4 Millionen für Sport-Tech Startup – Wingfield zieht nach Magdeburg

v.l.n.r. Maik Burlage (CEO), Julius Burlage (Head of Hardware), Jaan Brunken (COO), Henri Kuper (Head of Software)(Foto: Wingfield GmbH)

Das Sport-Tech Startup Wingfield aus Hannover hat ein 4 Millionen Investment eingesammelt. Der Lead Investor ist bmp Ventures (bmp) mit dem IBG Risikokapitalfonds III GmbH & Co. KG (IBG). Der Magdeburger VC beteiligt sich mit 1,75 Millionen Euro und holt damit das Team rund um die Ex-Tennisprofis Maik Burlage und Jaan Brunken nach Mitteldeutschland. 

Weiterhin haben sich Adesso Ventures und bisherige Bestandsinvestoren beteiligt. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Serie-A-Finanzierung will Wingfield sein Geschäft in Europa weiter ausbauen und auf den US-Markt expandieren.

Wingfield bietet smartes Spielfeld für den Tennis-Sport 

Die Wingfield Gründer haben sich die Digitalisierung des Racketsports auf die Fahne geschrieben. Mit ihrer innovativen Wingfield Box – ein smarter Netzpfosten – können nun auch Amateursportler:innen in den Genuss von Spiel-Insights kommen, die bisher nur Profis auf Wettkampftour vorbehalten waren.

Die Wingfield Box eröffnet den Zugang zu virtuellen Erlebniswelten und stellt Amateurspieler:innen die gleichen Spiel-Insights bereit, die bisher nur den Profis auf der Tour vorbehalten waren. (Foto: Wingfield GmbH)

Die Wingfield Box trackt alle Aktivitäten auf dem Tennisplatz. Dank Künstlicher Intelligenz und innovativer Bildverarbeitungstechnologie kann das System den Nutzer:innen nach einer Trainingsübung direktes Feedback geben. Mittels Echtzeitdaten macht sie dabei den Fortschritt von Spieler:innen aller Leistungsklassen messbar. Match-Statistiken ermöglichen zudem den direkten Leistungsvergleich mit den Profis. Mit diesem Konzept hat sich Wingfield zum Ziel gesetzt, die Nummer Eins unter den digitalen Wettkampf- und Coaching-Plattformen für Racketsports zu werden. Das Startup ermöglicht damit Amateurspieler:innen, offizielle Matches und Wettkämpfe flexibel auf jedem Platz zu spielen, der mit einer Wingfield Box ausgestattet ist. Gestützt wird diese Umsetzung vor allem auch durch wichtige Partnerschaften:

„Wir haben die letzten zwei Jahre genutzt, um unsere Produkte stark zu verbessern und wichtige Partnerschaften, wie mit dem Deutschen Tennis Bund, abzuschließen. […] Trotz der Auswirkungen, die COVID-19 auf unsere Branche hatte, haben die letzten zwei Jahre gezeigt, dass eine enorme Nachfrage nach unseren Produkten besteht. Wir stellen fest, dass gerade Tennisvereine zunehmend unter Druck stehen, nicht nur ihre administrativen Belange zu digitalisieren, sondern auch ihre Angebote entsprechend den sich ändernden Kundenanforderungen zu überdenken. Die Vereinsvorstände […] sehen, dass Sie jetzt reagieren müssen. Das neue Kapital versetzt uns nun in die Lage, dieser Nachfrage gerecht zu werden und sowohl in unseren Kernmärkten als auch den USA weiter zu wachsen“, erklärt Maik Burlage, Co-Gründer und CEO von Wingfield.

Tennis-Sport – ein wachsender Trend

Wingfield reagiert mit seiner Technologie auf einen positiven Wachstumstrend in Tennis. Seit 1995 steigen laut dem Deutschen Tennis Bund (DTB) erstmals wieder die Mitgliederzahlen. Und auch in anderen Ländern kommt das Konzept gut an. Das Sport-Tech Startup, das inzwischen seinen Sitz nach Magdeburg verlegt hat, ist mittlerweile in 16 Ländern aktiv und wird dort von über 250 Tennisplatzbetreiber:innen auf mehr als 300 Plätzen genutzt. Darunter auch prominente Courts wie die Rafael Nadal Academy und der Queens Club in London. Jetzt möchte Wingfield auch den Markt in den USA erobern. Für diesen Zweck und den weiteren Ausbau des Geschäfts in Europa, kommt das eingesammelte Investment in Höhe von vier Millionen Euro zum Einsatz.

Ywes Israel, Manager bei bmp Ventures AG, zeigt sich mit dem Investment optimistisch:

„Der Case von Wingfield bietet die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Investment. Wir freuen uns deshalb sehr, einen so innovativen Technologieträger mit hoher KI-Kompetenz in das Portfolio von bmp Ventures und in die IBG-Fonds aufnehmen zu können. Mit Wingfield hat der Sportstech-Bereich bereits jetzt einen wichtigen, international agierenden Player, der nun aus Magdeburg heraus die nächste Entwicklungsstufe zünden wird.“

Der Venture-Capital Investor aus Magdeburg führte die Finanzierungsrunde gemeinsam mit dem IBG Fonds Sachsen-Anhalt und Adesso Ventures an und erweitert damit den bestehenden Investorenkreis um leAD Sports & Health Tech Partners und dem Hannover Beteiligungsfonds. 

Mehr Infos zum Investment findet ihr in der Pressemitteilung. 

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