i3 Membrane Investment: Neue Trenntechnik für Biomoleküle

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) aus Bonn und drei Privatinvestoren haben insgesamt einen 7-stelligen Betrag in das weitere Wachstum der i3 Membrane GmbH investiert. Das Unternehmen aus der Nähe von Dresden entwickelt neue Trenntechniken für Biomoleküle. Laut der Pressemitteilung des HTGF steht der Aufbau einer Eigenfertigung in Radeberg bei Dresden für Membranfilter im Fokus der Finanzierungsrunde.

Mit frischem Investment zur Marktreife

Die neue Trenntechnologie soll mithilfe des Investments zur Marktreife gebracht werden. Sie basiert auf der Nutzung von elektrischen Feldern zur Trennung und Wiedergewinnung von Biomolekülen wie beispielsweise Proteinen und Antikörpern. Seit 2016 wurde diese Technologie entwickelt und ist weltweit bisher über 7 Patente abgesichert. Biotechnologische Trennprozesse werden schonender, effizienter und einfacher.

„Biotechnologische Prozesse und die dazugehörigen Trenntechnologien werden in Zukunft eine zentrale Rolle nicht nur bei der Impfstoffherstellung sondern auch bei der Entwicklung intelligenter Krebsmedizin spielen.“ erklärt Stephan Brinke-Seiferth, Geschäftsführer der i3 Membrane GmbH

Die neu entwickelte Trenntechnologie von i3 Membrane basiert auf der Nutzung elektrischer Felder zur Anhaftung oder Abstoßung von geladenen Biomolekülen. Sogenannte Chromatographische (intrinsisch geladene) Membranen sind seit ca. 15 Jahren auf dem Markt und werden zunehmend in biotechnologischen Trennprozessen eingesetzt. Der Vorteil dieser Polymermembranen liegt in der Effizienz, die ca. 10-mal höher ist als die von herkömmlichen chromatographischen Trennprozessen. Der Nachteil ist, dass Biomoleküle, die adsorbiert werden, nur dann wiedergewonnen werden können, wenn man hohe Salzkonzentrationen einsetzt oder den pH-Wert verschiebt.

Chromatographische Membranen – ein 300 Mio USD Markt

Dieser Nachteil wird durch die neue Technologie der i3 beseitigt. Mittels ultradünner Goldschichten, die direkt auf der Membranoberfläche aufgebracht werden, können elektrische Felder durch Anlegen elektrischer Spannung erzeugt werden. Adsorbierte Biomoleküle können so einfach durch Einschalten einer Spannung wiedergewonnen werden. Der Markt für Chromatographische Membranen weist derzeit weltweit ein Jahresumsatz von ca. 300 Mio. US-Dollar auf und wächst sehr stark mit etwa zwanzig Prozent pro Jahr. Der Einsatz dieser Membrantechnologie wird die Entwicklung der Biotechnologie beschleunigen.

„Uns hat die intelligente, aber trotz dessen einfache Innovation und die neuen Eigenschaften der Filtermembranen überzeugt. Wir freuen uns sehr, das erfahrene Team beim Wachstum des Unternehmens weiterhin zu unterstützen.“ Marco Winzer, Investmentmanager beim High-Tech Gründerfonds

Über i3 Membrane

Die i3 Membrane GmbH wurde im April 2013 gegründet und hat sich als Trenntechnikspezialist im Bereich Medizin- und Labortechnik nachhaltig etabliert. Die i3 beschäftigt derzeit 24 Mitarbeiter und hat Standorte in Hamburg und Radeberg bei Dresden.

Über den High-Tech Gründerfonds

Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Startups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 fast 600 Startups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Startup-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft.

Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen Digital Tech, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Über 2,9 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.700 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft. Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die 32 Unternehmen.

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

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