CO³-Konzept: Gemeinsame Räume für mehr Kreativität

Alternatives Coworking

Zwar gingen im letzten Jahr die Zahlen der Neugründungen zurück, trotzdem suchen viele Gründer und Kreative nach bezahlbaren Räumlichkeiten. So eröffnen in den Städten immer mehr Coworking Spaces. Doch für Selbstständige und Gründer, die noch am Anfang stehen, sind die Fixpreise der Coworking-Spaces oft zu teuer. In Dresden soll ein gemeinschaftliches Projekt zur Immobiliennutzung eine Lösung anbieten.

Die Idee des CO³-Konzepts

Ausgangspunkt des Projekts ist die Idee einer coproduktiven, cooperativen sowie collektiven (CO³) Gebäudenutzung. Es geht darum gemeinsam Strukturen und Synergien aus unterschiedlichen Bereichen zu etablieren, um sich auch untereinander Aufträge zuspielen zu können. Das Besondere dabei ist aber der Mietpreis, der durch ein solidarisches Bieterverfahren geregelt ist. Dieses Biterverfahren wird solange durchgeführt, bis die Grundmiete auf alle Nutzer/innen aufgeteilt ist. Jeder bietet das, was er für angebracht hält und bezahlen kann. So können auch finanzielle Unterschiede in einer Gemeinschaft ausgeglichen werden. Das Bieterverfahren wird dann in regelmäßigen Abständen wiederholt, um auch finanzielle Veränderungen der Gemeinschaft auszugleichen. So heißt es auf der Website von Kreativraumagentur Dresden: „Somit entstehen individuelle Mietpreise, die sich nicht am klassischen Prinzip der Quadratmeter orientieren, sondern an der Motivation jedes/jeder Einzelnen am cooperativen Mehrwert, der in dieser Gemeinschaft entsteht.“

Momentan ist die Kreativraumagentur Dresden noch auch der Suche nach einer passenden Immobilie, um das Projekt umzusetzen. Die Idee des CO³-Konzepts zeigt, dass eine gemeinsame Raumnutzung über den klassischen Coworking-Space hinaus neu gedacht wird. Denn je teurer die Mietpreise in den Städten werden, desto schwieriger wird es für Freischaffende und angehende Gründer eine passende Umgebung zu finden. Alternative Raumkonzepte werden daher vermutlich wichtiger werden.

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