EXIT für JeNaCell – Evonik Venture Capital kauft Anteile von Biotech-Unternehmen aus Thüringen

(Quelle: JeNaCell)

Wie der High-Tech Gründerfonds Sachsen (HTGFS) mitteilt, hat Evonic Venture Capital (EVC) alle Anteile an dem Jenaer Biotech Unternehmen JeNaCell erworben. Die Summe des EXIT für JeNaCell ist nicht bekannt. Zuvor waren neben dem HTGFS und EVC außerdem die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), die bm-t, die Sparkasse Jena-Saale-Holzland sowie eine Deutsche Investorenfamilie an JeNaCell beteiligt. 

Evonik Venture Capital erweitert sein Biotech Portfolio 

Die international aktive Evonik Venture Capital GmbH hat ihr Portfolio um ein weiteres Biotech Startup im Rahamen eines EXITs erweitert. Das Unternehmen erwarb die gesamten Anteile von den vorherigen InvestorInnen des Jenaer Biotech-Unternehmens JeNaCell zu einer nicht bekannten Summe. Die MitarbeiterInnen von JeNaCell werden laut der Pressemitteilung weiter am Entwicklungs- und Produktionsstandort in Jena beschäftigt sein.

„JeNaCell ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wertvoll die deutsche Innovationslandschaft für große Unternehmen ist. Das Konsortium aus führenden deutschen Investoren hat den Branchenwandel hin zu naturidentischen Materialien früh erkannt und JeNaCell aktiv bei der Entwicklung dieser Technologie unterstützt und begleitet. EVC lernte das Start-up durch den HTGF kennen. Die Relevanz für die Innovationswachstumsfelder des Konzerns waren für das Investment entscheidend.“ Bernhard Mohr, Leiter von Evonik Venture Capital (EVC)

JeNaCell ist eine Ausgründung der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Begonnen hat es mit einer kleinen Pilotanlage auf zwei Labortischen, heute steht in Jena eine große Reinraum-Produktionshalle mit Hexa-Anlagen. Im Jahr 2017 brachte das Unternehmen sein erstes Produkt epicite auf den Markt. Die medizinischen Wundauflagen zur Versorgung chronischer Wunden, chirurgischer Wunden und Verbrennungen basieren auf biotechnologisch gewonnener Cellulose. Dabei handelt es sich um ein hautfreundliches und weiches Biomaterial, das für ein heilungsförderndes Mikroklima auf der Wunde sorgt und sich schmerzfrei ablösen lässt. Weitere von JeNaCell entwickelte Technologien umfassen Weichgewebe-Implantate, transdermale Freisetzungssysteme und dermatologische Anwendungen.

„Unser junges Unternehmen hat seit der Gründung eine aufregende Entwicklung durchlaufen. Wir freuen uns sehr darauf, unserer Vision nun gemeinsam mit Evonik folgen und unser volles Potential ausschöpfen zu können. Möglich ist das, weil unser über die Jahre gewachsenes Investorenteam uns immer und in allen Belangen konsequent unterstützt hat.“ Dana Kralisch, Geschäftsführerin von JeNaCell, betont, wie dankbar das ganze Team für diese essentielle Unterstützung während der ersten, risikoreichen Jahre des Unternehmensaufbaus ist.

Der Erfolgspfad von JeNaCell

2012 hatte der High-Tech Gründerfonds bereits gemeinsam mit STIFT und einer Deutschen Investorenfamilie die Seedrunde finanziert. 2015 kamen im Rahmen der Series A die bm|t, die Sparkasse Jena-Saale-Holzland sowie im Second Closing schließlich auch EVC hinzu. Danach teilten sich EVC als Leadinvestor sowie bm|t und HTGF den Löwenanteil des Finanzierungsbedarfs in mehreren gemeinsamen Finanzierungsrunden.

Nach dem EXIT wird JeNaCell jetzt in das Health Care-Geschäft von EVC integriert. Der Konzern will damit die Weiterentwicklung der Wachstums-Division Nutrition & Care hin zu einem Systemlösungsanbieter sowie den Ausbau der divisionsweiten Technologieplattform für natürliche Materialien in der Medizintechnik beschleunigen.

„Es freut mich besonders, mit Evonik einen am Markt erfahrenen und strategisch bestens passenden Partner für die JeNaCell gefunden zu haben, der das Unternehmen am Standort Thüringen weiter entwickeln will. Im Gegenzug erhält Evonik ein hochinnovatives Produkt sowie ein exzellentes Team.“ Katrin Uschmann, Senior Investment Manager der bm|t

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

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