Goldschwamm: wirksam gegen Krebs

Marin Startup Goldschwämme

Ein Forschungsteam der TU Bergakademie Freiberg und dem Universitätsklinikum Dresden hat die Wirksamkeit des Stoffs Aeroplysinin-1 gegen Krebstumore und -metastasen nachweisen können. Der Wirkstoff Aeroplysinin-1 wird aus dem „Goldschwamm“ Aplysina aerophoba aus dem Meer gewonnen. Das Startup BromMarin, eine Ausgründung der Forschungsgruppe der TU Bergakademie Freiberg, hat ein neuartiges und nachhaltiges Extraktionsverfahren entwickelt, um den Wirkstoff für weitere Studien, die Pharmazie, Kosmetik und Biomedizin aber auch für Materialwissenschaften bereit stellen zu können.

Freiberger Startup BromMarin GmbH

Erstmals konnte das Forschungsteam um Prof. Dr. Hermann Ehrlich, Leiter der Forschungsgruppe, sowie Prof. Dr. Bornstein, Direktor am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Aeroplysinin-1 als potenziellen Wirkstoff gegen bestimmte Krebs-Tumore identifizieren. Die BromMarin GmbH aus Freiberg ist eine von Prof. Dr. Hermann Ehrlich initiierte Ausgründung, die sich auf Wirkstoffe und Biomaterialien aus Meeresschwämmen spezialisiert hat. Das Startup hat sich nach 7 Jahren Forschung an der Bergakademie 2015 gegründet. Die Vision des jungen Unternehmens:

Wir wollen die Mechanismen, die Schwämmen seit Jahrmillionen das Überleben sichern, für die Menschheit nutzbar machen.

Das Startup hat eine Pilot-Schwammzuchtanalge im Mittelmeer aufgebaut, um so nachhaltig die Wirkstoffe aus Schwämmen zu gewinnen. Damit kann das Startup die unterschiedlichen Wirkstoffe für die marine Pharmazie u.a. nutzbar machen. Der besondere Erfolg des Unternehmens und seiner Forschungen ist es, das Aeroplysinin-1 in reinster Form extrahieren zu können. Unter der Mission „Squeeze the sponge’s full potential“ möchte BromMarin das gesamte Potential mariner Schwämme ausschöpfen.

Quellen und weitere Informationen unter TU Freiberg, IHK Chemnitz sowie BromMarin.com.