Growth Hacking – Die Methode um den Absatz zu fördern und Bekanntheit zu erlagen (Teil 1)

Wie Growth Hacking funktioniert und ob sich durch den Einsatz der Methode wirklich ein schnelles Wachstum mit geringen Ressourcen erzeugen lässt?

„Growth“ steht für Wachstum und „Hacking“ kommt aus dem IT-Bereich und bedeutet so viel wie „tricksen“. Bei der Begrifflichkeit Growth Hacking geht es um „hacks“ mit denen der angestrebte Wachstum schneller erreicht werden kann. Growth Hacking ist dafür bekannt von Unternehmen verwendet zu werden, die nur geringe Ressourcen zur Verfügung haben, aber ein schnelles Wachstum erlangen möchten.

Wie funktioniert Growth Hacking?

Die Methoden des Growth Hacking halten sich dabei nicht an die herkömmlichen Strukturen, sondern versuchen, diese bewusst zu brechen, um etwas Neues zu schaffen. Dabei werden analytisches Denken, Kreativität und unterschiedliche Social Media Techniken mit einander vereint.

Das primäre Ziel ist das Wachstum. Die Bekanntheit und das Image der Marke selbst sind sekundär. Die Strategie zielt darauf ab, die Reichweite und Bekanntheit eines Produktes oder eine Leistung zu stärken und damit den Absatz langfristig zu fördern.

Bevor es losgeht ist eine Zieldefinition von hoher Bedeutung. Ein messbares Ziel muss definiert und ein Zeitrahmen für die Umsetzung festgelegt werden. Neben einem Hauptziel können weitere kleine Ziele bestimmt werden.

Die PIE-Methode

Es gibt mehrere Growth Hacking Strategien die angewendet werden können. Ein Beispiel ist die PIE-Methode. Niederlagen und Fehlentscheidungen gehören zu der Entwicklung eines Startups dazu und können einen großen Lerneffekt bieten. Trotzdem sollte jede Maßnahme mit dem Ziel auf Erfolg geplant werden. Die PIE-Methode hat das Ziel, Ideen und Ansätze zu bewerten und zu priorisieren, um möglichst viele Fehlschläge im Vorfeld zu vermeiden und sich auf die Potenziale zu konzentrieren. 

Alle Ideen und Ansätze die im Brainstorming entstanden sind werden in einer Tabelle angelegt und auf die drei folgenden Aspekte bewertet. 

P – Potenzial
Welches Potenzial hat die Idee? Trägt die Umsetzung der Idee dazu bei das definierte Ziel zu erreichen? 

I – Importance
Wie wichtig ist die Idee? Wichtig ist es an dieser Stelle wirklich Nachforschungen anzustellen, um Vermutungen zu belegen. 

E – Ease
Wie aufwendig ist die Umsetzung? Entstehen technische Hürden, wie sehen die Entscheidungswege aus und welche Ressourcen müssen aufgewendet werden? 

In der Tabelle wird jeder Idee ein Wert zwischen 1-10 zu den jeweiligen drei Faktoren zugeordnet. Aus allen Punkten wird der Durchschnitt eines jeweiligen Ansatzes errechnet und damit der PIE-Score einer Idee. Es lassen sich die einzelnen Ideen nach ihren Potenzialen einordnen und die Umsetzung kann erfolgen. 

Neben der Anwendung der Growth Hacking Strategien spielen weitere Faktoren eine bedeutende Rolle. Das Team sollte verschiedene Skills mitbringen wie Kreativität, ein Verständnis für Marketing und Programmierung und Data Driven getrieben sein. Wichtig ist: Es geht darum neue Ansätze zu schaffen. Querdenker sind gefragt. 


Im zweiten Teil wird es um die Methoden und Tipps für ein erfolgreiches Growth Hacking gehen.

Mehr zu dem Thema findet sich in dem Buch von Morgan Brown „Hacking Growth: How Today’s Fastest-Growing Companies Drive Breakout“