Dashbike aus Jena startet Crowdfunding

Am Sonntag ist die Kickstarter Kampagne des in Jena und Leipzig ansässigen Mobilitäts-Startup Dashfactory online gegangen. Die Vision des Teams rund um die GründerInnen Lelia König und Sandro Beck ist es, den Radverkehr sicherer zu machen. Dafür haben sie eine innovative Dashcam für Fahrräder entwickelt – die „Dashbike„. Der Vorverkauf der ersten rechtskonformen Dashcam für RadfahrerInnen läuft noch bis zum 6. Juli 2021.

Vorbestellung erstmals möglich

Foto: Aaron Beck

Sicherer Radverkehr – das hat sich die Dashfactory GmbH, eines der vielversprechendsten europäischen Mobilitäts-Startups aus Mitteldeutschland auf die Fahne geschrieben. Das 13-köpfige Team aus RadsportlerInnen, um die beiden GründerInnen Lelia König und Sandro Beck, launcht erstmals ihre innovative Fahrrad-Dashcam Dashbike. Inklusive App-Anbindung, Abstandsmesser und Tagfahrlicht. 

Die beiden GründerInnen bestreiten seit vielen Jahren Wettkämpfe, trainieren dafür auf und abseits der Straßen. Immer wieder kam es dabei zu gefährlichen Situationen durch zu geringen Überholabstand. Als eine Bekannte von Lelia 2018 in Folge eines zu geringen Überholabstandes angefahren wurde und mit mehrfachen Knochenbrüchen mangels Zeugen auch noch um ihr Recht kämpfen musste (und immer noch muss), wurde das Bedürfnis nach einer Absicherung sehr konkret. Da es kein geeignetes Produkt gab, begannen die beiden Anfang 2019 selbst mit der Entwicklung einer speziellen Dashcam für RadfahrerInnen. 

Jetzt ist die Kickstarter Kampagne der Dashfactory an den Start gegangen. UnterstützerInnen des Crowdfundings erhalten die ersten Exemplare der in Deutschland entwickelten Fahrraddashcam zu einem einmaligen Vorzugspreis und können ihren Beitrag zu sicherem Radfahren leisten. Zudem verfügt die Dashbike über eine Sturzerkennung, einen Beschleunigungssensor, Fahrtaufzeichnung per GPS und eine Bremslichtfunktion und viele weitere Funktionen.

Zulässiges Beweismaterial

Die Aufnahmen der Dashbike sind datenschutzkonform, bestätigt durch ein umfangreiches Rechtsgutachten einer hochspezialisierten thüringer Rechtsanwaltskanzlei.

So wird ausschließlich in konkreten Gefahrensituationen, wie zu geringer Überholabstand oder bei einem Sturz, aufgezeichnet“, erklären die beiden GründerInnen.

Komplettiert werden diese anlassbezogenen Videosequenzen mit Angaben zu Ort, Datum und Uhrzeit, inklusive des gemessenem Überholabstandes.

Prävention besonders wichtig

Foto: Aaron Beck

Das Team der Dashfactory legt besonderen Wert auf die Verhinderung von Unfällen mit RadfahrerInnen. Für eine bessere Sichtbarkeit und frühere Wahrnehmung ist die Fahrraddashcam zusätzlich mit einem integrierten Tagfahrlicht und Rücklicht ausgestattet. Auch ein sicheres und durchgehendes Radwegenetz liegt dem RadfahrerInnen-Team am Herzen. 

Ein besonders Feature bietet das Startup deshalb mit der Möglichkeit, die erhobenen Sensordaten freiwillig und anonymisiert an die Städte zu übermitteln, um diesen Gefahrenstellen, wie Häufungen zu enger Überholvorgänge, Fahrbahnzustände und beliebte Radrouten, aufzuzeigen. Diese neuen Erkenntnisse über den Radverkehr ermöglichen den Städten eine zielgerichtete und effiziente Verbesserung der Radinfrastruktur. 

Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, können die gesicherten Aufnahmen drahtlos per WLAN aus der „Dashbike“ auf das Smartphone übertragen werden. Die gleichnamige App generiert per Knopfdruck das vollständige Beweismaterial zum Download, das zur Schadensregulierung verwendet werden kann.

Über Dashfactory – Innovation für Smart Cities und Urban Data

Ende 2019 folgte aus der Idee, das Radfahren sicherer zu machen, die Gründung ihres Startups. Einen Monat später kam die bm-t (Beteiligungsmanagement Thüringen) als Investor sowie weitere Gesellschafter hinzu. Inzwischen zählt das junge Unternehmen nach eigenen Angaben zu einem der besten europäischen Mobilitäts-Startups und durchlief zahlreiche internationale Accelerator-Programme. 

Dabei wurde  dieDashfactory mehrfach ausgezeichnet, u.a. als „Best of Mitteldeutschland“, Sieger des Gründungsideenwettbewerbs der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Preisträger bei der Technology-Fight-Night, sowie Preisträger „Innovative Gründungsideen“ des Thüringer Existenzgründerzentrums. 

Finanziert ist das Startup mitlerweile durch die bm-t (beteiligungsmanagement Thüringen), MBG (Mitteldeutsche Beteiligungsgesellschaft), sowie einen US-Amerikanischen Business-Angel. 

Ein Leben für das Radfahren

Foto: Aaron Beck

Die anfängliche Gründungsidee der innovativen Fahrraddashcam „Dashbike“ wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile hat sich das 13-köpfige Team voll und ganz dem Fahrradfahren mit dem Ziel eines sicheren Radverkehrs verschrieben. In Kooperation mit den ersten Städten arbeitet Dashfactory an einem schnellen und effektiven Auf- und Ausbau einer sicheren und lückenlosen Radinfrastruktur. Durch die Auswertung der anonymen Sensordaten der Radfahrenden ist eine zielgerichtete und besonders effiziente Gestaltung möglich. Das schont das Budget der Städte und ermöglicht den BürgerInnen die bestmögliche Radinfrastruktur. Die Fahrradfahrenden werden somit in den Prozess der Verkehrsplanung mit einbezogen. 

Zu den ersten Partner-Städten, mit denen das junge Unternehmen bereits erfolgreich zusammenarbeitet, zählen u.a. die Stadt Leipzig, die Stadt Jena, sowie Graz und die Steiermark. 

Die Dashfactory – Entwicklung und Partner

Dashfactory durchlief mit dem „SpinLab – The HHL Accelerator“ bereits eines der besten deutschen Startup-Accelerator-Programme, sowie das „thüringer Regional innovation Programm TRIP“, die EU-Acceleratoren „EIT UM Special Covid19 by XPRENEURS (UnternehmerTUM)“, „EIT Urban Mobility“ und nimmt aktuell am internationalen „EIT ScaleTHENGlobal“ Accelerator sowie am „DMS“ Accelerator teil. 

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