Die perfekten Mitarbeiter finden mit mobiLErecruit

Eine ziemlich interessante Biografie hat Michael Benz, der Geschäftsführer des Startups WHYAPPLY, einer Online-Plattform der Innovailably GmbH, hinter sich. Nachdem er Islamwissenschaften und Ethnologie studierte, merkte er in der post-universitären Bewerbungsphase, dass seine Soft Skills im standardisierten Verfahren weniger zählen als sein formaler Abschluss. Beim persönlichen Gespräch jedoch rückten diese Formalia in den Hintergrund. Bei der Fraunhofer-Gesellschaft für den Bereich „Employer Branding“ kam er dann auf die geniale Idee, dass es noch alternative Möglichkeiten geben muss, wie man Unternehmen von sich als Bewerber überzeugen kann. 

Challenges statt Standardbewerbung

„Bevor ich mich für einen Job entscheide, ist doch die entscheidende Frage, was genau mich an diesem Job interessiert. Dabei ist das Hauptkriterium, was ich genau in diesem Job mache. Wenn ich als Unternehmen hier das Interesse vorab beim Kandidaten wecken kann, dann locken wir einerseits die richtigen Kandidaten an und das Unternehmen kann vorab selektieren, mit wem es sprechen möchte.“

Wer eine Idee hat und mit einem Unternehmen in Kontakt treten möchte, kann dies anstatt über den herkömmlichen Bewerbungsweg, der mit bürokratischen Fallen gespickt ist, ganz einfach über die Beantwortungen von realen „Challenges“ tun. Somit kann er sein Interesse an einem Job signalisieren. Das Unternehmen kann dann entscheiden, welchen Idee wessen Bewerbers ihn am meisten überzeugt, und mit wem es sprechen möchte.

Employer Branding mit alternativen Anspracheformen

Diese Challenges sind übrigens nicht zu verwechseln mit den Assessment Centers, da diese im Bewerbungsprozess erst relativ weit hinten einzuordnen sind. Vielmehr sind diese Challenges als Marketing-Maßnahme für den Arbeitgeber einzuschätzen, da sich diese Ansprache von anderen Unternehmen abhebt und automatisch das Interesse der potentiellen Bewerber weckt. Die Challenges werden direkt über soziale Medien wie Twitter, Instagram, Xing und Linkedin geteilt, wo sie die richtige Zielgruppe zur richtigen Zeit abfangen. In Assessment-Centers werden übrigens ganz oft „Brain-Teaser-Aufgaben“ gestellt, auf die man sich mit speziellen Mitteln vorbereiten kann. Für die Unternehmen ist es dann schwer herauszufinden, wann ein reales Interesse des Bewerbers besteht und wann er sich einfach nur gut vorbereitet hat.

MobiLErecruit – Ein Projekt mit der Uni Leipzig

Im September 2018 läuft ein neunmonatiges öffentliches Projekt mit dem Freistaat Sachsen an. Das Ziel ist, die Bewerbungsstrukturen für die Region Leipzig zu analysieren und die optimale Ansprache von Fachkräften zu ermitteln, um somit eine allgemeine Strategie für die Personalrekrutierung in einem Wirtschaftsraum ableiten zu können. Abhängig von der jeweiligen Fragestellung der Zielgruppe und der Branche werden Stellenanzeigen von den teilnehmenden Unternehmen in den sozialen Medien online geschaltet. So soll herausgefunden werden, ob dieser Mechanismus das Interesse für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer bestimmten Region wecken kann, die je nach Bevölkerungszusammensetzung von Region zu Region anders sind.

Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für strategische Kommunikation der Uni Leipzig werden durch Interviews und den Testbetrieb mit der Plattform herausgefunden, wie Unternehmen möglichst treffsicher und effizient Bewerber ansprechen können. Das Ganze wird dann aus wissenschaftlicher Sicht evaluiert und ein Handlungsleitfaden für die einzelnen Unternehmen abgeleitet, der auch in Zukunft bei der Rekrutierung von Bewerbern hilfreich sein wird.

Mitmachen und wertvolle Insights sammeln

Für das Projekt werden möglichst viele teilnehmende Unternehmen gesucht – Darunter natürlich auch Startups! Bei eurer Teilnahme werdet ihr in den Forschungspool mit aufgenommen und dürft potentiellen Bewerbern eure eigenen Challenges stellen. Vorher dürft ihr an Workshops teilnehmen, in denen euch die Experten zeigen, wie man am besten Bewerber ansprechen sollte und welche sozialen Medien am besten für die Ansprache geeignet sind.

„Gerade als Startup weiß man wie schwierig es sein kann, das richtige Personal zu finden. Im Regelfall hat man noch nicht so viele Leute eingestellt und auch keine Erfahrung damit. Oftmals wissen Startups noch gar nicht, wo ihre Zielgruppe unterwegs ist und wie sie sie am besten abholen können.“

Bei der Teilnahme bei mobiLEcruit könnt ihr also viel wertvollen Input für eure Personalbeschaffung ableiten und dafür sorgen, die richtigen Bewerber zur richtigen Zeit anzusprechen. Die Teilnahme ist kostenlos, lediglich die direkten Ausgaben für die Social Media Kampagnen sind von den jeweiligen Unternehmen selbst zu tragen.

Ihr wollt dabei sein? Dann meldet euch am besten direkt bei Michael Benz. Nutzt die Chance und lernt etwas über die digitale Infrastruktur eurer potentiellen Mitarbeiter.