Das Leipziger Startup Busnetworx entwirft Cloud-System für Busunternehmer

Alle Einsteigen! Gelegenheitsfahrten können in Zukunft durch das Leipziger Startup Busnetworx digitalisiert gebucht werden

Wer beim Thema Fernbusse direkt an Flixbus und co. denkt, wenn es um Fernbusse geht, der liegt falsch. Das Leipziger Startup Busnetworx gibt es bereits seit 2016. Seit gut zwei Monaten ist eine neue Software auf dem Markt, die den Markt für den sogenannten Gelegenheitsverkehr digitalisieren will. 

Milliardenmarkt mit Fernbussen

Derzeit sind laut Bustouristik Verband etwa 3.700 deutsche Busunternehmen tätig, die etwa 79.000 Fahrzeuge im Einsatz haben. In Deutschland werden demnach jährlich Milliarden-Umsätze durch Reisebusvermittlungen erwirtschaftet, beispielsweise mit Kaffeefahrten, Schulklassen- oder Firmenausflügen. Genau für solche Fälle will das Leipziger Startup will den Markt mit einer neuen Software digitalisieren.

Einfache Planung dank Cloud-System

Busunternehmer müssen bisher enorm viel Zeit darauf verwenden, Angebote und Aufträge zu verwalten sowie die Fahrer- und Busdistribution selbst zu organisieren. Das Startup Busnetworx soll hier Abhilfe schaffen. Es habe für all diese Prozesse eine Cloud-Systemlösung entwickelt, erklärt Mitgründer Roberto Hoffmann. Manager Hans-Jürgen Stein erklärt, dass das sinnvoll ist, weil viele der Unternehmer selbst auch Bus fahren und alles über die Smartphone-App abwickeln können.

Vernetzungen und Schnittstellenmanagement für Busunternehmen

Seit zwei Monaten ist das 2016 gegründete Startup mit seinem Service am Markt. Die Idee für eine vernetzte Software hatten sie, als sie Busfahrten für Festivals und co. organisierten. Damals gab es noch keine Software, um alle Prozesse zu verwalten. Heute sind ca. 15 Mitarbeiter bei Busnetworx beschäftigt. Sie verdienen ihr Geld durch die Vergabe von Lizenzen. Berechnet wird jeweils pro Bus, der mit der Software verwaltet werden soll. Im letzten Jahr hat Busnetworx in der Seed-Runde eine halbe Million Euro vom Technologiegründerfonds Sachsen erworben.

In diesem Jahr soll es auch technologische Neuerungen geben. Die cloud-ERP busnetworx one ist bald marktreif, die neben den fertigen Modulen für Autragsverwaltung, Disposition oder ÖPNV Erweiterungen bei der Schnittstellenvernetzung aufweisen. Hierfür spielt vor allem das GPS-Tracking oder eine Anbindung an Flixbus-Linien eine Rolle. Hoffmann hat die Vision, bis 2020 auch europaweit tätig zu sein.

Die Konkurrenz schläft nicht

Das Erfurter Startup PAULfaehrtBus.de, das vom Thüringer Startup-Fonds unterstützt wird, bietet einen vergleichbaren Service für den Gelegenheitsverkehr. Daneben versucht auch der Monopolinhaber für Fernfahrten Flixbus in der Branche seit fast zwei Jahren Fuß zu fassen. Über das Online-Portal mieten.flixbus können Fahrer mit Bus für Gruppenausflüge gebucht werden.

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!

Dieser Artikel erschien zuerst auf Gründerszene.de.