85 Millionen Euro für Unternehmen aus Sachsen

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Der Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen will in den nächsten sechs Jahren 85 Millionen Euro in Unternehmen investieren. Gestern wurde die dritte Auflage des Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen (WMS) errichtet. Neben dem Freistaat Sachsen und vier Sparkassen zählen nun auch die Bürgschaftsbank Sachsen, die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen und die Sächsische Aufbaubank zum Kreis der Investoren.

Für mehr Innovation und Wachstum in Sachsen

Der Fonds begleitet sächsische Unternehmen aus dem Mittelstand dabei, Chancen, wie technische Innovationen und den internationalen Handel, für ihr Wachstum zu nutzen. Meist fehlt es Unternehmen allein an Investitionskraft. Der WMS steht Unternehmen dafür nicht nur als Finanzierungspartner mit Beteiligungskapital zur Seite. Er unterstützt sie auch durch ein belastbares Netzwerk bei der Verfolgung von organischen Wachstumsstrategien, bei Akquisitionen zur Expansion und bei der Internationalisierung.

30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist außerdem die Nachfolgesituation von besonderer Bedeutung. In vielen Unternehmen, die kurz nach der Wende gegründet worden sind, besteht jetzt die Notwendigkeit, einen laufenden, erfolgreichen Betrieb an die nächste Generation zu übergeben.

„Dass diese Unternehmen weitergeführt und ihre Entwicklungspotenziale genutzt werden, ist essenziell. Sie sind die Pfeiler der sächsischen Wirtschaft, nicht zuletzt als Arbeitgeber“, betont Harald Rehberg, Geschäftsführer der CFH Management GmbH, die den Fonds gemeinsam mit den Regionalpartnern sächsischer Sparkassen betreut.

Der Fahrplan bis 2025

Bis einschließlich 2025 sollen mindestens 20 Beteiligungen an wachstumsorientierten Unternehmen durch den WMS finanziert werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem verarbeitenden Gewerbe und unternehmensnahen Dienstleistern mit überregionaler Marktausrichtung. In der neuen WMS-Auflage ist es zudem möglich, neben Minderheits- auch Mehrheits-beteiligungen sowie Investitionsvolumen bis zu zehn Millionen Euro anzubieten. Gemeinsam mit dem Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS), der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) Sachsen, der Beteiligungsgesellschaft der Sächsischen Aufbaubank (SAB) und den Sparkassenbeteiligungsgesellschaften gibt es damit Kapitallösungen für sächsische Unternehmen
jeder Größe und Entwicklungsphase.

Die CFH Management GmbH und ihre Regionalpartner sind im WMS seit 2005 Beteiligungen an mehr als 30 Unternehmen in Sachsen eingegangen, darunter Firmen wie die GETT Gerätetechnik GmbH (Treuen), die Dr. Födisch Umweltmesstechnik AG (Markranstädt) oder die Fabmatics GmbH (Dresden). Der Erfolg ist auch messbar: Im Durchschnitt konnten die Portfolio-unternehmen des WMS während der Beteiligung ihren Umsatz (+66 %) und ihre Mitarbeiterzahl (+42 %) deutlich steigern.

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