Der Erfolg eines Start-ups – Auf die richtige Kommunikation kommt es an

Faktoren, die den Erfolg eines Start-ups ausmachen, können unterschiedlich definiert werden. Bill Gross, der Gründer des Technologie Inkubators Idealab, hat folgende 5 Faktoren benannt: Die Idee, das Team, das Business Modell, die Finanzierung und das Timing. Doch um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe und damit des Kunden zu gewinnen, ist eine strategische Kommunikation ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Was nützt ein perfektes Business Modell und Produkt, wenn keiner davon erfährt? Damit ein Start-up erfolgreich sein kann, ist es bedeutend, dass es in der Öffentlichkeit, vor allem in der potenziellen Zielgruppe kommuniziert wird. Um langfristig Aufmerksamkeit und Relevanz zu schaffen, bedarf es eine gut überlegte Kommunikationsstrategie. Diese ist vor allem dann erfolgreich, wenn sie individuell zu dem Start-up und der Zielgruppe passt.

Position schaffen
Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlacwick hat gesagt: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Es ist wichtig sich von Anfang an darüber bewusst zu sein, dass alle Handlungen eine Aussage haben. Das beginnt beim Namen des Start-ups, beim Wording, der Bildsprache, der Häufigkeit der Kommunikation. Zu Beginn sollte ein klarer Standpunkt, sowie Ziele der Kommunikation bestimmt werden. Soll es zum Beispiel darum gehen Bekanntheit zu schaffen oder liegt der Fokus viel mehr auf dem Verkauf der Produkte?
Ein Start-up sollte schon während der Gründungsphase mit der Kommunikation beginnen, um Bekanntheit  zu generieren und eine Bindung zu potenziellen Kunden aufzubauen.

Zielgruppe definieren
Wer ist meine Zielgruppe? Befindet sich diese im B2B oder B2C Bereich? Und ist die Zielgruppe homogen? Eine genaue Definition ist wichtig und bildet die Grundlage einer erfolgreichen Kommunikationsstrategie. Es ist oft effektiver, gezielt die richtigen Nischen anzusprechen, statt die breite Masse. Nach der Definition sollte überlegt werden, über welche Kanäle die Zielgruppe zu erreichen ist und welche Informationen, welcher Content für sie relevant ist. Wo liegen die „Needs“ der User?

Channels auswählen
Die Frage des richtigen Channels geht einher mit der im Vorfeld analysierten Zielgruppe. Gerade in der heutigen Zeit der Informationsflut, sollte ein Unternehmen in möglichst vielen Medien präsent zu sein. Dies bietet aber nur einen Mehrwert, wenn sich die Zielgruppe dort aufhält. Neben klassischer Öffentlichkeitsarbeit und Werbung ist ein gekonnter Online-Auftritt über die eigene Website und Social Media fast unverzichtbar. Aber auch Offline-Marketing und Events können erheblich zur Aufmerksamkeit und Imagebildung beitragen. Wichtig ist, dass die Kommunikation individuell zu dem Medium und dem Channel passt. Trotzdem sollte eine Wiedererkennungswert durch die Corporate Identity geschaffen werden. 

Content, Content, Content
Neben der richtigen Wahl der Kanäle ist der Content bedeutend. Neben klassischer Werbung, die vor allem durch den Push-Effekt an den Endkunden tritt, überzeugt Storytelling durch den Pull-Effekt. Durch „Geschichten“ wird das Interesse der Zielgruppe generiert. Informationen können anschaulich und über Emotionen vermittelt werden, ohne direkt den plakativen Effekt der klassischen Werbung zu erzeugen. Die Vielfalt des Medialen unterstützt den Erfolg des Content. Wichtig bleibt: Das Wesentliche muss klar und deutlich kommuniziert werden. Die Alleinstellungsmerkmale sollten deutlich werden, um sich erfolgreich von Wettbewerbern abzuheben.

Dies sind einige der Faktoren die eine erfolgreiche Kommunikation für ein Start-up ausmachen können. Gerade zu Beginn eine komplexe Aufgabe, weshalb es durchaus eine Überlegung wert sein kann, einen „Experten“ zu Rate zu ziehen. Die Kommunikation bildet die Schnittstelle zwischen Start-up und Kunden und ist daher sehr wichtig für den Erfolg.