Enginsight – IT-Sicherheit Expertise aus Jena

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Das Enginsight-Team rund um die Gründer Mario Jandeck und Eric Range entwickelt Software-Lösungen, die IT-Sicherheit für KMUs automatisiert und vereinfacht. (Quelle: Enginsight)

In Zeiten von Digitalisierung 4.0 und dem Internet der Dinge wird auch Cyberkriminalität immer beliebter. Das Tech-Startup Enginsight aus Jena hat sich auf die autonome Überwachung und Absicherung von IT-Landschaften spezialisiert. Wir stellen euch das Startup aus dem Bereich IT-Sicherheit in diesem Beitrag näher vor. 

7 von 10 Unternehmen werden Opfer von Cyberkriminalität

Im Rahmen einer Studie hat Bitkom im vergangenen Jahr mehr als 500 Unternehmen zum Thema IT-Sicherheit und Datendiebstahl befragt. Dabei ist herausgekommen, dass 7 von 10 Unternehmen seit 2016 Opfer von Cyber-Kriminalität geworden sind. Besonders häufig waren das mittelständische Unternehmen  mit 100 – 500 MitarbeiterInnen (73%). Diese sind der Studie zufolge in Deutschland häufig besonders innovativ und fest in die Lieferkette größerer Unternehmen involviert. ExpertInnen sind der Meinung, dass das Risiko Opfer von Cyberkriminalität zu werden auch mit der zunehmenden Digitalisierung steigt.

Muss ein kleines Startup Angst vor Hackern haben?

Viele GründerInnen unterschätzen die Gefahr Opfer von Hacker-Angriffen zu werden. Doch besonders der Handel mit personenbezogenen Daten auf dem Schwarzmarkt ist ein lukratives Geschäft. Für viele Startups ist genau das die Grundlage ihres Geschäftsmodells.

„Ein Hackerangriff läuft meistens so ab, dass Bots die Unternehmen ausspionieren und echte Hacker auf dieser Basis schließlich einen Angriff starten. Dann folgen oft Lösegeldforderungen. Besonders wenn es um personenbezogene Daten geht, spielt die Branche dabei keine Rolle. Deshalb sollten sich Unternehmen jeder Größe und Branche fragen, ob ihre Daten sicher sind.“, erklärt Max Tarantik von Enginsight im Gespräch mit Startup Mitteldeutschland.

Wann sollten sich Startups also mit dem Thema IT-Sicherheit auseinandersetzen? Laut Max Tarantik sobald ein Produkt vorhanden ist oder Wissen generiert wird. Denn ab diesem Zeitpunkt finden digitale Prozesse statt, die ausspioniert werden können.

IT-Sicherheit aus Thüringen optimiert für kleine Unternehmen und den Mittelstand

Das Jenaer Startup Enginsight hat sich in der B2B-Branche auf die autonome Überwachung von Cybesecurity spezialisiert. Das Team um die Geschäftsführer Mario Jandeck und Eric Range möchte mit ihrer Lösung Unternehmen einen sicheren Weg in die digitale Zukunft bereiten. Kennen gelernt haben sich die Gründer bei Jenoptik, 2017 haben sie dann ihr eigenes Startup gegründet. Sort arbeiten sie jetzt mit einem kleinen Team an der innovativen Software-Lösung, die das Thema IT-Sicherheit für Unternehmen vereinfachen soll.

Enginsight bieten verschiedene Features rund um IT-Security, IT-Monitoring, IT-Management sowie automatisierte Penetrationstests und ist dabei auf den Mittelstand spezialisiert. Denn Mittelständische Unternehmen müssen häufig schnell aufholen, um nicht abgehängt zu werden, wenn es um die Digitalisierung ihrer Technologien geht. Oft fehlt hier aber das nötige Know-how, oder es sind nur einzelne Tools für viele kleine Schritte verfügbar. Die wenigen großen Tools sind oft kompliziert und teuer. Die Konzeption als All-in-One-Lösung ermöglicht, dass Enginsight die Überwachung ganzer IT-Infrastrukturen eines Unternehmens übernehmen kann.

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Beispielansicht des Analyse-Bereichs der Software. (Quelle: Enginsight)

So funktioniert’s:

Zunächst untersucht die Software von Enginsight die IT-Infrastruktur der Unternehmen aus zwei Blickwinkeln: Zum einen von außen, wie Hacker es tun würden, um Schwachstellen zu finden. Im Anschluss dann von innen um herauszufinden, welche Prozesse zu welchem Zeitpunkt an welcher Stelle ablaufen. Die Software analysiert dabei pro-aktiv den sogenannten „Security Score“ und übernimmt im nächsten Schritt die Überwachung aller Metriken. Zur Überwachung der Metriken setzt Enginsight unter anderem auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), um Anomalien vollständig autonom und ohne Konfigurationsaufwand aufzuspüren.

Mit anderen Worten bedeutet das: Die Software die Enginsight entwickelt, automatisiert komplizierte Prozesse die sonst händisch ausgeführt werden, denn das ist besonders für KMUs zeitaufwändig und teuer. Das Jenaer Startup bietet also eine kostengünstige Lösung mit flexiblen Lizenzmodellen zur Überwachung von Servern, PCs und Webseiten.

Gründer sind zufrieden mit der Startup Kultur in Thüringen

Insgesamt haben Max Tarantik und die Gründer einen positiven Eindruck von den Bedingungen ihres Gründungsstandorts. In Thüringen habe man gute Startup-Programme und eine solide Finanzierungsgrundlage, beispielsweise durch die bm-t, auch wenn das Thema langfristige Finanzierung im allgemeinen in Mitteldeutschland weiterhin ein Problem darstellt. Ein weiteres Problem sei die Suche nach MitarbeiterInnen. Auch politisch ist viel passiert, findet das Team. Vor allem das Thüringer Zentrum für Existenzgründung (TheX) leiste gute Arbeit. Was sich Max Tarantik wünscht wäre, dass sich auch die Behörden mehr für Innovationen von Startups öffnen würden, denn was das Thema IT-Security angeht, müsse sich der Freistaat seiner Meinung nach besser aufstellen.

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