Bessere Blutdruckmessung durch Redwave Medical

Foto: Investforum Startup Service

Die Redwave Medical GmbH gründete sich 2017 in Jena. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten die Gründer und heutigen Geschäftsführer Verena Dittrich und Chris Stockmann bereits 2 Jahre an der Idee, die Zukunft der Blutdruckmessung zu gestalten. Nach der Seed-Finanzierung im letzten Jahr suchen die beiden jetzt nach einer Series A Finanzierung.

Die Gründer Chris Stockmann und Verena Dittrich. Foto: Investforum Startup Service

Die Messung des zentralen Blutdrucks, das ist der Blutdruck der Aorta, erlaubt eine ungefähr 30% genauere Diagnostik von Blutdruck-bedingten Krankheiten. Den zentralen Blutdruck zu messen –anstatt den des Oberarms, wie es bisher getan wird – ist viel wichtiger, denn er wirkt sich direkt auf Herz und wichtige Organe wie Gehirn und Nieren aus. Damit bestimmt der zentrale Blutdruck das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Von Herausforderungen und Konkurrenten

Das Besondere am Redwave Algorithmus ist, dass man ihn in jedes handelsübliche Blutdruck-Messgerät integrieren kann. Die Konkurrenten des Startups bieten vor allem Komplettlösungen für den Profibereich an, also für Ärzte und Kliniken. Diese Geräte sind aber sehr teuer und eignen sich nicht für den Privatgebrauch. Das Unternehmen arbeitet daher mit Medizintechnik-Herstellern zusammen, die den Redwave Algorithmus über ein Lizenzmodell erwerben und dann in die Geräte integrieren können. Das Lizenzmodell richtet sich preislich nach der Menge und den gewünschten Features.

Als größte Herausforderung empfanden die Gründerin und der Gründer auf ihrem bisherigen Weg die Suche nach einem passenden Investor. Die Medizintechnik-Branche ist eine sehr langfristige. Man hat lange Vorlaufzeiten in der Entwicklung und durch klinische Studien, da brauchen nicht nur die Gründer einen langen Atem.