Der sächsische Gründerpreis geht an Morpheus Space aus Dresden!

Die PreisträgerInnen des Sächsischen Gründerpreis 2020 stehen fest! Von Nanosateliten bis Wissensspeichern mit selbstlernendem Suchalgorithmus überzeigten vor allem Innovationen aus der Landeshauptstadt. (Quelle: SMWA /Foto: Jürgen LÖSEL)

Im Rahmen der futureSAX-Inoovationskonferenz sind vier innovative Startups und Wachstumsunternehmen mit dem 20. Sächsischen Gründerpreises ausgezeichnet worden. Das sind die PreisträgerInnen.

Die GewinnerInnen des 20. Sächsischen Gründerpreises kommen aus der Landeshauptstadt und Südwestsachsen. Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis erhält die Morpheus Space GmbH (Dresden) für erstaunlich kleine und effiziente Antriebslösungen für den autonomen Betrieb von Satelliten. Platz zwei mit 8.000 Euro dotiert belegt die Semron GmbH (Dresden) für die Entwicklung eines Halbleiterchips mit der Energieeffizienz des Gehirns. Den dritten Preis (je 6.000 Euro) teilen sich die LiGenium GmbH (Chemnitz) für nachhaltige Logistiklösungen und die Peerox GmbH (Dresden) für ein selbstlernendes Assistenzsystem für Maschinenbediener und Techniker.

Platz 1: Morpheus Space GmbH aus Dresden

Quelle: SMWA /Foto: Jürgen LÖSEL

Morpheus Space produziert die weltweit kleinsten, effizientesten und am stärksten skalierbaren Ionenstrahlantriebe, um den autonomen Betrieb von Satelliten zu ermöglichen. Kommerziell getrieben, wird sich die Anzahl der im Erdorbit befindlichen Satelliten in den nächsten Jahren auf mehrere zehntausend erhöhen. Die Produkte des Startups verleihen nahezu allen Satellitengrößen ein ungeahntes Maß an Mobilität und werden Netzwerke von hunderten Satelliten sicher (kollisionsfrei) und autonom steuern können. Zuletzt haben wir über einen wichtigen Meilenstein des Unternehmens berichtet.

2. Platz: Semron GmbH aus Dresden

Quelle: SMWA /Foto: Jürgen LÖSEL

Semron designt einen Halbleiterchip, der auf hoch-parallele Algorithmen für Künstliche Intelligenz spezialisiert ist. Das Chip-Design besticht durch die Nutzung bestehender Ressourcen und macht diese neu nutzbar. Somit wird neuromorphes Computing möglich, das die Leistung eines menschlichen Gehirns nachbilden kann. Semron hat somit das Potenzial, den Ruf Sachsens als Halbleiterstandort in der Welt weiter zu stärken.

Platz 3: LiGenium GmbH aus Chemnitz & Peerox GmbH aus Dresden

Quelle: SMWA /Foto: Jürgen LÖSEL

LiGenium entwickelt, produziert und vertreibt technische Bauteile, Maschinenelemente, Maschinen und komplette Anlagen in Holzbauweise. Das Unternehmen setzt mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz anspruchsvolle Anwendungen in der Logistik und dem Maschinenbau um. Die Bauweise weist eine Vielzahl technischer Vorteile auf: Leichtbau (Kostenreduktion, Ergonomie), Handling elektrisch sensibler Bauteile (ESD-Schutz) und elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Die Produkte sind nachhaltig und verbessern die CO2-Bilanz.

Quelle: SMWA /Foto: Jürgen LÖSEL

Das von Peerox entwickelte Assistenzsystem „Maddox“ ist ein Wissensspeicher mit selbstlernendem Suchalgorithmus. Bei Produktionsstörungen analysiert es selbstständig die Situation und sucht nach passenden Informationen. Die proaktive Unterstützung motiviert MitarbeiterInnen zur Eingabe von Feedback oder Ergänzungen. Dies vereinfacht die Dokumentation und steigert die Produktionseffizienz sowie das Engagement der MitarbeiterInnen.

In der Abstimmung um den Publikumspreis hat sich BWS-Education aus Thalheim (Erzgebirgskreis) mit einer digitalen Anatomie-Lernplattform für den medizinisch-therapeutischen Bereich durchgesetzt.

Sachsen als attraktiver Standort für Startups und Gründungsinteressierte

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat die Preise im Rahmen der futureSAX-Innovationskonferenz in der Messe Dresden verliehen.

„Der 20. Gründerpreis zeigt einmal mehr: Sachsen ist ein attraktiver Standort für Start-ups und Gründungsinteressierte! Ich gratuliere den Gewinner-Teams und danke all denjenigen, die sich auch in diesem durch die Corona-Pandemie geprägten Jubiläumsjahr mit ihren innovativen Ideen eingebracht haben. Ich danke auch den über 100 Jurorinnen und Juroren sowie dem gesamten futureSAX-Netzwerk, das den Gründenden im Freistaat mit seinem Wissens- und Erfahrungsschatz zur Seite steht.“ Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Bedingt durch Covid-19 fand die Konferenz, die normalerweise jeden Sommer rund 500 Innovationsbegeisterte in der sächsischen Landeshauptstadt vereint, diesmal als Liveshow im Internet und in kleinem Kreis statt.

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