Die EY Public Value Award PreisträgerInnen 2019

Acht Startups haben es in das Finale des diesjährigen EY Public Value Awards geschafft. Drei von ihnen sind ausgezeichnet worden. (Quelle: EY, Foto: PK Fotografie)

Vergangene Woche sind drei Startups mit besonderem Fokus auf den gesellschaftlichen Mehrwert mit dem EY Public Value Award 2019 ausgezeichnet worden. Der Award soll in erster Linie dem gesellschaftlichen Mehrwert von Startups mehr Ansehen verschaffen. Für ihre digitale Plattform für KrebspatientInnen wurde das Mannheimer Startup iuando mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Innovationen für das Gemeinwohl der Gesellschaft

Bereits am frühen Abend hatten sich die rund 300 Gäste in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig zusammen gefunden. Sie waren gekommen um mitzuverfolgen, wer in diesem Jahr den EY Public Value Award verliehen bekommt. Von 138 Bewerbungen haben es acht Starups in die finale Runde geschafft. Die FinalistInnen mussten zunächst in Form von kurzen Präsentationen ihr Unternehmen und seinen Beitrag zum Gemeinwohl vorstellen. Danach entschied eine Fachjury, wessen Idee den größten positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat.

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst&Young) hat den Preis vor vier Jahren in Kooperation mit der HHL Leipzig Graduate School of Management ins Leben gerufen. Die Ideen der Startups reichten in diesem Jahr von Luftqualitätssensoren über die Digitalisierung von Patientenverfügungen bis hin zu Gebärmutterhalskrebs-Früherkennungs-Tests. Das sind die PreisträgerInnen:

1. Platz: iuvando Health (Mannheim)

Prof. Timo Meynhardt von der HHL (l.) und Markus T. Schweitzer von EY GSA (r.) mit den Gründern von iuando. (Quelle: EY, Foto: PK Fotografie)

Das Unternehmen hat eine digitale Plattform für Krebspatienten entwickelt, auf der diese sich über innovative Therapien im Rahmen klinischer Studien informieren können. Das Ziel ist es, neue Therapieverfahren bereits während der klinischen Erprobung für alle Krebspatienten erreichbar zu machen und so die Möglichkeiten der Behandlung zu erweitern.

2. Platz: besser zuhause GmbH (Hamburg)

Prof. Timo Meynhardt von der HHL (l.) und Markus T. Schweitzer von EY GSA (r.) sowie Laudatorin Dr. Kathrin Weiß (2.v.r.) überreichten dem besser zuhause Team (Mitte) ihre Auszeichnung. (Quelle: EY, Foto: PK Fotografie)

besser zuhause will älteren, pflegebedürftigen Menschen ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Das Unternehmen hilft ihnen dabei, das Wohnumfeld zu verbessern und barrierefrei zu gestalten und unterstützt zusätzlich bei der Antragsstellung des Zuschusses der Pflegekasse.

„Der zweite Platz ist eine große Ehre für uns und es ist toll zu sehen, dass immer mehr Menschen die kommenden Herausforderungen sehen. Wir sind zwar erst am Anfang, aber sehen mit jedem besuchten Kunden, dass wir diesen Menschen helfen. Diese Erfahrung macht uns sehr stolz und bestärkt enorm, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.“, erklärt Leif Lewinski, Geschäftsführer und Mitgründer von besser zuhause.

3. Platz und Publikumspreis: EnlightAID (Oslo, Norwegen)

Prof. Timo Meynhardt von der HHL (l.) und Markus T. Schweitzer von EY GSA (r.) sowie Laudator Prof. Dieter Hofmann, Rektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit der Drittplatzierten und Publikumspreisträgerin Verónica Celis Vergara, Gründerin von EnlightAID. (Quelle: EY, Foto: PK Fotografie)

Nach UNO-Angaben gehen 30 Prozent aller Spendengelder für humanitäre Hilfe durch Korruption verloren. EnlightAID will sich damit nicht abfinden. Sie haben eine Technologie entwickelt, die den Fluss von Spendengeldern in Echtzeit verfolgt und so vom Moment der Spende bis hin zur konkreten Verwendung der Mittel verfolgt. Dadurch wird der Einsatz bereitgestellter Mittel transparent.

Unternehmen müssen mehr Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen

„Wir brauchen mehr denn je innovative, nachhaltige und mutige Lösungen, die unsere Gesellschaft voranbringen. Ich bin stolz darauf, dass wir auch im vierten Jahr des Wettbewerbs wieder Unternehmen auszeichnen können, die Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen.“, so Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung EY Deutschland.

Aber auch die Startups, die ohne Auszeichnung nach Hause gegangen sind, sollten stolz auf sich sein. Dr. Marcus Kölling, Kanzler der HHL betonte in seiner Eröffnungsrede, dass alle Ideen an diesem Abend ein Gewinn für die Gesellschaft darstellen. Insgesamt konnten wohl alle FinalistInnen von der Teilnahme am Public Value Award profitieren.

„Die Teilnahme am EY Public Value Award hat uns sehr viel gebracht. Es war eine gute Möglichkeit andere tolle Startups kennen zu lernen und sich mit tollen Kollegen auszutauschen. Zu sehen, wie viel Energie und Motivation dahinter steckt und mit welcher Leidenschaft Menschen in solchen sozialen Startups dabei sind. Das motiviert, das pusht und das macht richtig Spaß.“, erzählt uns die Finalistin Jeanette Baudach, CCO von Dipat. 

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