Lohnen sich ETFs für Startups?

Obwohl der Begriff ETF in aller Munde ist, wissen viele Anleger nicht genau, worum es sich dabei handelt. Dies liegt unter anderem daran, dass ETFs bei Finanzberatern und Banken eher unbeliebt sind, denn mit ihnen fallen deutlich weniger Provisionen an als bei den meisten anderen Finanzprodukten. ETFs werden daher vor allem von Honorarberatern vermittelt. Profis nutzen diese Geldanlage jedoch bereits seit geraumer Zeit für ihr Portfolio, ebenso wie Großanleger und Privatanleger. Dementsprechend steigend verhält sich der Bekanntheitsgrad von ETFs, und auch online finden sich interessante Anregungen dazu.

Ein bezahlter Gastbeitrag von Joachim Konstanz

Ein börsengehandelter Indexfonds

ETF bedeutet wörtlich „Exchange Traded Fund„. Dies ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Marktindex, wie zum Beispiel des DAX oder des Nikkei, abbildet. Ein Indexfonds gibt die Entwicklung eines bestimmten Index genau wieder und kann somit als Marktbarometer betrachtet werden. Außerdem erlaubt er eine ständige Kontrolle darüber, worin investiert wird, da die Zusammensetzung eines Index stets bekannt ist.

Vorteile der ETFs, auch für Startups:

Über den Fintech-Anbieter Weltsparen lässt sich beispielsweise schnell und einfach ein Sparplan erstellen, mit dem Privatanleger sich langfristig ein Vermögen mit einem global diversifizierten ETF-Portfolio aufbauen können.

Aber auch für Startups können ETFs durchaus als Geldanlage von Interesse sein. Denn mit einem ETF kann mittels nur eines Wertpapiers in ganze Märkte und Anlageformen investiert werden, und dies zu jeder Zeit. Doch Vorsicht: ETFs unterliegen, wie alle Investmentfonds, ständigen Schwankungen an der Börse. Junge Unternehmen, die meist fremd finanziert sind und auf Liquidität angewiesen sind, sollten sich dessen bewusst sein, dass sie sich einem Marktrisiko aussetzen und auch Verluste möglich sind. Generell gilt: An der Börse sollte nur Kapital investiert werden, welches für einen langen Zeitraum nicht benötigt wird. Unternehmen, die über solche Mittel nicht verfügen, sollten sich kurzfristige Investitionen an der Börse genau überlegen.

Wie funktioniert der Handel mit ETFs?

ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt und können während deren Öffnungszeiten ständig gekauft wie auch verkauft werden – dies etwa im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds, bei denen ein Handel lediglich einmal pro Tag über die jeweilige Fondsgesellschaft stattfindet. Zudem kann schon ab kleinen Sparraten in ETFs investiert werden. Dabei stehen zuverlässige Renditen bei überschaubarem Anlagerisiko in Aussicht – je breiter gestreut der ETF, etwa in Bezug auf Branchen und Länder, umso geringer das Risiko. Generell empfiehlt sich ein eher längerer Anlagehorizont, um Börsenschwankungen möglichst auszusitzen.

Darüber hinaus entfallen bei ETFs die Ausgabeaufschläge, wie sie beispielsweise die gängigen aktiv gemanagten Publikumsfonds verlangen. Es sind einzig die Ordergebühren der Bank zu entrichten. Die Kosten für Indexfonds heißen TER („Total Expense Ratio„), ein jährlicher Prozentsatz, der sich ungefähr zwischen 0,1 bis 0,5 Prozent bewegt.

Zusammengefasst bieten ETFs einige Vorteile, die sich auch für Startups lohnen: Sie sind günstiger als klassische Fonds, äußerst flexibel und erlauben darüber hinaus eine breite Streuung. Durch den direkten Kauf an der Börse sind sie zudem eine sehr transparente Geldanlage, die eine stete Liquidität gewährt. Gerade die Möglichkeit, schnell zu reagieren und bei Bedarf zuzugreifen oder zu veräußern, kann für Startups von Bedeutung sein.

ETFs versus Einzelaktien

Mit breit gestreuten ETFs schlägt man, laut Börsen-Guru Warren Buffet, mindestens 90% der Anleger, die sich auf Einzelaktien stützen. Einzelaktien sind zweifellos die riskantere Anlageform, wenn sie auch für zahlreiche Anleger ihren Reiz haben. Doch Einzelaktien bergen nicht nur ein größeres Verlustrisiko, sie benötigen deutlich mehr Wartung und Pflege. Um die nötige Diversifikation muss man sich selbst kümmern, und anfallende Transaktionskosten mindern gegebenenfalls die Rendite. Man sollte also unbedingt ausreichend Zeit und vor allem das nötige Know-How zur Verfügung haben. Unter Umständen wäre eine Mischform eine kluge Variante.

Startups jedenfalls sollten stets ihre Liquidität-Bedürfnisse und die weitere Planung ihres Unternehmens im Auge behalten. Hierfür bieten ETFs sicherlich eine attraktive Anlagemöglichkeit.

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