Design Thinking – Nutzerorientiert Probleme lösen und kreative Ideen entwickeln

Design Thinking
Quelle: You x Ventures - Unsplash

Design Thinking heißt aus Anwendersicht zu denken. Ideen schneller entwickeln, testen, weiterentwickeln und anwenden ist das Ziel der Methode. Das führt zur Lösung von Problemen aus den unterschiedlichsten Bereichen. 

Was ist Design Thinking? 

Design Thinking ist eine systematische Herangehensweise um sich Problemstellungen unterschiedlicher Komplexität zu nähern. Der Fokus der Design Thinking Methode liegt auf der nutzerorientierten Denkweise und orientiert sich nah am Menschen.
Die Schnelligkeit und Struktur der heutigen Gesellschaft führt zu diversen Problemen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Die Methode Design Thinking ermöglicht eine andere, kreative Herangehensweise der Problemlösung im Vergleich zu herkömmlichen Methoden. 

Wie funktioniert die Design Thinking Methode? 

Obwohl die Methode in ihrem Aufbau verhältnismäßig einfach gestaltet ist, gibt es viele Möglichkeiten sich der Methodik anzunähern, diese zu erweitern und zu verinnerlichen. Denn die Anwendung der Methode hat auch viel mit Übung und Anwendung zu tun. Im folgenden erklären wir die Grundschritte.

Die 6 Phasen des Design Thinking Prozess

  1. Verstehen – Der erste und wichtigste Schritt ist das Problem zu erkennen und zu verstehen. Dafür ist es wichtig Prozesse zu beobachten.

  2. Empathie – Es gilt die Perspektive der NutzerInnen einzunehmen. Sich mit den möglichen Ängsten und Bedürfnissen auseinander zu setzen. Es geht darum, die unterschiedlichen Sichtweisen der NutzerInnen zu beleuchten und das Problem zu hinterfragen.

  3. Synthese  In dieser Phase werden die ersten beiden Schritte miteinander kombiniert. Man kombiniert die rationalen Erkenntnisse des Verstehens mit den emphatischen Erkenntnissen. In dieser Phase geht es primär um die Bedürfnisse der zukünftigen NutzerInnen.

  4. Ideen-Entwicklung – In dieser Phase werden, nachdem das Problem analysiert und verstanden wurde, möglichst viele unterschiedliche Ideen als Lösungsansätze entwickelt. Diese dürfen gerne verrückt, ausgefallen und quer gedacht sein. Jeder Ideen-Entwicklung sollte eine Fragestellung vorangehen. Bei der Ideen-Entwicklung gelten die klassischen Regeln des Brainstorming.

  5. Prototyping – Nun geht es darum die ausgewählten Ideen greifbar zu machen. Die Entwicklung eines Produkts, welches den Ansatz visualisiert und haptisch macht.
  6. Testen – Der Fokus liegt darauf, das Produkt möglichst einfach umzusetzen, es zu testen, Feedback zu sammeln und es zu optimieren. Auch hier gibt es einige Methoden, anhand deren sich die Prototypen gut beobachten lassen. Beispiele hierfür sind A/B Tests, oder man lässt die NutzerInnen „laut denken“, während sie das Produkt testen. Nach der Test-Phase ist es wichtig, das gesammelte Feedback zu beurteilen und anzuwenden.

Der deutsche Unternehmer Hasso Plattner erforscht und fördert das Konzept Design Thinking. Seit 2005 wird am Hasso Plattner Institute of Design an der der Stanford University in Palo Alto Design Thinking gefördert und gelehrt. Auch in Potsdam gibt es seit 2007 ein Institut.

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