10 Millionen Euro für Dresdner Startup Cloud&Heat

Dresden, 11. September 2018. Die Londoner ETF Partners und Inven Capital aus Tschechien investierten 10 Millionen Euro in das Dresdner Unternehmen Cloud&Heat. Das 2011 gegründete Startup entwickelt energieeffiziente Rechenzentren. Das frische Kapital soll für die internationale Expansion, insbesondere in Skandinavien, den USA und dem asiatischen Raum, sowie zur Weiterentwicklung ihrer Konzepte genutzt werden. Weltweit sind bereits über 1.000 Cloud&Heat Server im Einsatz.

HighTech-Projekt der TU Dresden

„Cloud & Heat“ entsprang einem Forschungsprojekt der TU Dresden im Oktober 2011 – damals noch unter dem Namen „AoTerra“. Statt die warme Luft, die sich bei Inbetriebnahme der Computer entwickelt, mit viel Aufwand in die Luft blasen, wie heute noch in vielen Rechenzentren üblich, setze das Projekt diese Energie ein, um Häuser zu heizen – Genial! Zunächst konnten sie sich jedoch mit der Idee, solche Rechner in Hauskellern zu installieren und die so entstehenden dezentralen Cloud-Kapazitäten zu vermieten, nicht so recht am Markt durchsetzen.

Rechenzentrum versorgt Hausheizung

Mit dem nächsten Schritt zu „Cloud & Heat“ setzte dieses Konzept auf komplexere modulare und schlüsselfertige Rechenzentren-Container. Ab da an häuften sich die Bestellungen – anfangs vor allem aus Norwegen und Japan, inzwischen aus immer mehr Ländern. Die Dresdner Hightech-Container bieten die Möglichkeit, innerhalb von kurzer Zeit fast überall auf der Erde ein Rechenzentrum mit hoher Leistung und wenig Energieverbrauch aufzubauen. Jeder Container enthält bis zu 1440 Grafikprozessoren, die mit Wasser gekühlt werden. Der Container wird unmittelbar mit einer Hausheizung gekoppelt. Die Dresdner schätzen die mit ihrem Konzept erzielbare Betriebskosten-Ersparnis auf bis zu eine Million Euro pro Jahr im Vergleich zu einem mittleren deutschen Rechenzentrum ein.

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