MEETLE: Die Geosocial App Gründer im Interview

Erfahrungen, Learnings und Ziele der Gründer

Geosocial App meetle
Die Geosocial App meetle Gründer

Launch der Geosocial App Meetle

Die neue Geosocial App Meetle gibt es ab jetzt im App und Google Play Store. Die Gründer Axel Augstein und Karl-Ludwig Wachler haben meetle 2014 gegründet. Sie wollten eine App entwickeln, die es leichter macht mit Freunden in Kontakt zu treten und diese auch offline spontan treffen zu können. Seitdem tüfteln sie mit Hilfe von ihren Mitarbeitern an ihrer Idee ein soziales Netzwerk zu etablieren, das sicher ist und Spaß macht.

Geosocial Network Apps sind Applikationen bei denen soziale Netzwerke mit Hilfe von geografisch basierten Informationen aufgebaut werden. Nutzer der Geosocial App Meetle z.B. können einen individuellen Avatar erstellen, einen sogenannten Meetle, der sie auf einer sogenannten Meetle map repräsentiert. Befreundete Kontakte werden unter Angabe der Entfernung auch auf dieser Karte angezeigt. So kann man schnell mit Freunden oder Familie in Kontakt treten und sich sogar spontan im nächsten Kaffee oder der nächsten Bar treffen. Da nur die Distanz bis zu 500m Entfernung angegeben wird und die Tracking Daten nicht gespeichert werden, sind die persönlichen Daten geschützt. Meetle kennt nur die letzte Position, bzw. Aktivität. Nach einem Standortwechsel oder der Änderung der Aktivität wird die Information umgehend vom Server gelöscht. So bietet die Geosocial App Meetle alle Vorteile einer standortbasierten App ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen. Im Interview erzählen uns die Gründer mehr zu ihrer Idee, ihren Erfahrungen und ihren Zielen.

Wer arbeitet bei Meetle und woran?

Wir bei Meetle sind aktuell ein Team von 13 Leuten, die mit voller Energie daran arbeiten, mit Meetle eine Erfolgsgeschichte zu schreiben. Immer mit dabei sind unsere beiden Gründer, Karl und Axel. Der Hauptfokus liegt momentan in der Weiterentwicklung des Produkts. Es heißt Konzepte schreiben, Inhalte abstimmen und natürlich das eigentliche Coding voranzubringen. Dazu sind wir gerade sehr aktiv dabei, unsere App zu promoten. Die offene Atmosphäre und die Arbeit auf Augenhöhe erlaubt es dabei, dass jeder im Team sich frei entfalten kann.

Wie seid ihr auf die Idee für Meetle gekommen und warum ist diese App für Nutzer so interessant?

Die Idee für meetle hatten Karl und Axel bei einem Weihnachtsessen. Ihr Ziel war es, eine einfache Möglichkeit zu schaffen, mit den engen Freunden und der Familie in Kontakt zu bleiben.

Mit Meetle kann man auf einen Blick sehen, wie nah beispielsweise gute Freunde oder die Familie gerade sind. Dabei werden die grob gerundete Entfernung und keine genauen Standorte angezeigt. Meetle ermöglicht so einfache und spontane Treffen, ohne dabei auf Privatsphäre zu verzichten. Die Darstellung der Nutzer erfolgt zudem über Avatare, die völlig individuell gestaltet werden können – auch hier werden also persönliche Informationen maximal geschützt.

Was ist das besondere an Meetle, was diese Geosocial App von anderen sozialen Netzwerken abhebt?

Meetle zielt nicht auf das virtuelle Netzwerk ab, sondern das reale. Zudem geht es uns darum, aus der digitalen Welt wieder mehr in die reale Welt zu kommen. Wir verdienen kein Geld mit Daten und die Privatsphäre steht an oberster Stelle.

Welche Herausforderungen haben euch Schwierigkeiten bereitet?

Wir haben wahrscheinlich ähnliche Herausforderungen wie die meisten Startups, die sich im App Bereich aufstellen: trotz nicht zu üppiger Ressourcenausstattung die richtigen Menschen zu finden und halten zu können, der Vielfalt an Aufgaben begegnen zu können, uns selbst geeignet weiterzubilden, in der Dynamik die richtigen Prioritäten zu setzen, diese kontinuierlich zu reflektieren und neben der eigenen Entwicklung noch den Markt zu beobachten sowie geeignete Fördermaßnahmen zu identifizieren und einzuwerben.

Wie habt ihr sie gelöst?

Zentral ist es, mit der vollen Überzeugung und ganzer Leidenschaft hinter dem Projekt zu stehen. Dann hat man genug Energie, auch in schwierigen Phasen weiterzumachen. Dazu kommt, dass man Phasen zur Erholung braucht, auch um Abstand zu gewinnen. Hier konnten wir uns im Team immer wieder gut unterstützen.

Es ist uns auch gelungen, schnell belastbare Netzwerke aufzubauen. Dadurch konnten wir zum einen flexibel auf personelle Herausforderungen reagieren, uns auf der anderen Seite aber auch viel Erfahrung und Know-how ins Boot holen.

Was habt ihr aus dem Prozess zum Launch der Geosocial App gelernt?

Dass es sehr schwer ist, den richtigen Moment zu finden bzw. dass es den richtigen Moment zum Launch nicht gibt. Wichtig ist, dass wir uns erstmal trauen mussten. Wir haben gelernt, dass die User gerade am Anfang verzeihen, wenn wir für das Feedback offen sind und sie merken, dass was in der App passiert.

Wir haben auch gesehen, dass es wichtig ist, aktiv Öffentlichkeit zu erzeugen. Sehr wertvoll waren zudem die vielen neuen Perspektiven der Rückmeldungen, die wir mit dem Launch erhalten haben.

Wie gelingt es euch, neue Nutzer für euer Netzwerk zu finden?

Zum einen durch klassische Promotion. Wir sind auf regionalen Veranstaltungen mit kleinen Gewinnspielen und den sozialen Medien sehr aktiv. Dazu konnten wir schon mehrere Presseauftritte erzielen.

Noch wichtiger ist aber die Mundpropaganda. Gerade bei unseren persönlichen Netzwerken sehen wir, wie begeisterte Nutzer plötzlich selbst Multiplikatoren sind.

Wie steht ihr dazu, dass die Geosocial App auch zur Kontrolle von Verwandten oder Freunden genutzt werden kann?

Genau um dem entgegenzuwirken haben wir einen starken Fokus auf die Privatsphäre gelegt. Jeder Nutzer muss seine Kontakte bestätigen und von diesen bestätigt werden. Eine ungewollte Kontrolle bzw. ein ungewolltes Teilen ist auf diese Weise schon nicht möglich. Zudem kann ich mich, wenn mir dann doch danach ist, bequem auf unsichtbar stellen. Die Darstellung der Position erfolgt zudem über die meetle-Map ohne exakten Standort, sondern mit einer ungefähren Entfernungsangabe.

Standortbasierte Netzwerke unter Angabe von Entfernungen zu anderen Nutzern kennt man hauptsächlich aus der Welt der Dating Apps. Was macht eure Geosocial App anders?

Der einfachste Unterschied, gerade gegenüber Dating Apps ist sicherlich, dass meetle nur Leute zeigt, die man bereits kennt. Wir legen klar den Fokus auf enge Freunde und Familie. Das ist einmalig. Wir verzichten auf Profilfotos und haben eine einzigartige App-Atmosphäre geschaffen in der sich die Nutzer wohlfühlen und eben auch ohne Profilfoto identifizieren können.

Wie viele Nutzer hat Meetle bereits?

Seit dem offiziellen Release auch für Android im August haben wir etwa 1000 aktive Nutzer.

Welche Pläne habt ihr für die Zukunft von Meetle?

Wir wollen und werden Meetle als das Facebook der geosozialen Netzwerke ausbauen und damit einhergehend einen festen Platz in der Location Based Advertising Welt einnehmen. Dazu haben wir eine ganze Reihe wunderbarer Dienste geplant, die auf unserer Grundfunktion des Location Sharing aufbauen. Auch wenn wir hier nicht alles verraten können: Alleine die Möglichkeit Freunden standortbasierend und virtuell etwas hinterlassen zu können, ist ein spannendes Beispiel dafür, wohin die Reise geht.