Der dritte Batch des Weinberg Campus Accelerators ist gestartet

Im Juni 2021 war es nun endlich so weit: Der Startschuss fiel für fünf überaus erfolgversprechende Startups der Medtech und Life Science Branche, die sich nun in dem 3. Batch des Accelerators behaupten dürfen. In diesem Beitrag stellen wir euch die Teams und das Programm des Weinberg Campus Accelerators genauer vor. 

ANZEIGE Ein bezahlter Gastbeitrag von Weinberg Campus Accelerator, Autorin: Kathleen Bier 

Was bietet der Weinberg Campus Accelerator

Der Weinberg Campus Accelerator ist das erste branchenspezifische Acceleratorprogramm in Sachsen-Anhalt, das technologiebasierten Startups der Pre-Seed, Seed- sowie Wachstums-Phase ein Komplettpaket aus Gründungsberatung, Netzwerkvermittlung sowie Infrastruktur des Technologiepark Weinberg Campus anbietet. Teilnehmende Startups der Biomedical Life Sciences, Bioeconomy, Greentech und New Materials können in kompetenzfördernden Workshops und Mentoring ihr Geschäftsmodell optimieren und konkurrenzfähig machen. Damit wird der Grundstein für eine erfolgreiche Entwicklung und eine zukunftsträchtige Etablierung am Markt gelegt.

Dass das viermonatige Intensivprogramm kein Zuckerschlecken wird, durften SURAG und smartReha aus Magdeburg, (H)ear Free aus Halle (Saale) sowie iRMED aus Dresden und BIOOND aus Lützen schon ab Tag 1 erfahren. Denn mit Bianca Praetorius und ihrem powervollen Input „Pitch don’t kill my vibe“ bekamen die Teams des dritten Batches unseres Accelerator-Programms ordentlich Impulse und Anregungen rundum das Thema „Pitch Deck“ und „Pitch Training“. Wertvolles Wissen, das die Teams nutzen können, um ihren eigenen Pitch für das Abschlussevent beim Investforum Pitch-Day 2021, der in Kooperation mit dem Investforum Startup-Service stattfindet, zu perfektionieren.

Von Design Thinking bis Startup Finanzierung – In Workshops wird den Teams das nötige Know-how vermittelt

In den darauffolgenden Wochen konnten die TeilnehmerInnen dann weiter an wichtigen und überaus startuprelevanten Themen wie Geschäftsmodellentwicklung oder Finanzierung arbeiten. Aber auch an das Coaching in nicht wegzudenkenden Softskills wurde gedacht. So gab zum Beispiel Jennifer Pauli, Expertin für Design Thinking, von Innovationsberatung – Design Thinking & Innovation den Teams wertvolle Tipps und Tools an die Hand, um neue Lösungsansätze zu finden und aus unterschiedlichen Perspektiven zu denken. Wie InvestorInnen oder KundInnen am besten angesprochen und adressiert werden, wurde der Fokus unseres Gesprächs- und Verhandlungsführungs-Workshops. 

Des Weiteren sind wir unheimlich stolz darauf, mit unseren Partnern Ernst & Young, KPMG sowie bmp Ventures gemeinsame Veranstaltungen organisieren zu können und den Startups von deren Expertise und Branchenwissen teilhaben zu lassen. Während es sich bei Ernst & Young vor allem darum dreht, von anderen Geschäftsmodellen zu lernen, um durch ausgewählte Fallbeispiele das eigene Geschäftsmodell zu modellieren und somit wahrhaftig einzigartig zu gestalten, schauen unsere Partner von KPMG eher auf Zahlen und Klauseln. 

Workshop Business Modeling mit Stefan Meyer-Ehrling und Michael Bätz von Ernst & Young. (Foto: Hans-Georg Unrau)

Auch wenn dies vielleicht Themen sind, vor denen man sich am liebsten drücken möchte, sind sie aus dem Alltag eines Startups nicht wegzudenken und sollten von Anfang an bedacht werden. Abgerundet wird dies durch bmp Ventures, die wie kein anderer dafür prädestiniert sind, unseren TeilnehmerInnen die Bedeutung von Venture Capital sowie die richtige Auswahl potenzieller InvestorInnen zu vermitteln. 

Das ist der 3. Batch des Weinberg Campus Accelerators

Aber wer sind eigentlich unsere Startups des dritten Batches? Damit ihr nun auch unsere aktuellen ProtagonistInnen des Weinberg Campus Accelerators kennenlernt, stellen wir sie euch einmal genauer vor.

SURAG

Bühne frei für SURAG Medical. Das Magdeburger Startup besteht aus Moritz Spiller, Thomas Sühn, Nazila Esmaeili und Dr. Alfredo Illanes. Das Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit von ChirurgInnen durch „Hören“ am chirurgischen Instrument zukünftig zu erleichtern und die Operation damit für die PatientInnen sicherer zu machen. Mit einem Plug-and-Play System (siehe nächstes Bild) können mit Hilfe von SURAG minimalinvasive Operationen präziser durchgeführt und Zielstrukturen im menschlichen Körper besser aufgespürt werden. Die Vibrationen, die durch die Berührungen der chirurgischen Instrumente am Gewebe entstehen, werden von SURAG aufgenommen und audiovisuell wiedergegeben. So können unnötige innere Verletzungen sowie Zusatzkosten für das Gesundheitssystem vermieden werden. 

Mit einem Plug-and-Play Instrument will SURAG die Arbeit von ChirurgInnen mithilfe von audiovisuellen Darstellungen vereinfachen. (Foto: Trendblende, Michael Deutsch) 

iRMed

Das Team von iRMed aus Dresden arbeitet mit längeren elektromagnetischen Wellen, und zwar im infraroten Spektralbereich. Dank neuartiger Infrarot Quellen der Infrasolid GmbH ist es ihnen möglich, moderne, handliche Lösungen für die Hautbehandlung zu erstellen. Mit dem technischen Know-How der Infrasolid GmbH im Rücken, treten Achim Neu und Thomas Link an und wollen den Markt der Medizinprodukte für hyperthermische Hautbehandlung mittels Infrarot revolutionieren. Das erste Produkt existiert bereits: ein kleines, handliches Gerät, das an ein Handy angeschlossen wird und via App die Infrarotsintensität reguliert. Damit werden gleich vier Probleme bekämpft: Insektenstiche, Akne, Herpes und Warzen.

(H)ear Free

Das Hören ohne Ohren ermöglichen möchte auch das Team von (H)ear free. Insbesondere in medizinischen Notfallsituationen vergessen schwerhörige SeniorInnen oft ihr Hörgerät oder tragen es generell nicht, sodass Kommunikationsdefizite und unter Umständen sogar Fehldiagnosen entstehen. Hier setzt die Idee des Teams, bestehend aus Christian Schröder und Dr. Stefanie Stegmann, an: Mithilfe von Knochenleitkopfhörern, die an ein Mikrofon gekoppelt sind, soll die Verständigung mit schwerhörigen SeniorInnen im medizinisch-pflegerischen Bereich verbessert werden. Diese Technologie überträgt die Vibration über den Schädelknochen direkt zum Hörnerv, ohne das Ohr und Trommelfell passieren zu müssen und somit die Ohrmuschel zu blockieren.

Christian Schröder von (H)ear Free bastelt in der Werkstatt des Innovation Hubs im Technologiepark Weinberg Campus fleißig am Prototypen ihrer Knochenleitkopfhörer. (Foto: Trendblende, Michael Deutsch)
SmartReha

Um die Therapie von SchlaganfallpatientInnen bemüht sich SmartReha aus Magdeburg. Das Team bestehend aus u.a. Dr. Milos Dordevic und Benjamin Zober möchte demnach mithilfe der Verbindung zwischen Software und Hardware, wie Smart-TV, Virtual Reality, Smartphone oder Tablet, die Rehabilitation nach Schlaganfallvorkommnissen erleichtern und verbessern. PatientInnen müssten dadurch nicht einmal die eigenen vier Wände verlassen und könnten direkt von zu Hause aus therapiert werden.

Bioond

Dirk Heinrich und sein Team von Bioond beschäftigen sich mit der Entwicklung pflanzenbasierter Komposite und Beschichtungen mit natürlicher Optik und Haptik. Genauer gesagt, entwickeln und vermarkten sie innovative biogene Materialien mit einem hohen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen. Ihr Ziel ist es, diese Materialien als Ersatz für herkömmliche Kunststoffe und Plastik verfügbar zu machen. Sie können in verschiedensten Produktlinien zum Einsatz kommen.

Nun wisst ihr, mit welchen Teams wir momentan im 3. Batch des Weinberg Campus Accelerators an den Geschäftsmodellen feilen und sie so für den Markt startklar machen. 

Tobias Hedtke und Marco Götze von matriheal nahmen erfolgreich am 1. Batch des Weinberg Campus Accelerators teil und gewannen mit ihrer natürlichen Wundauflage den IQ Innovationspreis Halle 2021. (Foto: Trendblende, Michael Deutsch)

Ihr arbeitet selbst in einem Startup im Medtech oder Life Science Bereich oder habt die perfekte Idee für ein neues Geschäftsmodell, kommt aber nicht so richtig voran? Dann nehmt doch auch an unserem Accelerator Programm teil und werdet eines der Startups aus dem 4. Batch.

Der 4. Batch des Weinberg Campus Accelerators 

Der 4. Batch des Weinberg Campus Accelerators beginnt noch in diesem Jahr. Von Dezember 2021 bis März 2022 bekommen Startups die Möglichkeit, innerhalb der vier Monate wertvolles Branchen- und Expertenwissen aufzusaugen, um so ihr Projekt schnell zu skalieren und erfolgreich zu machen. Des Weiteren ist es auch möglich, unabhängig des Intensivprogramms, individuelle Beratungen und Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Ihr habt noch bis Ende des Jahres Zeit, euch zu bewerben. Jetzt ein erstes Akquisegespräch vereinbaren. Wir freuen uns. 

Mehr Informationen findet ihr auf unserer Website oder auf unseren Social Media Kanälen.

Der Weinberg Campus Accelerator ist Teil des Projektes „AIMS plus Startup- & Growth-Accelerator“ und wird aus Mitteln der Europäischen Union (ESF) und des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt gefördert und durch die TGZ Halle Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH koordiniert.

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