Der innovate.healthcare Hackathon zu Gast in Leipzig

innovate.healthcare Leipzig

Am 27. April fiel der Startschuss zum innovate.healthcare in Leipzig. Der innovate.healthcare ist ein Hackathon, bei dem in verschiedenen Teams an realen Herausforderungen des Gesundheitswesens gearbeitet wird. Die Teams hatten ab Freitag Abend Zeit an ihren Themen zu arbeiten. Am Sonntag Nachmittag kürte eine Jury dann die Gewinner basierend auf ihren Pitches. Die Themen wurden von unterschiedlichen Industriepartnern und Einzelpersonen eingereicht und dann ausgewählt. 

Die innovate.healthcare Leipzig Pitches

Acht Teams pitchten am Sonntag ihre Ideen vor einer Jury. Die Teams setzten sich z.B. damit auseinander, wie man Asthma früher erkennen und Anfälle besser voraussagen kann oder wie Roboter in Zukunft älteren Menschen im Alltag zur Hand gehen könnten. Außerdem, wie man sensible Daten von Patienten mit Hilfe der Blockchain-Technologie sichern könnte, um somit mehr Vertrauen für medizinische Studien und Daten zu erreichen. Ein Team überlegte sich auch einen Ansatz zum Thema „Connected Health in Co-Working Environments“. Die Teilnehmer entschieden sich häufig für digitalen Lösungen und Apps.

Die Gewinner

Publikumsliebling war das Team rund um den sympathischen Roboter THEA. Das Thema wurde von der Martin-Luther- Universität Halle Wittenberg eingereicht. Würden ältere Menschen sich überhaupt von einem Roboter im Alltag helfen lassen? Das Team befragte Passanten in der Leipziger Innenstadt, ob sie sich vorstellen könnten mit einem lernenden Roboter zusammen zu leben.

Das Team zum Thema „The Medical Concierge“ war ein Gewinner der Jury. Eine App, die den Patienten nach einer Behandlung hilft, die richtigen Nachbehandlungen in die Wege zu leiten. Das Thema wurde von der IKK Classic eingereicht.

Doppelsieger mit dem „Best Business Case“ und dem „Most Innovative“ Preis war das Team zum Thema „Raising Trust in Clinical Data with Blockchain“. Das Team hat ein besonderes Daten-Ökosystem entworfen, indem Patienten, Ärzte, Wissenschaftler, Pharmakonzerne und Regulatoren sowohl Anreiz, wie auch Entlohnung finden und jedem Patienten das für ihn persönlich wirksamste bestehende Medikament zugeordnet werden kann. Die Blockchain-Technologie sichert dabei die anonymisierten Daten und regelt die Zugriffsrechte darauf. Unter dem Motto “good for everyone, best for you” erhält der Patient mit einem sogenannten „smart contract“ seine persönlichen Resultate und das auf seine speziellen Bedürfnisse angepasste Medikament. Die Begründung der Jury war, dass Daten die zukünftige Währung sind und auch Medizin-Unternehmen dahingehend investieren werden müssen, was die Idee zu einem sehr interessanter Business Case macht. Blockchain zu nutzen, um mehr Vertrauen für das Speichern und Sammeln klinischer Daten zu erlangen, ist ebenfalls eine sehr innovative Idee, so die Jury.

Das Gewinner-Team

innovate.healthcare Leipzig
(v.l.n.r.) Christian Kauth, Cora Xydas, Christopher Saunderson, Jakob Lochner, Stefan Schek (Konnte beim Pitch nicht dabei sein)

Das Team bestehend aus  Dr. Christian Kauth, Cora Xydas, Christopher Saunderson, Jakob Lochner, Stefan Schek ging als Doppelsieger aus dem Hackathon hervor. Alle Mitglieder waren überrascht, dass ihre Idee so gut ankam. So erzählten sie beim anschließenden Dinner, dass sie erst überhaupt nicht vorankamen und erst spät in der Nacht eine Idee hatten. Vor allem wussten sie nicht, wie sie das Thema mehr Vertrauen für klinische Daten umsetzen sollten. So entschieden sie sich das Thema etwas zu ändern und den Fokus darauf zu legen, wie alle davon profitieren können. Obwohl kaum jemand Schlaf abbekamen gaben alle an, sehr viel Spaß gehabt zu haben und dass das Team hervorragend zusammen arbeitete.

Für sie alle war der Hackathon ein überraschender Erfolg. Nun steht für sie aber auch die Frage im Raum, könnte man tatsächlich etwas damit machen? Das Team steht auf jeden Fall miteinander in Kontakt und wir sind gespannt, ob wir nochmal etwas von ihnen hören werden.