeit in den Aufbau des remote Tech-Teams investieren, es über das Unternehmen und die Produkte informieren und die wichtigsten Werte vermitteln. Sie müssen von Anfang an in den Prozess eingebunden werden, damit das Team engagiert und effektiv an Ihren Projekten arbeiten kann. 

Es scheint ein hoher Einsatz zu sein, doch die anfänglichen Bemühungen zahlen sich aus. Schon nach wenigen Wochen werden Sie feststellen, dass Ihre remote Mitarbeiter bereits Teil ihres Tech-Teams und Ihrer Unternehmenskultur geworden sind und an Ihren Zielen und der Unternehmensvision interessiert sind. 

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