Endspurt für die Bewerbungsphase des 16. IQ Innovationspreis Mitteldeutschland

Innovationspreis_2019
Die Forschungsgruppe um Next3D wurde im vergangenen Jahr mit dem lokalen IQ Innovationspreis Leipzig ausgezeichnet. (Quelle: Europäische Metropolregion Mitteldeutschland)

Noch bis zum 11. März können innovative Produkte, Dienstleistungen und Verfahren für den 16. IQ Innovationspreis Mitteldeutschland eingereicht werden. Neben Preisgeldern winkt den GewinnerInnen viel öffentliche Aufmerksamkeit, wie einer der Vorjahressieger bestätigt: Dr. Ronny Grunert von der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie der Universität Leipzig hat gemeinsam mit Prof. Dr. Dirk Winkler und einer Forschungsgruppe die Technologieplattform Next3D entwickelt, und damit schon Leben gerettet. 

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Hochpräziser 3D-Druck patientenspezifischer Implantate und Instrumente in nur 24 Stunden

Next3D ermöglicht den schnellen und hochpräzisen 3D-Druck patientenspezifischer Implantate und Instrumente. Eine softwaregestützte Prozesskette wertet dafür medizinisches Bildmaterial aus und überträgt diese in dreidimensionale Druckvorlagen. Aufgrund dieser Technologie können innerhalb von 24 Stunden individuelle Kunststoff-Gefäßmodelle im 3D-Drucker hergestellt werden. Dieser Vorgang dauerte bisher Wochen oder sogar Monate.  Dank der Technologie hinter Next3D konnten bereits 13 Notfall-PatientInnen mit lebensbedrohlichen Aneurysmen der Hauptschlagader mit einer patientenspezifischen Prothese erfolgreich behandelt werden.

Die Forschungsgruppe um Next3D wurde 2019 mit dem lokalen IQ Innovationspreis Leipzig ausgezeichnet.

„Der Preis hat viel Aufmerksamkeit für unsere Arbeit und für die Potenziale der personalisierten Chirurgie mittels 3D-Druck gebracht.“, bestätigt Dr. Ronny Grunert die positiven Effekte einer erfolgreichen Teilnahme am IQ Innovationspreis Mitteldeutschland.

Das erste auf Basis der Innovation hergestellte Produkt war ein individuell passendes System für neurochirurgische Eingriffe, ein sogenannter Stereotaxie-Rahmen. Mit Hilfe dieses Geräts werden Elektroden hochpräzise im Gehirn platziert, etwa zur Behandlung von Bewegungsstörungen bei einer Parkinson-Erkrankung. Aktuell arbeiten die Wissenschaftler an weiteren Anwendungsszenarien der Technologie, die im Januar 2020 als Medizinprodukt zugelassen wurde. So sollen noch in diesem Jahr patienten-individuelle 3D-gedruckte Biopsievorrichtungen zur schonenden Gewebeentnahme im Klinikalltag eingeführt werden.

In den kommenden Monaten wollen die Wissenschaftler, die ihre Innovation bereits in den USA präsentiert haben, auch Gespräche über Kooperationen zur Weiterentwicklung und den Vertrieb der Technologieplattform mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Japan führen. Noch 2020 soll dazu die Ausgründung eines Startups aus der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig erfolgen, dass dann die Markteinführung der Innovation „Next3D“ vorantreiben wird.

Mehr Sichtbarkeit für Innovationen aus Mitteldeutschland

Bereits seit Jahren sorgt die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland dafür, dass Innovationen aus den neuen Bundesländern die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland hat sich dabei ein Format etabliert, dass von großem Mehrwert für die TeilnehmerInnen ist.

„Die Schaffung von Sichtbarkeit für Innovationen aus und für die Region ist die zentrale Funktion des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland. Ein Erfolg beim IQ ist verbunden mit großer öffentlicher Wahrnehmung. Dieser kann die Preisträger bei einer erfolgreichen Markteinführung, bei der Akquise von Investoren sowie der Vernetzung mit Geschäftspartnern unterstützen. Diese positive Wirkung wird uns regelmäßig von unseren Bewerbern bestätigt“, erklärt IQ-Projektleiterin Hanka Fischer.

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Hanka Fischer, Projektleiterin des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland (Quelle: Metropolregion Mittel-deutschland)

Zusätzlich sorgt die Organisation mit umfangreichen Marketingaktivitäten und der Ausrichtung des Wettbewerbs auf die Schwerpunktbranchen der Region einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Innovationsstandortes, wie das Beispiel von Next3D zeigt.

„Wir sehen die große Chance, Leipzig als internationalen Vorreiter-Standort im Bereich des medizinischen 3-Drucks zu etablieren“, betont Prof. Dirk Winkler die Potenziale der Innovation.

Noch bis zum 11. März für den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland bewerben

Gesucht werden marktfähige Innovationen in den mitteldeutschen Clustern

– Automotive,
– Chemie/Kunststoffe,
– Energie/Umwelt/Solarwirtschaft,
– Informationstechnologie und
– Life Sciences.

Im Rahmen des Clusterinnovationswettbewerbs der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland finden außerdem lokale IQ-Wettbewerbe in Halle (Saale), Leipzig und Magdeburg statt.

Die Preisträger des 16. IQ Innovationspreis Mitteldeutschland werden in einem mehrstufigen Jury-Verfahren ermittelt und am 25. Juni 2020 im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung im Johann-Sebastian-Bach-Saal, Ehemalige Reithalle, Schloss Köthen mit anschließendem Get Together im Schlosspark Köthen gekürt. Insgesamt ist der Wettbewerb mit Preisgeldern von rund 70.000 EUR dotiert. Mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland fördert die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland neuartige, marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft der Region.

Bewerbungen können hier online eingereicht werden.

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