Digital im Museum? KULDIG machts möglich

AppCreator für Museum
© Droid Solutions. Der KULDIG AppCreator für Mueseen und kulturelle Einrichtungen

Heute ist das Handy unser wichtigster Begleiter. Digitale Inhalte und Apps sind daher kaum mehr wegzudenken. Kleinere kulturelle Einrichtungen und Museen haben oft das Problem, dass sie mit diesem Kult aus finanziellen Gründen nicht mithalten können. Dabei wissen sie meist genau, dass ihre Angebote durch digitale Inhalte erweitert werden können und sich ihnen dadurch neue Möglichkeiten bieten. Das Leipziger Startup DroidSolutions geht jetzt mit ihrem Produkt KULDIG das Problem an.

KULDIG und der AppCreator

Das Herzstück von KULDIG ist der AppCreator. Mit dem AppCreator können Kunden ihre eigene App zusammenstellen, d.h. sie können mit seiner Hilfe Audio- und Multimediaguides selbst erstellen und diese als App im jeweiligen Store für die Besucher ihrer Einrichtungen zur Verfügung stellen. Der AppCreator ist ein browserbasiertes Content Management System, für das sich die jeweilige Einrichtung einfach registrieren kann. Der AppCreator kommt daher ohne eine Software-Installation aus. Mit der Registrierung zum AppCreator können die Kunden alle ihre Projekte verwalten, haben Zugriff auf Statistiken und Kennwerte und können erweiternde Services nutzen.

KULDIG steht für Kultur Digital und bietet Museen und kulturellen Einrichtungen die Möglichkeit, ihr Angebot auch digital zu erweitern. Mit KULDIG ist der AppCreator speziell auf den Kulturbereich (Museen, Galerien, Zoos, Tierparks, Städtemarketing, Archive, Bibliotheken usw.) angepasst. Dabei soll KULDIG nicht das reale Kulturerleben ersetzen, sondern es digital ergänzen bzw. erweitern. KULDIG erlaubt es seinen Kunden selbst Apps zu kreieren, ohne eine Agentur beauftragen zu müssen. Denn eine App programmieren zu lassen, kann sehr kostenintensiv werden. Nach einer Art Baukastensystem kann man sich die Elemente auswählen, die passen. Das Baukastenprinzip funktioniert vor allem im Kulturbereich gut. So sagt Gründer und Geschäftsführer von Droid Solutions Dennis Willkommen:

Es ist so, dass fast allen Apps im Kulturbereich eine übergreifende Abstraktion zugrunde liegt: Es existieren Objekte (Exponate, Bilder, Anlaufpunkte in der Landschaft), zu welchen weiterführende Informationen in multimedialer Form zur Verfügung gestellt werden sollen.

Über KULDIG und DroidSolutions

Wie schon erwähnt steht hinter dem Markenname KULDIG die DroidSolutions GmbH. Das junge Unternehmen wurde 2013 von Dennis Willkommen, Karsten Voigt, Steffen Haferkorn sowie Anton Anders gegründet. Das Team kennt sich schon seit 8 Jahren. Erste Erfahrungen in der App- und Web-Entwicklung sammelten sie aber als Selbstständige, wobei Auftragsarbeiten bzw. Projekte für Kunden im Fokus standen. Prinzipiell funktioniert der AppCreator auch für andere Branchen. So wollen die Gründer in Zukunft unterschiedliche Produktmarken mit unterschiedlichen branchenspezifischen Anforderungen umsetzen.

Im November 2016 stellte das Team den KULDIG AppCreator auf einer Messe der Zielgruppe vor. Das Feedback war überwältigend. Nach einer umfangreichen Test- und Pilotphase 2017 erfolgt seit Januar 2018 der produktive Einsatz des AppCreator. Seit Anfang diesen Jahres werden damit mehrere Projekte umgesetzt. Die ersten Ergebnisse sollen ab Mai präsentiert werden können. Zu den Kunden und Projekten zählen derzeit das Speicherstadtmuseum Hamburg, das Stuhlbaumuseum Rabenau, die VIA REGIA als europäische Kulturroute, das robotron Museum in Dresden (Eröffnung 2018) und das Archäologische Museum Colombischlössle in Freiburg im Breisgau. Seit dem 17.April ist ganz neu dabei auch das Schenkenberg Museum in Frankfurt.